Bei diesem Spiel wusste niemand so recht, was gerade auf der Leinwand passiert ist: Auf den ersten Blick wirkt Bradley the Badger (zum Spiel bei Steam) wie eine nostalgische Reise in die Ära der N64-Maskottchen, doch der Schein trügt gewaltig. Hinter dem unscheinbaren Dachsen steckt das erste Projekt des neu gegründeten Studios Day 4 Night, angeführt von niemand Geringerem als Davide Soliani.
Wenn ihr die E3 2017 noch im Kopf habt, kennt ihr Soliani als den »Ubisoft Crying Man«, der von Shigeru Miyamotos Lob zu Tränen gerührt war. Jetzt ist er zurück, und er hat prominente Unterstützung sowie ein Konzept im Gepäck, das Genre-Grenzen sprengt.
Wir fassen für euch zusammen, was den Titel so besonders macht und warum ihr den Dachs unbedingt auf dem Radar behalten solltet.
Ein All-Star-Team für einen ungewöhnlichen Helden
Dass Bradley the Badger handwerklich in der obersten Liga spielt, erklärt sich schnell durch einen Blick auf die Credits. Soliani hat Day 4 Night nicht allein gegründet. An seiner Seite steht Christian Cantamessa, einer der Hauptautoren und Designer des ersten Red Dead Redemption.
Doch das Studio setzt noch einen drauf: Die Stimme des titelgebenden Dachses gehört Evan Peters. Den Hollywood-Star kennt ihr vermutlich als Quicksilver aus den X-Men-Filmen oder der Netflix-Serie Dahmer – Monster: Die Geschichte von Jeffrey Dahmer.
Der Dachs Bradley selbst ist kein strahlender Held. Er ist ein in die Jahre gekommenes Plattform-Maskottchen, das in einer Welt aufwacht, die keinen Sinn mehr ergibt. Die Levels sind unfertig, Assets fehlen oder sind kaputt, und die Atmosphäre kippt unvermittelt vom bunten Kinderspiel in einen düsteren Albtraum, der unverhohlen Spiele wie Bloodborne, Cyberpunk oder The Last of Us parodiert.
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Bradley the Badger:Ein Marvel-Star wird zum Gaming-Maskottchen – und bricht alle Regeln
Wenn der Held zum Entwickler wird
Spielerisch erwartet euch laut den ersten Informationen und dem Trailer ein 3D-Action-Adventure, das sich selbst als »Liebesbrief an Videospiele« versteht. Der Clou liegt jedoch in der Mechanik: Bradley muss sich durch unfertige Spielwelten kämpfen und nutzt dabei das sogenannte »Kit«.
Das Kit erlaubt es euch, die Spielwelt in Echtzeit zu manipulieren, fast so, als würdet ihr in der Entwickler-Engine arbeiten. Die bisher bestätigten Funktionen klingen vielversprechend:
- Ihr könnt Objekte vergrößern oder schrumpfen. Ein kleiner Stein wird so zur Brücke, oder Bradley verkleinert sich, um durch Löcher zu schlüpfen.
- Ihr zieht Geometrie aus Wänden oder Böden, um euch eigene Plattformen oder Deckungen zu bauen.
- Ihr greift euch unfertige Assets und nutzt sie als Bausteine, um Rätsel kreativ zu lösen.
Das klingt auf dem Papier ein wenig nach den kreativen Ansätzen, die wir zuletzt in The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom gesehen haben, nur eingebettet in eine Meta-Story über Spieleentwicklung. Wenn ihr also Spaß daran habt, Spielmechaniken gegen das Spiel selbst zu verwenden, könnte Bradley genau euer Ding sein.
Wann und wo könnt ihr loslegen?
Aktuell hält sich Day 4 Night mit einem konkreten Release-Datum noch bedeckt. Bestätigt ist bislang der Release für den PC (via Steam). Ob und wann Konsolen-Versionen für PlayStation 5 oder Xbox Series X/S folgen, wurde während der Show noch nicht explizit kommuniziert, ist aber durchaus wahrscheinlich.
Die Steam-Seite ist bereits online, ihr könnt den Titel also auf eure Wunschliste setzen, um den Algorithmus – und Bradley den Dachs – glücklich zu machen.
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