Eins muss man DICE ja lassen: Was die Entwickler bisher an neuen Maps für Battlefield 6 geliefert haben, war fast immer klasse, Ausreißer wie Blackwell Fields mal abgesehen. Deshalb war ich auch beim Anspielen von Tsuru Reef nicht überrascht, dass die neue Karte wieder ein Volltreffer ist.
Jetzt müsste nur noch dafür gesorgt sein, dass ich sie auch unkompliziert spielen kann.
Endlich am Strand!
Schon beim Release von Battlefield 6 war ich ein bisschen enttäuscht. Da lieferte ausgerechnet die schwache Kampagne als einen der besten Momente einen amphibischen Angriff auf die Strände von Gibraltar und dann gibt es im kompletten Multiplayer quasi keinen einzigen Tropfen Wasser.
Für einen Shooter, der gerne mit dem vollen Ausmaß des Krieges
wirbt, ist das schon ein Makel, den neben mir auch viele andere Fans beklagten.
Jetzt ist die Durststrecke aber endlich vorbei: Am 21. Juli 2026 erscheint Season 4 und damit die bisher größte (und nasseste) Karte von Battlefield 6: Tsuru Reef. Ich durfte schon etwa drei Stunden Eroberung und Eskalation spielen und hätte am liebsten gleich ein Zimmer in dem Strandhotel gebucht, um das hier ebenfalls gekämpft wird.
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Battlefield 6 bekommt in Season 4 nicht nur zwei neue Wasserkarten, sondern auch dynamische Wellen
Zum ersten Mal gibt es hier wirklich All Out Warfare
: Mit Fahrzeugen, Panzern, Helikoptern, Jets und zu guter Letzt auch Booten. Da wäre ein kleines Schlauchboot mit vier Plätzen und einem am Bug montierten MG – ein simples Transportmittel.
Außerdem steuere ich größere Patrouillenboote, in denen nur zwei Soldaten Platz finden, dafür aber umso mehr Waffen: Neben einem 30mm-Geschütz gibt es noch Raketen oder Torpedos, sowie eine Art Geschützturm, der Mörsergeschosse abfeuert. Die lasse ich entweder in hohem Bogen aufs Schlachtfeld segeln, oder feuere sie direkt auf Gegner in der Umgebung ab.
Zu treffen ist aber gar nicht so einfach: Denn draußen auf dem Ozean herrscht schwerer Wellengang und das Boot wird von den Wassermassen hin- und hergeschleudert. Will ich weit entfernte Feinde unter Beschuss nehmen, muss ich in die schmalen Känale zwischen den Inseln fahren, oder in einer Hafenbucht lauern.
Das verhindert dann praktischerweise auch, dass Seefahrer einfach an den Rändern der Karte herumlungern und Gegner nur aus sicherer Entfernung unter Beschuss nehmen.
Platz genug wäre nämlich: Tsuru Reef ist eine gigantische Karte und das mit Abstand größte Schlachtfeld im Spiel. Insgesamt 9 Eroberungspunkte sind über 4 große und eine kleine Insel verteilt. Es gibt unter anderem einen Flughafen, ein Dorf und ein Strandhotel (das Fans von Battlefield 4 bekannt vorkommen wird). An Platz mangelt es also nicht, was die Gefechte manchmal weniger intensiv macht als in den Gassen von Iberische Offensive oder anderen kleinen Karten.
Spannend bleibt es trotzdem und es ist etwas weniger chaotisch, als wenn zwei komplette Teams sich auf Eroberungspunkt C von Belagerung von Kairo stürzen. Diese Art von Kämpfen bekommt man dann sowieso in Eskalation, wenn es um die letzten drei Eroberungspunkte geht.
Genug Action gibt es aber auch sonst und jede Menge Abwechslung: Denn die einzelnen Inseln mit ihren Eroberungspunkten fühlen sich fast schon wie eigene kleine Karten an und sind fast vollkommen voneinander getrennte Spielräume. Das Insellayout gefällt mir ähnlich gut wie damals in Battlefield 4 auf Paracel Storm, schade nur, dass es keinen Sturm mehr gibt.
Jetzt fehlt nur noch eins
Ich bin mir schon jetzt sehr sicher, dass ich zum Release von Season 4 die neue Karte rauf und runter spielen werde. Wie schon bei vorherigen Servern wird es sicher wieder eigene Playlists für die neue Map geben, doch genau hier liegt für mich auch das Problem.
Schon der Neuling von Season 3, Golmud-Bahn gehört zu meinen Lieblingskarten im Shooter, bringt er doch das Battlefield-Feeling von früher zurück. Doch nachdem die Karte nicht mehr als eigene Playlist verfügbar war, habe ich sie vielleicht noch ein- oder zweimal gespielt. Schuld daran sind fehlende Server mit festen Map-Rotationen.
In Battlefield 6 habe ich drei Möglichkeiten:
- Ich wähle eine Playlist wie
All Out Warfare
. Dann schmeißt mich das Spiel nach jeder Runde zufällig in ein passendes Match, ich kann aber auch dreimal hintereinander dieselbe Karte spielen und nie meine Lieblings-Maps bekommen. Playlists sind aber auch die unkomplizierteste Art zu spielen. - Ich kann auch nach bestimmten Maps und Spielmodi filtern. Dann lande ich auf meiner Wunschkarte, aber auch nur für eine Runde. Und nach jeder Runde neu nach einem passenden Match zu suchen, dass oft schon angefangen hat, ist auch keine besonders praktische Lösung.
- Zuletzt gibt es noch die Portal-Server, die inzwischen auch wegen einiger ungeschickter Maßnahmen von DICE fast vollkommen ausgestorben sind. Hier einen vollen Server mit meinen Lieblingskarten zu finden, ist fast unmöglich.
Nach der Lösung rufen Fans schon seit dem Release von Battlefield 6: Ein richtiger Serverbrowser wie es ihn etwa in Battlefield 4 oder 5 gab. Ich selbst wäre schon mit weniger zufrieden: Gebt mir wenigstens richtige Map-Rotationen. Ich möchte auch nicht unbedingt den ganzen Tag Golmud-Bahn spielen und mir gefällt Abwechslung. Aber ich will wenigstens die Garantie, dass ich bei vier Runden vier verschiedene Karten bekomme.
Immerhin: Der Serverbrowser kommt noch, wenn auch reichlich spät. DICE kündigte das Feature für 2026 an, es wird aber wohl frühestens in Season 5 soweit sein, denn in der Roadmap von Season 4 ist davon noch keine Rede. Alles, was ich hoffe, ist das die Entwickler ähnlich konsequent aus ihren Fehlern lernen, wie damals bei Battlefield 2042.
Für Battlefield 7 wünsche ich mir dann direkt zum Start auch Seeschlachten, richtig große Karten, einen Serverbrowser und alles, was eben zu einem Battlefield gehört.
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