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Fazit: Call of Duty: Black Ops 3 im Test - Volltreffer oder Fehlschuss, je nach PC

Fazit der Redaktion

Mirco Kämpfer: Über die Kampagne von Call-of-Duty-Spielen wird gerne gelästert, weil sie bereits zu Ende ist, bevor man die Chipstüte leer gefuttert hat. Black Ops 3 hat mich daher extrem überrascht - neun Stunden Kampagne und dann gleich zwei davon? Ich bin immer noch davon beeindruckt, wie Treyarch es geschafft hat, mit denselben Missionen eine komplett andere Geschichte zu erzählen. Das neue Bewegungssystem gewinnt zwar keinen Innovationspreis, vermittelt aber ein super Spielgefühl. Außerdem freue ich mich über den Splitscreenmodus, der heutzutage leider vom Aussterben bedroht ist. Solospieler haben nun jedenfalls keine Ausrede mehr, Black Ops 3 im Händlerregal stehen zu lassen, zumal die Core-Fähigkeiten sowie das Levelsystem einen hohen Wiederspielwert bieten.

Die Entwickler haben aber auch den an sich schon erstklassigen Multiplayer noch weiter verbessert. Am besten haben mir die neuen Helden gefallen, weil auch Gelegenheitsspieler und Einsteiger Glücksmomente erleben. Als Destiny-Spieler liebe ich es außerdem, als Orbit mit Pfeil und Bogen um mich zu schießen. Treyarch hat viele Elemente bei der Konkurrenz abgeguckt und gut in Black Ops 3 integriert. Der knallharte Zombiemodus ist mir persönlich zu happig, Hardcore-Fans und Strategen werden sich hingegen freuen. Somit ist für jeden etwas dabei. Ein rundum gelungenes Call-of-Duty-Erlebnis also – wenn da nicht die technischen Patzer wären.

Es ist wirklich schade, dass Treyarch die eigenen Ambitionen mit den Kinderkrankheiten der PC-Version torpediert. Hier muss nachgebessert werden. Ich bin im Test zwar zum Glück von größeren Problemen verschont geblieben, gleichzeitig kann ich aber den Ärger und Frust derjenigen nachvollziehen, die den Shooter (noch) nicht genießen ohne technische Probleme genießen können. Außerdem habe ich mir vom Dual-Monitor-Splitscreen mehr erwartet. Für ein so groß angekündigtes Feature ist die Umsetzung mehr als enttäuschend. Trotzdem: Wenn es reibungslos läuft, ist Black Ops 3 für mich das beste CoD seit Jahren, das im März 2016 mit Serverbrowser und Mod-Support sogar noch etwas besser werden dürfte.

Heiko Klinge: Mir ist klar, dass eine hohe Wertung für Black Ops 3 zumindest bei einem Teil der Gamer-Community eine ähnliche Wirkung hat, als würden wir Jar Jar Binks zum beliebtesten Star-Wars-Charakter küren. Und ja, Activision und die diversen Entwicklerstudios haben in den vergangenen Jahren durchaus viel dafür getan, dass der Ruf der auch in unserer Leserschaft einstmals so beliebten Shooter-Serie sukzessive in den Keller ging.

Aber es gibt nun mal keine Vorverurteilung. Sondern nur ein Spiel, das wir nach unseren Maßstäben so fair wie möglich zu bewerten haben. Und hier muss jeder Shooter-Fan objektiv anerkennen, was Treyarch mit Black Ops 3 für ein fettes Paket auf die Beine gestellt hat. Nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ. Die Kampagne ist nicht nur die bislang längste, sondern für mich auch beste der bisherigen Seriengeschichte. Und man muss angesichts der abwechslungsreichen Spielmodi und sinnvollen Verbesserungen kein Prophet sein, um sicher zu sein, dass Black Ops 3 in absehbarer Zukunft den direkten Vorgänger als beliebtestes Multiplayer-CoD ablösen wird.

Zumindest theoretisch. Wäre da nicht die Praxis, die Black Ops 3 auf vielen Rechnern zur Ruckelorgie macht. Mir will nicht in den Kopf, wie Treyarch den Start auf dem PC so versemmeln konnte. Müsste man da nicht noch härter abwerten, als »nur« 10 Punkte? Wir haben darüber disktuiert, uns aber letztlich dagegen entschieden. Denn Black Ops 3 ist kein Arkham Knight, auf rund der Hälfte unserer Testsysteme läuft es nämlich einwandfrei. Und dann ist es eben genau das Call of Duty, das sich PC-Shooter-Fans seit Jahren gewünscht haben. Bleibt zu hoffen, dass ein Patch die Macken schnellstmöglich ausbügelt. Dann gibt's auch den Award. Ganz ohne Vorverurteilung.

Johannes Rohe: In meiner Gamescom-Preview zu Black Ops 3 hatte ich eine große Sorge: Mit der Mischung aus komplexer Handlung und Koop-Gameplay könnte sich Treyarch voll zwischen die Stühle setzen. Im Spiel zu viert geht die Story nämlich gerne mal unter, so dass man am Ende gar nichts mehr versteht. Jetzt weiß ich: die Sorge war unbegründet - selbst wenn man alleine spielt, rafft man im neuen Call of Duty erstmal gar nichts. Das ist aber überhaupt nicht schlimm, denn so kann ich die Missionen sorgenfrei gemeinsam mit meinen Freunden angehen, losballern und Spaß haben. Anschließend erlebe ich die Aufträge nochmal alleine, sauge jedes Detail auf und setze mir das große Story-Puzzle nach und nach selbst zusammen. Chapeau, Treyarch.

Als PC-Spieler komme ich mir aber ziemlich veräppelt vor. Da bastelt Treyarch eines der größten und besten Call of Dutys seit Jahren (da kann ich mich den Kollegen nur anschließen) und dann hat die PC-Version massive Probleme mit dem aktuell wohl populärsten Prozessortyp. Fail. Ich gehöre zwar zu den Glücklichen, bei denen Black Ops 3 zuverlässig startet, Einbrüche der Framerate verhindern aber auch bei mir ein ungetrübtes Spielvergnügen.

Außerdem finde ich es reichlich komisch, dass mit dem Serverbrowser, der Software für dedizierte Server und den Mod-Tools wichtige Zusatzfeatures der PC-Version erst im März 2016 nachgeliefert werden und nicht schon zum Release bereitstehen. Vielleicht ist das aber auch ein Wink mit dem Zaunpfahl: Kauft Black Ops 3 erst im März 2016, dann ist es komplett und bis dahin sind auch alle technischen Probleme ausgemerzt.

Stefan Köhler: Black Ops 3 wird wie immer bei Call of Duty die Geister spalten, dieses Mal aber aus völlig abwegigen Gründen. Psychologisches Kammerspiel statt Weltkriegszirkus? Lange Kampagne statt Freitag-Abend-Häppchen? Völliger Verzicht auf amerikanischen Patriotismus? Sicherlich hätte niemand geglaubt, dass sich Call of Duty irgendwann mal so beschreiben lässt. Und obwohl ich die Kampagne durchgespielt habe und hier ein schlichtes Fazit abgeben soll: Ich kann es nicht. Dafür ist die Story zu vielschichtig, zu irre, zu wendungsreich. Was da Traum und Realität war, kann ich einfach nicht mit Sicherheit sagen. Wer sich für eine Thematik zwischen Inception und Ghost in the Shell begeistern kann, wird mit Black Ops 3 viel Zeit verbringen - glücklicherweise ist der Einzelspieler eh auf Wiederspielbarkeit ausgelegt. Und die Nightmare-Kampagne sorgt im Anschluss dafür, dass man wirklich nicht mehr weiß, was hier eigentlich wirklich passiert.

Hier liegt aber auch das Problem: Der zwölfte Teil geht radikal andere Schritte als seine Vorgänger. Wer simples Popcorn-Actionkino mit klarer Linie erwartet, der wird wohl eher überfordert. Wer Call of Duty für bombastische Schlachten liebt, wird von Locations wie Singapur, Kairo und Zürich enttäuscht sein. Da sind die Zerstörungsorgien von Ghosts (Weltraum!) und Advanced Warfare (Golden Gate Bridge!) ganz andere Kaliber. Und auch die Entscheidung, die eng verwobenen Geschichten von Black Ops 1 und 2 einfach wegzuwischen und praktisch keine Rückbezüge zu liefern, wird nicht jedem Veteran gefallen.

Und schade, dass die PC-Version technisch hakt. Zwar besitze ich keine Intel i5 oder i7 und kann den Shooter daher ohne Probleme spielen. Das sich die Besitzer der weit verbreiteten CPUs aber lautstark beschweren ist mehr als verständlich. Der Splitscreen über zwei Monitore ist nicht so cool wie gedacht und die wirklichen spannenden Features kommen erst im März. Jetzt müssen die PC-Entwickler Treyarch ranklotzen, ordentlich nachpatchen und die gegebenen Versprechen einlösen. Dann sehen wir uns beim Nachtest im März.

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