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Seite 2: Batman-Historie - Die Geschichte des Dunklen Ritters

Der Dunkle Ritter wird wieder düster

In den 1970er-Jahren werden die Geschichten düsterer, was bei den verbliebenen Fans auf Gegenliebe stößt. Doch trotz Lobpreisungen und toller Stories sinken die Verkaufszahlen stetig. Die Batman-Comics erreichen 1985 einen dramatischen Tiefpunkt.

Ein Wunder muss her, falls man den Dunklen Ritter nicht zu Grabe tragen möchte. Dieses Wunder kommt in Gestalt von Autorenlegende Frank Miller: Sein Werk »The Dark Knight Returns« zeigt einen gealterten Bruce Wayne, der es noch einmal wissen möchte, und sich in der nahen Zukunft ein letztes Mal in das Feldermauskostüm zwängt. Die Geschichte schlägt ein und wird zum Verkaufserfolg. Die Leser wollen mehr von diesem dunklen Batman -- und das bekommen sie auch.

1987 veröffentlicht DC Comics die mehrteilige Reihe »Year One«, die den Anfang von Batmans Karriere erzählt und später einer der Einflüsse für Christopher Nolans gefeierten Film »Batman Begins« wird. Geht’s noch düsterer? Na klar: In einem Publicity-Stunt lässt DC Comics die Leser 1988 per Telefonabstimmung darüber entscheiden, ob Jason Todd, der zweite Robin (Dick Grayson macht unterdessen als Nightwing Solokarriere), die Geschichte »A Death in the Family« überleben soll. Die Leser entscheiden gegen Jason, der durch eine Bombe des Jokers sein Leben aushaucht. Bis zum Ende des Jahrzehnts arbeitet Batman alleine, dann nimmt er Tim Drake bei sich auf, der zum dritten Robin wird.

Batman im Rollstuhl

Nun wird es turbulent für den Dunklen Ritter: Im Mehrteiler »Knightfall« bricht ihm Schurke Bane 1993 das Rückgrat -- übrigens dasselbe Jahr, in dem Superman mit seinem Scheintod (»Death of Superman« und »Return of Superman«) Millionen in die Kassen von DC Comics spült.

An Bruce Waynes Stelle tritt nun der psychisch labile Azrael, der mit seinen Verbrechensbekämpfungsmethoden weit weniger zimperlich ist als der echte Batman. Im großen Showdown von »Knights End« erkämpft sich Bruce Wayne den Mantel aber zurück.

Beinahe gleichzeitig bekommt der Dunkle Ritter auf anderem Terrain Probleme. Bevor Christopher Nolan dem maskierten Verbrecherschreck mit seiner Kinotrilogie zu ungeahntem Ruhm verhilft, muss jemand die Filmkarriere von Batman ordentlich an die Wand fahren: Nach zwei mehr oder minder gelungenen Verfilmungen von Tim Burton (»Batman«, 1989, und »Batmans Rückkehr«, 1992), setzt man Joel Schumacher auf den Regiestuhl.

Während »Batman Forever« (1995) noch ein Publikumserfolg ist, wird »Batman & Robin« zum künstlerischen Desaster. Erst 2005 kehrt Batman im gefeierten »Batman Begins« auf die Kinoleinwände zurück.

Tod und Neustart

Während sich Batman im Kino dank der Fortsetzung »The Dark Knight« (2008) größter Beliebtheit erfreut, droht ihm im Comic schon wieder der Tod: Im Mehrteiler »Final Crisis« wird Batman scheinbar vom kosmischen Fiesling Darkseid getötet. Als alle Welt um ihn trauert und gar ein Kampf um die Nachfolge entbrennt, reist Bruce Waynes Geist jedoch durch die Zeit. In mehreren Epochen muss er sich beweisen, um schließlich wieder in der Gegenwart zu landen. Bruce Wayne outet sich in einer Pressekonferenz als Finanzier des Dunklen Ritters und ruft die Gesellschaft »Batman Inc.« ins Leben, die für jeden Teil der Welt einen eigenen Batman etablieren will. Doch bereits 2011 ist das wieder Schnee von gestern, da DC Comics alle Serien mit einem Neustart beglückt. Im Rahmen der »New 52« fangen Batman, Superman und Co wieder von vorne an.

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