Seit Jahren zieht Activision die Monetarisierungs-Schlinge bei Call of Duty immer weiter zu. Die Ingame-Shops gehen kurioserweise immer erst nach dem Review- und Launch-Zeitraum eines neuen CoD online, doch dafür geht's dann richtig rund: Mittlerweile kosten Skin-Pakete locker über 30 Euro, CoD und Warzone werden bombardiert mit Kollaborationen, Events, Bundles und Co.
Der neueste Trick der Stunde: Ingame-Werbung. Damit hat ja auch EA über die Jahre immer mal in seinen Sportspielen experimentiert, jetzt bekommt ihr auch in Black Ops 6 Werbung für die eigenen Skin- und Shop-Bundles, wenn ihr eure Waffe neu ausrüsten wollt. Und wie zu erwarten, findet die Community das richtig klasse ...
Ingame-Werbung in Call of Duty
Seit Tagen brennt auf Reddit die Bude, weil Leute in CoD jetzt Bundles angezeigt bekommen, wenn sie ihr Loadout beziehungsweise ihre Waffe wechseln wollen. Die Threads sehen so aus:
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Oder so:
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Die Kommentare blasen alle ins gleiche Rohr. Hier ein paar repräsentative Beispiele:
Warte nur ab, bis sie Popups für Bundles einbauen, während du das eigentliche Spiel spielst.
–Longjumping-Citron52Wer das Bundle kaufen will, geht in den Shop und kauft es. An der Stelle bringt es doch keinen Mehrwert, es nervt einfach nur
– SentientGopro115935Es ist wirklich jedes Mittel recht, die Leute dazu zu bringen, noch mehr Geld auszugeben
– RikenzuIch hätte noch nicht mal ein Problem damit, wenn sie das in Warzone als Free2Play-Spiel einbauen, aber ins reguläre CoD für 80 Dollar? F*** off.
– Justice4Billy
2:54
Warzone wie früher: Der Trailer zum Verdansk-Comeback knackt 20 Millionen Views an einem Tag
Eigentlich schade, denn mit dem Start der letzten Season 3 gewann Call of Duty eigentlich viele Leute zurück: Dass wir wieder Verdansk spielen können wie 2020 mit der gleichen Map, den gleichen Operatoren, dem gleichen Waffengefühl – all das kam extrem gut an.
Doch seit Season 3 Reloaded brandet wieder viel Kritik auf, die sich jetzt in Season 4 fortsetzt. Longjumping-Citorn52 fasst es so zusammen:
Ich glaube, dass Season 3 ein Notfallprotokoll war, das die Fans von Warzone zurückbringen sollte. Jetzt, wo es ein solcher Erfolg ist, und sie wieder die Aufmerksamkeit der Leute haben, konnten sie den Drang nicht bekämpfen, die Mikrotransaktionen zu vervierfachen.
In den eigentlichen Spielerzahlen schlägt sich die Kritik kaum nieder. Ja, den gigantischen Höchststand zur Rückkehr von Verdansk Anfang April 2025 konnte das Spiel nie wieder erreichen, doch wir reden hier von einer Differenz von nur 30.000 bis 40.000 Leuten. CoD erreicht immer noch 100.000 gleichzeitig aktive Spielerinnen und Spieler pro Tag.
Eine echte Kehrwende werden wir wohl nur erleben, wenn die Einnahmen durch Mikrotransaktionen zurückgehen. Und wenn man sich all die Seth Rogans, Terminatoren und Ninja Turtles in den Lobbys so anschaut, dann sieht es aktuell nicht danach aus, als ob das in naher Zukunft passieren würde.
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