Call of Duty ist gescheitert. Natürlich nicht finanziell, denn Modern Warfare 2 und 3 haben in den vergangenen zwei Jahren einen Verkaufsrekord nach dem anderen gebrochen; alleine die gigantische Mikrotransaktions-Maschinerie druckt quasi unentwegt Geld.
Außerdem gibt’s noch die 30 Euro teuren BlackCell Battle Passes, die zum Start jeder neuen Saison in den Steam Topsellern landen. Hey, Activision kann selbst schlecht kopierte Teletubby-Skins auf den Markt schleudern und das Zeug geht weg wie warme Semmeln. Und nein, das ist kein Scherz.
Auch bei seinen Spielerzahlen ist Call of Duty nicht gescheitert. Jetzt in diesem Moment zocken alleine auf Steam immer noch 100.000 Leute gleichzeitig Modern Warfare 3 beziehungsweise Warzone – daran ändern auch die vernichtenden Steam Reviews nichts.
Aber nun … die vernichtenden Steam Reviews: Activisions großer Plan von einem reibungslosen Call of Duty HQ, einer Plattform, auf der sich jedes neue CoD zu einem einzigen gigantischen Service Game zusammenfügt, dieser Plan scheint gescheitert.
In Modern Warfare 3 besitze ich auf dem Papier über 150 Waffen, aber 120 davon kann ich auf den Sperrmüll werfen, weil das Balancing eine Katastrophe ist. MW3 fiel generell als Mischmasch aus DLC und Vollpreisspiel ziemlich durch, die lieblos zusammengestöpselte Kampagne lässt mich heute noch schreiend aufwachen.
Die große Reboot-Ära von Captain Price, Soap und Co., die 2019 mit Modern Warfare so vielversprechend begann, stolpert mittlerweile ächzend von einer belanglosen The-Walking-Dead-Kooperation in die nächste. Viele Warzone-Influencer von einst widmen sich längst neuen Spielen, den Hype von 2020 konnte Warzone 2.0 trotz stabiler Spielerzahlen nie mehr erreichen.
Mit jedem Jahr wird es also pressierender: Call of Duty braucht wieder frischen, kreativen Wind.
Hallo, Black Ops 6.
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Black Ops 6: Das erste Gameplay zum neuen CoD ist da - neuer Trailer bestätigt endlich das Setting
Call of Duty: Black Ops 6 stellt sich 2024 der strammen Herausforderung, sich auf diesem rutschigen Berg aus Sand irgendwie stabil zu positionieren. Deshalb verkünden auch die Devs hier in Los Angeles im Studio von Treyarch stolz: Wir machen das Call of Duty der Zukunft!
Und dieses Call of Duty der Zukunft trifft einige sehr, sehr smarte Entscheidungen.
Worum geht’s in der Kampagne von Black Ops 6?
Mein Kollege und Shooter-Experte Phil Elsner skandiert seit Wochen in der Redaktion: Wenn jemand die CoD-Kampagnen retten kann, dann Treyarch beziehungsweise Raven Software. Mit Black Ops Cold War hat das Studio-Duo 2021 eine der besten CoD-Kampagnen aller Zeiten hervorgebracht. Eine fesselnde Spionagestory mitten im Kalten Krieg der 1980er, voller Wendungen, Entscheidungen, mit unterschiedlichen Enden, dubiosen Doppelagenten und, und, und.
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