Über 1.000 Manga-Kapitel und Anime-Folgen, 15 Filme, Merchandise ohne Ende und zuletzt eine Realverfilmung von Netflix: One Piece ist größer denn je und aus der modernen Popkultur gar nicht mehr wegzudenken! Das alles haben wir Eiichiro Oda zu verdanken, der seit fast 30 Jahren rastlos an den Abenteuern der Strohhutpiraten sitzt.
Das hat natürlich auch seine Schattenseiten. Denn gerade die Manga-Industrie fordert Arbeit auf Hochtouren, wo nur wenig Zeit für Verschnaufpausen bleibt. Selbst Oda sah sich dazu gezwungen, sich für gesundheitlich bedingte Auszeiten zu entschuldigen (via CrunchyRoll).
In Anbetracht der teilweise haarsträubenden Arbeitsbedingungen könnten es Fans Oda also allemal verzeihen, wenn er bei der Netflix-Serie nicht zu stark involviert wäre. Tatsächlich ist wohl eher das Gegenteil der Fall, denn ein neues Interview gibt nun neue Einblicke hinter die Kulissen der Live-Action-Serie.
Wie viel Eiichiro Oda bei der Netflix-Serie tatsächlich involviert ist
So hat sich IGN mit Produzentin Becky Clemens, Co-Showrunner Joe Tracz und Autor Ian Stokes zusammengesetzt, über One Piece zu quatschen. Und dabei stellt sich heraus, dass Eiichora Oda stärker in die Netflix-Produktion involviert ist als gedacht.
Laut dem Trio kommt so Odas Beteiligung der eines vollwertigen Produzenten gleich: Er liest Outlines und Drehbücher gegen, gibt Feedback zu Konzeptzeichnungen und ersten Schnittfassungen und ist beim Casting-Prozess involviert. Teilweise steuert er dem Skript sogar völlig neue Seiten bei.
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One Piece: Netflix zeigt, wie für Staffel 2 der Realverfilmung dem Fan-Liebling Chopper Leben eingehaucht wird
Stokes zufolge ist jeder Input seitens des Schöpfers von One Piece ein Gewinn für die Serie. Oft ist dem Team erst bewusst, wie sinnvoll ein Vorschlag oder eine Idee seitens Oda ausfällt, nachdem sie ihn oder sie dann umgesetzt haben. Und es wirkt auch ganz so, als wäre der Autor nur wenig zu Kompromissen bereit:
Um es nochmal zu betonen: Jeder Schritt wird von Oda-San persönlich abgesegnet. Dabei kommt es eigentlich nie zu Überraschungen. Manchmal meint er dann zu uns Nein, das muss wieder rein
und wenn wir meinen Aber wir haben dafür kein Geld
, erwidert er nur dann treibt dafür Geld auf
. Und dann treiben wir das Geld dafür auf [lacht].
Und manchmal müssen wir Widerstand leisten, aber letztendlich bin ich dann der Depp, weil er immer Recht hat. Wir schauen uns zuerst was an, zerbrechen uns den Kopf darüber und kommen dann doch zu dem Fazit Er hat ja schon recht.
So [wie Oda es will] ist es besser. [...]
Joe Tracz liefert noch ein ganz konkretes Beispiel, bei dem sie Odas Feedback unmittelbar umsetzten: In Staffel 2 sollte eine Wolke über Drum Island wie ein Kirschblütenbaum aussehen. Dafür verfolgte das Team zuerst einen realistischen Look, bevor Oda sagte: Schau, es muss nicht realistisch sein. Es kann Poesie sein.
Und davon hat laut Tracz dann die emotionale Komponente der Szene umso mehr profitiert.
Großes Staunen der One-Piece-Fans
Dass Eiichiro Oda bei der Netflix-Serie so viel mit anpackt, sorgt bei Fans für offene Münder und vor allem Begeisterung. So wird zum Beispiel bei Reddit darüber diskutiert, wie der 51-Jährige all seine Aufgaben und Verpflichtungen unter einen Hut bekommt: Schläft der Mann denn jemals?
- fragt sich beispielsweise ThatGuy377.
Automatic_Injury3373 zieht zu dem Interview das abschließende Fazit: Ich werde nie verstehen, wenn Adaptionen den Autor der eigenen Vorlage adaptieren. So [wie bei One Piece] muss es gemacht werden.
One Piece ist tatsächlich eine der wenigen Realverfilmungen eines Mangas beziehungsweise Animes, die Kritiker und Fans glücklich macht. Und wenn euch die Netflix-Serie ebenfalls gefällt, haben wir gute Nachrichten für euch: Staffel 3 folgt offiziell bereits 2027 - mehr dazu könnt ihr unter den Links oben nachlesen.
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