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Blade Runner 2049 - Filmkritik: Monumentale Science-Fiction

Wenn Klassiker fortgesetzt werden, ist das oft kein gutes Zeichen. Blade Runner 2049 beweist aber, dass manchmal auf ein Meisterwerk ein anderes Meisterwerk folgen kann.

von Philipp Elsner,
04.10.2017 11:30 Uhr

Ryan Gosling spielt den LAPD-Officer K, der Replikanten jagt und "in den Ruhestand schickt".Ryan Gosling spielt den LAPD-Officer K, der Replikanten jagt und "in den Ruhestand schickt".

35 Jahre nach dem ersten Blade Runner kehren wir in die dystopische Welt von Megacorporations, Neonlicht und Replikanten zurück. Dabei schafft es Blade Runner 2049 nicht nur, die starken Themen wie das Menschsein an sich und die monumentalen Visuals des Originals einzufangen, sondern sie neu zu interpretieren und auf die nächste Ebene zu heben.

Die Zukunft von Los Angeles ist auch Jahre nach dem ersten Teil noch düster und trostlos. Der Tyrell-Konzern, der einst die als Arbeitskräfte erschaffenen Replikanten herstellte, deren Aufstand gegen ihren Erschaffer das Thema im ersten Blade Runner war, ist nun in den Händen von Niander Wallace (Jared Leto).

Er nimmt die Herstellung der künstlichen Menschen mit dem größenwahnsinnigen Plan wieder auf, seine jenseits der Erde reichende Macht mithilfe neuer Sklaven auszubauen. Währenddessen werden ältere und entflohene Replikanten-Modelle nach wie vor von Killern des LAPD gejagt, den Blade Runnern.

Neue Jäger

Einer von ihnen ist der herausragend von Ryan Gosling gespielte K. Auf seiner gefährlichen Mission, über die wir aus Spoiler-Gründen nicht genauer eingehen wollen, gerät er nicht nur zwischen die Fronten von Gesetzeshütern, dem mächtigen Wallace-Konzern und Replikanten, sondern begibt sich auch auf die Suche nach seiner eigenen mysteriösen Herkunft.

Dabei trifft er auf den Ex-Blade-Runner Rick Deckard (Harrison Ford) aus dem ersten Teil. Während Ks Ermittlungen kommen nicht nur Zweifel an seiner Vergangenheit, sondern auch grundlegende Fragen über Identität, Existenz und das Leben selbst auf.

All das ist verpackt in einer durchgehend spannenden und hervorragend erzählten Future-Noire-Geschichte, die sich genug Zeit für jede ihrer Figuren nimmt und oft ganz bewusst den Fuß vom Gas hebt, um ihre Motive richtig wirken zu lassen, ohne dabei an Fahrt zu verlieren oder langweilig zu werden. So entstehen nicht nur starke Bilder, sondern auch eine echte Verbindung zum Zuschauer, der jede Sekunde mit den Figuren fiebert, hadert oder leidet.

Blade Runner 2049 - Trailer: Ryan Goslings düstere Mission 1:34 Blade Runner 2049 - Trailer: Ryan Goslings düstere Mission

Willkommen zurück im Cyberpunk

1982 setzte Blade Runner einen optischen Maßstab für alle nachfolgenden Science-Fiction-Filme. Der Nachfolger Blade Runner 2049 führt dieses Erbe fort und blutet förmlich in jeder Einstellung perfekten Cyberpunk-Style.

Die engen neonbeleuchteten Gassen von LA, in denen es immer Nacht ist und regnet, sind überfüllt, laut und voll mit holografischer Werbung, Prostituierten und zwielichtigen Händlern. Außerhalb der Stadt stehen drohend wie ein Mahnmal die Wolkenkratzer der verseuchten Geisterstädte wie Las Vegas und endlose Mülldeponien erstrecken sich im Ödland bis zum Horizont.

Diese überwältigenden Setpieces sind dabei nicht nur Kulisse, wie zum Beispiel in der Neuinterpretation von Ghost in the Shell, sondern verleihen der Handlung mehr Tiefe und Tragweite. Der stimmungsvolle Soundtrack von Hans Zimmer und Benjamin Wallfisch tut an den richtigen Stellen sein übriges, um die Atmosphäre greifbar zu machen und ruft gleichzeitig Erinnerungen an das unvergessliche Werk von Vangelis für den ersten Blade Runner wach.

Bildgewaltige Orte und bedeutungsschwangere Symbole: In Blade Runner ist scheinbar keine Szene zufällig oder beliebig.Bildgewaltige Orte und bedeutungsschwangere Symbole: In Blade Runner ist scheinbar keine Szene zufällig oder beliebig.

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