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Seite 2: Call of Duty: Advanced Warfare - Fazit zu den Multiplayer-Neuerungen

Die Maps

Die 14 Karten (mit Season-Pass) spielen sich allesamt unterschiedlich und sind kleiner als noch bei Ghosts, was Campern das Leben sichtlich erschwert. Durch das Zukunftsszenario gestalten sich die Maps allerdings weniger organisch. Ähnlich wie bei Black Ops 2 sind die Karten deshalb keine Hingucker, aber durch ihre klaren Linien spielerisch sehr gut designt. Alle Maps erlauben mehrere Taktiken und Laufwege, die auf unterschiedliche Waffen und Spielstile ausgelegt sind - so muss es sein.

Call of Duty: Advanced Warfare - Live-Stream #1: Multiplayer 44:55 Call of Duty: Advanced Warfare - Live-Stream #1: Multiplayer

Die Performance ist hingegen auf manchen Karten wie Defender und Instinct katastrophal. Dort kommt es gerade zu Partiebeginn häufig zu Rucklern, was unangenehm an das erste Black Ops erinnert.

Fazit: Das Mapdesign ist voll auf Spielbarkeit ausgelegt, es fehlt aber an echten Hinguckern. Das ist aber egal, denn im Multiplayer zählt langfristig nur das Gameplay. Die Performance mancher Karten ist allerdings inakzeptabel, Ruckler sind auf bestimmten Maps an der Tagesordnung.

Die Spielmodi

Bei den Spielmodi hat sich nicht viel getan: Zurück ist Search and Destroy, das in Ghosts anfangs fehlte. Neu dabei sind Uplink und Momentum. In Uplink müssen Spieler einen neutralen »Satelliten« von der Größe eines Fußballs einsammeln und ihn in die Abwurfzone des Gegnerteams werfen. Der Träger kann dabei keine Waffe nutzen, allerdings die Kugel zu einem Mit- oder Gegenspieler werfen. Das kennen Shooter-Veteranen von Bombing Run aus Unreal Tournament 2003 und tatsächlich macht der Modus dank der Exo-Sprüngen auch genauso viel Spaß wie im Vorbild.

Momentum ist dagegen eine Kopie von War aus Call of Duty: World at War. Hier gibt es fünf Flaggenpunkte in einer Linie. Zu Partiebeginn ist nur der Punkt in der Mitte einnehmbar. Das Team, das den Punkt zuerst eingenommen hat, darf vorrücken - die Runde ist vorbei, wenn der letzte Punkt eines Teams übernommen wurde. Die Runden können dabei hin und her wiegen oder in nur wenigen Augenblicken vorbei sein - sehr spannend und eine gute Ergänzung.

Uplink... In Uplink spielen wir das aus UT 2003 bekannte Bombing Run: Wir müssen eine Kugel in der Kartenmitte einsammeln und sie in die gegnerische Zone bringen, sind als Träger ohne Waffe aber auf unsere Kameraden angewiesen.

... und score! Punktet ein Team, leuchtet die Zielzone gut sichtbar auf, der Spielball erscheint wieder in der Kartenmitte - die Partien sind extrem flott und extrem spaßig.

Momentum... Momentum ist War aus Call of Duty 5: World at War: es gibt fünf Flaggenpunkte, die nach und nach erobert werden wollen. Wie beim Tauziehen geht es hin und her.

... und Absturz Naja, oder es gibt kein Tauziehen: der miese Netcode hat unsere Gegenspieler und unser halbes Team aus der Runde geworfen und wenige Sekunden später ist das Spiel abgestürzt - Advanced Warfare kämpft mit Bugs, und das nicht zu knapp.

Wirklich schwach ist nur die Ground-War-Spielliste. Hier handelt es sich um Team-Deathmatch, Domination und Kill Confirmed für neun Spieler pro Team statt der üblichen sechs. Sledgehammer hat allerdings schlicht vergessen, die benötigten Punkte für den Sieg deutlich nach oben zu schrauben. Deshalb sind die Runden nach viel zu kurzer Zeit vorbei.

Noch ein paar Worte zum Koop: Der für Call of Duty typische Modus darf auch in Advanced Warfare nicht fehlen. Hier heißt die Variante Exo-Survival. Mit drei Mitspielern kämpfen wir gegen immer stärker werdende Gegnerwellen, was durchaus für Spaß sorgt. Der story-getriebene, tolle Extinction-Modus von Ghosts oder die Zombie-Level von Black Ops 2 haben hier dennoch die Nase vorn und liefern einiges mehr an Spielspaß und Langzeitmotivation. Immerhin gibt es nach der letzten Gegnerwelle auf der Karte Riot ein paar Zombies als kleinen Bonus für das Durchspielen des Exo-Survival-Modus. Ein richtiger Zombie-Modus soll aber erst in einem der kommenden DLCs folgen.

Fazit: Besser gut geklaut als schlecht selbst gemacht - das war wohl die Devise hinter Momentum und Uplink. Beide Spielmodi sind exakte Kopien von War aus CoD: World at War beziehungsweise Bombing Run aus UT 2003, aber das macht nichts, solange der Spielspaß stimmt. Und der stimmt auf jeden Fall.

Versionen und technische Probleme

Zwischen den Versionen gibt es keine nennenswerten Unterschiede: Last-Gen, Current-Gen und PC unterschieden sich nur bei der grafischen Qualität, einzig die Ground-War-Playliste mit 18 statt zwölf Spielern fehlt auf Xbox 360 und PlayStation 3.

Extrem ärgerlich: Durchgängig dedizierte Server fehlen, auch wenn sie zuvor vom Entwickler angekündigt worden waren. So können wir mit etwas Glück auf einem der dedizierten Server landen, meistens spielen wir aber über Peer2Peer, da nichts frei ist. Die Peer2Peer-Lösung ist nicht zeitgemäß und sorgt für massive Probleme. Außerdem hat der Host mit einem Ping von Null einen signifikanten Vorteil. Hier haben die Konkurrenten Battlefield 4 und Titanfall ganz klar die Nase vorn.

Call of Duty: Advanced Warfare setzt teilweise wieder auf Peer2Peer und damit auf Lags, Verbindungsabbrüche und Rubberbanding. Wie sich unser Gegnerteam fühlt, wollen wir gar nicht wissen - die Pinganzeige verrät aber, dass Spielspaß wohl nicht gegeben ist.Call of Duty: Advanced Warfare setzt teilweise wieder auf Peer2Peer und damit auf Lags, Verbindungsabbrüche und Rubberbanding. Wie sich unser Gegnerteam fühlt, wollen wir gar nicht wissen - die Pinganzeige verrät aber, dass Spielspaß wohl nicht gegeben ist.

Laut einschlägigen Cheat-Anbietern ist die Peer2Peer-Lösung von Advanced Warfare zum großen Teil von Ghosts übernommen. Wallhacks, Trainer und andere Betrugsprogramme können mit nur wenig Aufwand an Advanced Warfare angepasst werden - ein Armutszeugnis, gerade in Anbetracht der Tatsache, dass die Ghosts-Server nach einiger Zeit von Cheatern nur so wimmelten.

Dazu sorgt eine fehlerhafte Lag-Kompensation dafür, dass klare Treffer vom Spiel nicht erkannt werden und Feinde so unverwundbar erscheinen. Eine Tatsache, die sich durch die Killcam wunderbar nachvollziehen lässt und uns regelmäßig zur Weißglut treibt.

Besonders die PC-Portierung sorgt momentan für einen Sturm der Entrüstung auf Seiten wie Reddit. Vor allem Besitzer von Grafikkarten von AMD leiden unter den bereits angesprochenen Performance-Problemen. Während wir auf einer R9 280X erst auf mittleren Details die maximal möglichen 90 Frames erreichen, kommt eine gleichwertige Geforce locker mit den Ultra-Einstellungen klar - das darf nicht sein und benötigt dringend einen Patch.

Darüber hinaus ist auch die Steuerung eher schlecht gelungen. So lässt sich die Mausbeschleunigung nicht abschalten, Tasten wie »Benutzen« sind mehrfach belegt. Wollen wir mitten im Gefecht unsere Granate fernzünden, finden wir uns stattdessen in der Steuerungsansicht unseres Geschütz-Scorestreaks wieder, und bis wir zurück sind, wurde unser virtuelles Ego längst von Kugeln durchsiebt.

In Black Ops 2 hat das Tracker-Visier ein extrem eingeschränktes Sichtfeld, um die Balance zu garantieren - in Advanced Warfare sehen wir unsere Umgebung hingegen perfekt, die Visierung hat schlicht keinen Nachteil.In Black Ops 2 hat das Tracker-Visier ein extrem eingeschränktes Sichtfeld, um die Balance zu garantieren - in Advanced Warfare sehen wir unsere Umgebung hingegen perfekt, die Visierung hat schlicht keinen Nachteil.

Dazu kommen noch kleinere Probleme wie die Tatsache, dass die doppelte Betätigung einer Richtungstaste den Dodge-Boost aktiviert und wir plötzlich aus der Deckung springen, obwohl wir uns eigentlich Zentimeter um Zentimeter zur Seite bewegen wollten. Abschaltbar ist das nicht.

Ein weiteres Problem ist uns noch aufgefallen: Bei der Belegung »Toggle Crouch« drücken wir nur einmal die Taste und bleiben geduckt, bei »Crouch« müssen wir die Taste dagegen gedrückt halten - je nach Vorliebe des Spielers. Eigentlich Shooter-Standard, nur dass beim gleichzeitigen Sprinten und des Drückens von »Crouch« unser Charakter auf den Knien über den Boden in Richtung Deckung rutscht - bei »Toggle Crouch« passiert schlicht nichts.

Fazit: Lags und Verbindungsprobleme stören den Spielspaß. Dedizierte Server waren versprochen, es gibt aber keine - ob noch welche kommen, steht in den Sternen. Der zu Ghosts fast identische Netcode macht Portierungen von Cheats sehr simpel. Apropos Portierung: Die PC-Version leidet an schlechter Optimierung und undurchdachter Steuerung. Auch hier muss Sledgehammer nachbessern.

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