50% aufs erste Jahr – nur für kurze Zeit!

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Niemand sollte Battlefield 6 nach dem ersten Trailer vorbestellen, aber jeder auf dem Schirm haben

Dice zeigt im ersten Trailer, dass sie auf einem guten Weg sind. Nach allem was passiert ist, können wir Battlefield aber noch keinen Freischein ausstellen.

Nach dem Trailer stehen die Zeichen noch besser, dass Dice mit BF6 wieder in die Spur findet. Aber ein Beweis ist das nicht. Nach dem Trailer stehen die Zeichen noch besser, dass Dice mit BF6 wieder in die Spur findet. Aber ein Beweis ist das nicht.

Nachdem ich mir als Fan von Battlefield 3 und Bad Company den taufrischen Story-Trailer zu Battlefield 6 kürzlich auf den Zahn gelegt hatte, spukte durch mein Hirn nur ein einziges Wort: Nice.

Das sieht doch mal nach was aus! Und ja, mit Gameplay hat das alles nichts zu tun. Das gab es ja bereits in hundertfach geleakten Szenen in den Wochen davor zu sehen. Aber diese Atmosphäre, diese Musik, diese Stimmung – genau was ich von einem Battlefield erwarten würde. Das macht mir sogar ein wenig Hoffnung für die Einzelspieler-Kampagne, auch wenn ich im Falle von Battlefield meistens eher den Multiplayer bevorzuge.

Fabiano Uslenghi
Fabiano Uslenghi

Fabiano ist zwar in der Redaktion nicht der größte aller Shooter-Fans und trifft ehrlich gesagt auch selten mal was, aber Battlefield konnte ihn schon viele Jahre lang immer wieder für sich gewinnen. Vor allem die einzigartige Schlachtfeld-Atmosphäre hat es Fabiano angetan, die er das erste Mal in Bad Company 2 erlebte. Er hatte sogar mit Battlefield 5 noch Spaß, aber 2042 hat ihn komplett vergrault.

Die geleakten Szenen, die aktuellen Infos und jetzt dieser gelungene Trailer. Das alles weckt in mir so langsam wirklich eine erste schüchterne Hoffnung, dass Battlefield wieder zu dem wird, was es einmal war. Diese Hoffnung keimt mit jedem bisschen mehr auf ... bevor ich freiwillig eine Decke darüber ausbreite und sie wieder ersticke.

Aus reinem Selbstschutz.

Video starten 2:10 Battlefield 6: Erster Trailer zeigt zerstörbare Maps und die USA als Schlachtfeld

Battlefield leistet sich keine Fehler

Gut, diese Zwischenüberschrift wirkt in Anbetracht der letzten Wochen ein wenig zynisch. Immerhin war es nicht beabsichtigt, dass so viele Spielszenen aus dem Playtest des neuen Battlefield unkommentiert und ungefiltert im Netz auftauchen. Da wurden schon einige Fehler gemacht.

Allerdings hat das den Hype rund um BF6 in der Community viel mehr angefacht. Denn diese Szenen wecken selbst in diesem rohen, unfertigen Zustand schon sofortige Assoziationen mit früheren Erfolgen. Das treibt einem als Fan von Battlefield 3 und Bad Company einfach die Gänsehaut auf den Arm. Und das waren ja die Spiele, zu denen BF meiner Meinung nach seine Hochzeit hatte.

Wenn ich BF6 bisher etwas vorwerfen kann, dann dass es sich fast schon zu sehr nach BF3 anfühlt. Wenn ich BF6 bisher etwas vorwerfen kann, dann dass es sich fast schon zu sehr nach BF3 anfühlt.

In der Vergangenheit hat sich Battlefield schon eine Menge Schnitzer geleistet und gerade was Trailer angeht, nicht immer ins Schwarze getroffen. Wir erinnern uns alle an den atmosphärisch komplett überzogenen Trailer von Battlefield 5, der sich eher nach Fiebertraum als authentischen Weltkrieg anfühlte.

In diese Falle tappt Battlefield 6 dieses Mal nicht. Der Story-Trailer wirkt rau, ernst und trotzdem angemessen bombastisch. Hier wird nicht mit Absurdität, sondern stimmungsvoller Epik geworben. Zumindest meinen Battlefield-Geschmack trifft das präzise – und wie viele Kommentare zeigen, bin ich damit nicht allein.

Keine Vorbestellung

Aber immer wieder, wenn ein Funken Vorfreude einen Hype entfesseln könnte, muss ich dieses Feuer eindämmen. Denn gerade Battlefield war abseits des Trailers für Battlefield 5 doch meistens sehr gut, Vorfreude bei seinen Fans zu schüren.

Das ist ja das, was mich bei dieser Reihe oftmals so sehr in den Wahnsinn treibt. Dice versteht es derart gekonnt, Dinge zu sagen und Trailer zu gestalten, die den durchschnittlichen Battlefield-Fan komplett abholen – nur um dann ein Spiel abzuliefern, das insbesondere Serienveteranen regelmäßig enttäuscht. Battlefield 2042 war da die Krönung.

Nach Battlefield 2042 ist die Reihe an einem Punkt, wo sie dringend ihren Ruf retten muss und das gelingt derzeit ziemlich gut. Nach Battlefield 2042 ist die Reihe an einem Punkt, wo sie dringend ihren Ruf retten muss und das gelingt derzeit ziemlich gut.

Während im Vorfeld alles noch gut, neuartig und trotzdem vertraut wirkt, zeigten sich zum Release dann die konzeptionellen Schwächen. Für mich kam zu keinem Zeitpunkt echtes Battlefield-Feeling auf. Und das, obwohl die Entwickler ihre Community doch eigentlich kennen.

Gerade deshalb fällt es mir bei Battlefield ganz besonders schwer, in Euphorie zu verfallen. Ich habe schon zu oft erlebt, dass Dice meine Interessen gekonnt anfütterte, nur um mir dann ein völlig anderes Gericht zu servieren.

Deshalb wäre es absolut fahrlässig, selbst nach diesem grandiosen Trailer meiner Vorfreude freie Bahn zu lassen.

Das große Aber

Diese mahnende Worte sollte jeder beherzigen. Hype ist im Falle von Battlefield nicht länger angebracht. Zu viel kann bis zum Release dieses Jahr noch in die Hose gehen. Aber selbst mit der notwendigen Distanz kann ich zumindest anerkennen: Die Chancen auf einen Hit stehen gut.

Nicht, weil der Trailer den Ton trifft, sondern weil das geleakte Gameplay so viel verspricht. Allein die vollumfängliche Zerstörung lässt mein Bad-Company-Herz hochschlagen und wenn die Story dann auch noch gut wird, könnte ich mich wieder so fühlen, wie als ich mich in die Reihe verliebt habe.

Aber aus der Deckung der gesunden Skepsis sollte Battlefield uns alle dieses Mal besser nicht locken!

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