Battlefield 6 laut Insider mit SBMM, aber »viel besser als in CoD«

Der bekannte Leaker Tom Henderson erklärt, warum ein neues EA-Patent die Lösung des SBMM-Problems für BF6 werden könnte.

von Philipp Elsner,
31.01.2021 12:12 Uhr

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Aktuell hält die Debatte um SBMM (kurz für »Skill Based Matchmaking«) weiterhin die CoD-Community in Atem - das System wird für schlechte Spielerfahrungen verantwortlich gemacht und immer häufiger von Betrügern ausgetrickst.

Entsprechend sorgte ein Statement von Branchen-Insider Tom Henderson bei der Battlefield-Community für Nervosität, demzufolge SBMM auch in Battlefield 6 zum Einsatz kommen soll. In einem Video erklärt Henderson nun, warum die Sorgen weitgehend unberechtigt sein sollen.

Was SBMM überhaupt genau ist und warum es vor allem in der CoD-Community so scharf diskutiert wird, fassen wir übrigens hier für euch zusammen:

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SBMM-Ärger in CoD: Was ist da los?

»Ja, Battlefield 6 wird SBMM haben, aber das System wird nicht zwangsläufig so schlecht werden, wie viele Leute es aktuell dastehen lassen«, so Henderson in seinem Video auf Youtube. Zur Begründung nennt Henderson im Wesentlichen drei Punkte:

  • SBMM wird nicht wie in CoD MW bzw. Warzone gehandhabt.
  • Ein neues SBMM-Patent von EA priorisiert stets die Verbindung.
  • BF6 bietet auch Custom Server ganz ohne SBMM.

Wie zuverlässig sind diese Prognosen? Aktuell lassen sich die Aussagen des Leakers nicht prüfen oder bestätigen. Infos aus solchen inoffiziellen Quellen sind deshalb stets mit Vorsicht zu genießen. Ob EA sein Patent tatsächlich für BF6 umsetzt, ist bisher nicht bekannt.

Wer ist der Leaker?
Tom Henderson ist besser bekannt unter dem Pseudonym LongSensationYT und verfügt erwiesenermaßen über Insider-Quellen in der Entwicklerszene. Er erlangte vor allem Bekanntheit unter CoD-Fans, weil er den Namen und das Setting von Modern Warfare korrekt prognostiziert und lange vor Release von Warzone eine Free2Play-Battle-Royale-Auskopplung vorausgesagt hatte.

Wie BF6 es besser machen soll

Laut Henderson wird Battlefield 6 auch von Spielern betriebene Custom Server bieten, wo entsprechend gar kein SBMM möglich ist. Das System komme nur für Spieler zum Einsatz, die über offizielle Lobbys bzw. via Matchmaking beitreten, so Henderson.

Zudem könnte ein neues SBMM-Patent von EA laut Henderson bereits in BF6 zum Einsatz kommen. Das System berücksichtige in erster Linie die Verbindung, sodass ein guter Ping stets Priorität vor dem Skill des Spielers hat - und sei allein damit dem SBMM in Warzone überlegen.

Ist EAs Patent die Lösung?

Das Patent besagt, dass in dieser Form von SBMM nicht der Skill des einzelnen Spielers, sondern der ganzen Lobby ausbalanciert wird. Das funktioniert in folgenden Schritten:

  1. Spieler mit passender Verbindungsqualität betreten die Lobby.
  2. Ein komplexer Algorithmus simuliert in Sekunden ein Match.
  3. Faktoren der Simulation sind Verhalten, K/D, Erfahrung, etc. aller Spieler.
  4. Läuft das Test-Match einseitig oder unfair, wird die Lobby gemischt.
  5. Erst wenn ein faires Match simuliert wurde, startet die echte Runde.

Die Vorteile dieses System liegen auf der Hand: Einerseits bleibt der Ping der primäre Faktor und die Verbindungsqualität leidet nicht. Andererseits treffen dadurch Spieler verschiedener Skill- und Rang-Niveaus aufeinander. Das beschriebene SBMM-System versucht also lediglich, ein insgesamt möglichst ausgeglichenes Match zu gewährleisten, ist beim individuellen Skill aber nicht restriktiv.

Ob es wirklich so kommt, werden wir wohl erst Ende 2021 erfahren, wenn der Shooter erscheint. Bis dahin findet ihr in unserer Übersicht alles, was wir bisher über Battlefield 6 wissen.

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