Battlefield 6 ist erst vor etwa zwei Wochen erschienen und schon hat sich einiges geändert. So wurden XP-Grenzen deutlich gesnekt, aber auf der anderen Seite auch Farming-Servern der Saft abgedreht. Dice plant noch jede Menge weitere Anpassungen, aber jetzt geht es zunächst mit einem Schwung neuer Inhalte weiter.
Season 1 beginnt am 28. Oktober 2025 und wir haben die neuen Maps bereits vorab gespielt. Beide dürften Fans großer Eroberungsschlachten begeistern, ganz zufrieden sind wir mit der ersten Season aber noch nicht.
Was haben wir gespielt? Wir durften gemeinsam mit anderen Journalisten und Influencern für etwa drei Stunden beide neuen Karten ausprobieren und haben Eroberung und Escalation gespielt. Mit dabei waren außerdem drei der fünf neuen Waffen von Season 1 (Karabiner, Sniper und Pistole) und das neue Fahrzeug.
Nicht ausprobieren konnten wir die neue Schrotflinte, den Revolver sowie die Winterversion von Empire State.
Viel Öl, wenig Wumms
Als erste neue Karte erscheint am 28. Oktober Blackwell-Ölfelder. Wir kämpfen hier in einer industriell geprägten Umgebung um Lagerhäuser um kleine Außenposten, umgeben von zahlreichen Ölförderpumpen. Manche von ihnen stehen in Flammen, immer wieder müssen wir darauf achten, nicht in brennende Ölspuren zu geraten.
Was an Blackwell zuerst auffällt, ist die einzigartige Atmosphäre. Die Karte ist in einem ewigen Sonnenuntergang gefangen, der alles in ein goldenes Licht taucht, von dem sich düster die Rauchschwaden und der Wald aus Förderpumpen abheben. Abgesehen davon ist das Design aber unspektakulär: Blackwell besteht aus einer kahlen, hügeligen Landschaft, auf der es nicht viel mehr gibt als ein paar austauschbare Industriegebäude.
Immerhin gibt es deshalb aber jede Menge Platz, um mit Panzern zu manövrieren. Blackwell ist eine richtige All-Out-Warfare-Karte mit Fahrzeugen, Helis und Jets. Sie bietet deutlich mehr Platz als Belagerung von Kairo oder Iberische Offensive, ist aber nicht ganz so groß wie Mirak-Tal.
Ähnlich wie auf den anderen Karten von Battlefield 6 liegen die Eroberungspunkte relativ nah aneinander und sind auch zu Fuß recht schnell erreichbar. Wer sich geschickt positioniert, kann als Scharfschütze oder Panzerfahrer auf der recht offenen Karte auch mehrere Punkte von einem Ort unter Beschuss nehmen.
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Battlefield 6: Wir kämpfen auf der neuen Karte von Season 1 um ein Ölfeld im Sonnenuntergang
Ihr seht schon: Blackwell sieht zwar toll aus, fällt spielerisch aber kaum auf. Wir können etwa keine Förderpumpen sprengen und das Ölbohr-Thema ist für das Map-Design selbst nicht besonders relevant. Wenn euch die großen Karten von Battlefield 6 gefallen, macht euch Blackwell aber höchstwahrscheinlich auch Spaß. Interessanter wird es mit der zweiten Karte, die erst später erscheint.
Krieg zwischen Pools und Sonnenliegen
Einen starken Kontrast zu Blackwell und auch zu den restlichen Karten von Battlefield 6 bildet Eastwood: Hier landen wir mitten in einem wohlhabenden Vorort in Kalifornien: Schicke Einfamilienhäuser mit großzügigen Gärten und Pools werden von Panzern überrollt und von Helikoptern unter Beschuss genommen (Jets gibt es hier keine). Am südlichen Rand der Karte erheben sich die sanften Hügel eines Golfplatzes und im Zentrum steht eine protzige Villa.
Eastwood ist also schon optisch mal etwas anderes und enttäuscht auch spielerisch nicht: Zum einen lässt sich die Karte umfassend in Schutt und Asche legen. Die großen Wohnhäuser stürzen bis auf wenige Grundmauern komplett ein, Bäume, Hecken und Zäune sind für unsere Panzer ohnehin kein großes Hindernis. Nur einige Mauern und ein Teil der Villa im Zentrum der Karte halten dem Beschuss stand.
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Battlefield 6: Wir zerlegen ein ganzes Haus auf der neuen Karte Eastwood
Im Vergleich zu den Wohnblöcken von Brooklyn und den Rohbauten in Kairo fällt die Zerstörung hier also viel umfassender aus und wir stehen nur ganz selten vor eine Wand und ärgern uns, dass wir sie nicht einreißen können.
Eastwood lässt viele Freiräume, das gilt auch bei der Bewegung über die Map: Wir hüpfen über Hecken, laufen und fahren über Straßen, Gassen oder durch Gärten und Hinterhöfe. Es gibt viele Wege zum nächsten Ziel, Engpässe entstehen bei Eroberung oder Escalation keine.
Wem Battlefield 6 bisher zu hektisch war, der könnte sich auf Eastwood außerdem wohler fühlen. Zumindest beim Anspielevent haben wir den Eindruck gewonnen, dass es mehr Atempausen zwischen den Kämpfen gibt. Die Eroberungspunkte liegen nicht ganz so nah beieinander und sind klar voneinander getrennt.
Insgesamt ist Eastwood für uns die deutlich vielversprechendere Karte. Sie sticht klarer aus dem Map-Pool von Battlefield 6 hervor und spielt sich auch angenehmer als Blackwell. Mit dem Golf-Cart hat sie sogar ihr eigenes Easter-Egg-Fahrzeug. Apropos Fahrzeuge und Waffen: Wir haben natürlich auch ausgiebig das neue Spielzeug ausprobiert, das uns Season 1 an die Hand gibt.
Unspektakulär, aber vorhanden
Am 28. Oktober erscheinen mit dem ersten Kapitel von Season 1 drei neue Waffen, die wir bereits anspielen konnten. Alle drei fügen sich gut in die bisherige Auswahl ein, stechen aber auch nicht heraus:
- Mini Scout: Ein Scharfschützengewehr, das dank erhöhter Mobilität Aufklärern einen aggressiveren Spielstil ermöglichen soll. Wir schießen und zielen schneller, müssen dafür aber niedrigeren Schaden in Kauf nehmen. Ein Kopftreffer reicht aber weiterhin für einen garantierten Abschuss aus.
- SOR-300C: Die Karabiner-Version des Sturmgewehrs SOR-556. Hoher Schaden, niedrige Feuerrate, spürbarer Rückstoß. Die Waffe erledigt Gegner angenehm schnell, ist aber auf mittleren Entfernungen nur schwer zu kontrollieren.
- GGH-22: Eine stinknormale, halbautomatische Pistole, deren Performance sich nicht wesentlich von anderen Waffen der Klasse unterscheidet.
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Battlefield 6 kriegt zwei brandneue Maps - und wir haben sie schon gespielt!
Ebenfalls unspektakulär, aber spannender ist das neue Fahrzeug. Der Traverser MK2 ist ein leicht gepanzerter Truppentransporter, der ein ganzes Squad vor kleinkalibrigem Beschuss schützt. Mit ihm rasen wir schnell von einem Punkt zum nächsten, ohne uns vor Snipern zu fürchten.
Aber der Traverser kann noch mehr: Auf dem Dach ist ein MG montiert, das auch durch einen Granatwerfer ersetzt werden kann. Außerdem kann der Traverser sich etwa auch selbst reparieren, Mitfahrer heilen, Minen deaktiveren oder mit Rauch die Sicht blockieren. Auch wenn feindliche Panzer es mit Leichtigkeit zerstören, leistet das Fahrzeug wertvolle Unterstützung und kann es mit ganzen Infanteriesquads aufnehmen.
So weit zu unserem Vorgeschmack auf Season 1. Einige der neuen Inhalte konnten wir noch nicht spielen, etwa die Winter-Version von Empire State, zwei weitere Waffen oder die beiden neuen Spielmodi für kleine Teams.
Schon jetzt wirkt die erste Season aber wie ein solides Paket, das Battlefield 6 sinnvoll erweitert. Der Shooter wird sich dadurch nicht grundlegend ändern, aber wir bekommen neue Auswahl bei Maps, Waffen und Modi, was in einem Battlefield nie schadet. Trotzdem kann Season 1 nur der erste Schritt sein: Viele weitere Karten und Waffen sollten noch folgen, um den Shooter zu einem Umfangs-Monster wie Battlefield 4 zu machen.
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