Die Problematik um Cheating in Online-Spielen betrifft in der öffentlichen Wahrnehmung oft nur den PC. Dabei wird allerdings oft ein berüchtigtes Gadget vergessen: Mit der zunehmenden Verbreitung von Cronus Zen nehmen auch Betrügereien auf Konsole immer mehr zu.
Das nimmt DICE offenbar zum Anlass, um in Battlefield 6 gezielt gegen diese Hardware vorzugehen.
Gemeinsame Sache mit den Konsolen-Giganten
Wie Battlefield Bulletin berichtet, sprach Battlefield-Entwickler Matthew Nickerson mit dem Playstation-Magazin Push Square über neue Maßnahmen gegen die Nutzung von Macros auf PS5 und Xbox Series-Konsolen.
Um Cronus-Nutzung einen Riegel vorschieben zu können, hat man sich offenbar sogar auf eine Partnerschaft mit den Konsolenherstellern Sony und Microsoft geeinigt. Nickerson erklärt:
Es ist tragisch, dass Cheats inzwischen auch im Konsolenumfeld ein Problem sind, vor allem mit Geräten wie Cronus Zen. Wir haben uns mit Microsoft und PlayStation zusammengetan, um gemeinsam an Erkennung solcher System zu arbeiten. Wir haben sogar unsere eigenen Methoden, um Macros zu identifizieren.
23:06
Wir haben die größte Karte von Battlefield 6 gespielt - Und können Entwarnung geben!
Was ist Cronus Zen?
Cronus Zen ist eine Art Adapter, der zwischen Controller und Konsole angeschlossen wird und eigene Skripte ausführen kann – darunter automatisierte Kontrolle von Rückstoß, Schnellfeuer oder Zielerfassung ähnlich wie ein Aimbot-Programm sowie die Erstellung von Macros, die komplexe Tastenkombinationen mit nur einem Knopfdruck abspielen.
Rein rechtlich ist die Nutzung von Cronus-Geräten eine Grauzone, allgemein gilt sie aber als Cheating. In der Konsolen-Community löst Cronus regelmäßig erbitterte Debatten aus.
Die Technik ist für Entwickler mithilfe herkömmlicher Anti-Cheat-Software oft extrem schwierig zu erkennen.
Dass DICE offenbar gewillt ist, größere Ressourcen im Kampf gegen Cronus Zen einzusetzen, zeugt von einer kämpferischen Haltung gegen Cheats – auch auf Konsolen.
Deutliche Kampfansage an Cheater
Battlefield 6 setzt auf die hauseigene Anti-Cheat-Software Javelin von EA, die unter anderem bei den Madden- und EA-Sports-Titeln im Einsatz ist. Allein in der Beta von BF6 wurden mit Javlin bereits 330.000 Cheater erkannt und ihre Accounts gesperrt.
Das System hat aber auch seinen Preis: Um Battlefield 6 auf PC überhaupt starten zu können, muss Secure Boot unter Windows aktiviert sein – ein Umstand, den auch der Entwickler selbst nur zähneknirschend hinnimmt.
»Wir nehmen Cheating sehr, sehr ernst. Und wir wollen Fairplay und die kompetitive Integrität von Battlefield bewahren, soweit es irgendwie in unserer Macht steht«, beteuert Nickerson von DICE.
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