50% aufs erste Jahr – nur für kurze Zeit!

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Call of Duty: Black Ops 7 spielt sich klasse, aber das ist einfach nicht mehr genug

Nicht mal ein Jahr nach dem Vorgänger steht Call of Duty: Black Ops 7 in den Startlöchern. Und unser Gameplay-Fazit zeigt: Genau das ist das Problem.

Hier der neue Hauptcharakter aus Call of Duty: Black Ops 7. Links daneben Milo Ventimiglia. Hier der neue Hauptcharakter aus Call of Duty: Black Ops 7. Links daneben Milo Ventimiglia.

Das neue Call of Duty: Black Ops 7 macht einen Heidenspaß. Während der Beta habe ich mir das gesamte Wochenende um die Ohren geballert, die fünf neuen Beta-Maps ausgiebig getestet, allen möglichen Kladderadatsch freigeschaltet – und falls ihr wie ich im Vorfeld gestöhnt habt, dass CoD jetzt wieder zu dem ganzen Sci-Fi-Bumms mit Wallruns und Co. zurückkehrt, dann kann ich euch entschieden entwarnen: Die neuen Walljumps sind eine tolle Erweiterung, die das ohnehin schon herausragende Movement von Black Ops 6 weiter verfeinern, ohne dessen Spielgefühl umzukrempeln.

Wenn ich über die Multiplayer-Flure sprinte, muss ich jetzt nämlich dynamisch entscheiden, ob ich gegen die Wand hüpfe und mich von ihr abstoße, um beispielsweise hohe Vorsprünge und Balkone zu erreichen und Camper zu überraschen. Walljumps eignen sich auch hervorragend, den Rhythmus der Gegner zu stören, die mit so abrupten Bewegungen nicht rechnen, ihren Lauf verreißen und prompt von mir eingeschenkt bekommen.

Abseits davon bleibt CoD ... eben CoD. Und das ist das Problem.

Dimitry Halley
Dimitry Halley

Dimi hat sich in den letzten fünf Jahren eigentlich konstant im Grind-Hamsterrad von Call of Duty verloren, weil er trotz all der Kritik da draußen sehr, sehr viel Spaß mit Modern Warfare und Black Ops hat. Besonders mit Kumpels an seiner Seite machen entspannte Feierabend-Matches in Call of Duty einfach Laune. Nur braucht es allmählich mehr als dass, denn die Konkurrenz ist in den vergangenen zwölf Monaten enorm gewachsen. Battlefield 6 und Marvel Rivals buhlen um seine und eure Aufmerksamkeit.

Was bietet Black Ops 7?

Black Ops 7 spielt anders als der direkte Vorgänger wieder in der nahen Zukunft, ihr schlüpft wie in Black Ops 2 in die Schuhe von David Mason (dem Sohn von Alex Mason aus dem allerersten Teil) und im Multiplayer macht sich das vor allem an Maps und Knarren bemerkbar.

Alleine in der aktuelle Beta stecken schon 15 Waffen, die für mich zu den größten Highlights des neuen CoD gehören. Klar, am Ende reden wir da auch wieder nur von leicht sci-fi-mäßig abgewandelten Varianten von Sturmgewehr, Shotty und Co., aber nach so vielen Modern-Military-CoDs und endlosem Camo-Grind mit M4, MP5 und Konsorten bin ich einfach wieder froh um ein bisschen Abwechslung.

Video starten 2:40 »Ich hab genau das Spiel schon vor 12 Jahren gekauft« - Die Multiplayer-Premiere von CoD Black Ops 7 überzeugt Fans nicht

Darüber hinaus gibt's neue Gadgets, die jetzt im Vorfeld natürlich groß angepriesen werden, aber im eigentlichen Spiel wahrscheinlich keinen Unterschied machen werden. Beispielsweise so ein aufstellbarer Drohnenwerfer, der Explosivdrohnen über die Map schickt.

Und das Netz regt sich aktuell über den neuen Sniper-Killstreak auf, der mir so eine starke Wumme in die Hand drückt, dass ich damit durch sämtliche Wände Leute wegballere. Aber mei, überstarke Killstreaks gibt's in CoD seit eh und je.

Außerdem lassen sich bestimmte Streaks jetzt overclocken und ... ach, es ist mühsam, das alles aufzuzählen, denn am Ende des Tages fühlen sich die neuen Gadgets und Systeme an wie dieses Atomkraftwerk, mit dem Homer Simpson in der legendären Frank-Grimes-Folge beim Kinderwettbewerb gewinnt. Es sieht genau aus wie das alte, aber mit Streifen:

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Aber immerhin gibt's einen Scorestreak, mit dem ihr einen Roboter-Hund auf die Map ruft und diesen Hund nennt das Spiel unironisch D.A.W.G. – damit ist jede GameStar-Wertung unterhalb des Gold-Awards eigentlich schon ausgeschlossen.

Schwachpunkt Mapdesign

Bei den fünf aktuellen Maps sieht's etwas düsterer aus, denn die hängen mir schon nach einem Wochenende zum Hals raus. Das liegt nicht nur an der sterilen Cyberpunk-Ästhetik ohne jeden Charme, sondern vor allem am lahmen Mapdesign.

Die Devs haben schon im Vorfeld beteuert, dass sie sich diesmal besonders strikt an das Three-Lane-Prinzip halten und das merkt man eben: Jede Map fühlt sich gleich an, vertikaler Spielraum wie in den Vorgängern fehlt fast komplett.

Klar, aus Balancing-Perspektive funktionieren drei Lanes wie eh und je, aber die Karten von Black Ops 7 fühlen sich ein bisschen an wie der 2-Euro-Cheeseburger nachts bei McDonald's. Macht satt, schmeckt irgendwie auch, aber du weißt, dass du gerade selbst für McDonald's-Verhältnisse zum Billo-Fast-Food greifst.

Black Ops 7 hat zwar ein Sci-Fi-Setting, fühlt sich aber deutlich geerdeter an als beispielsweise Black Ops 3. Black Ops 7 hat zwar ein Sci-Fi-Setting, fühlt sich aber deutlich geerdeter an als beispielsweise Black Ops 3.

Ihr lauft also immer wieder die gleichen Flure entlang, variiert mal links, mal rechts, mal mittig und hofft, dass ihr den Gegner rasiert, bevor er euch rasiert. Wie gesagt: Die neuen Walljumps sorgen zumindest für ein bisschen Variation, weil ich immer wieder kleine Vorsprünge erreichen oder über Abgründe zwischen den Lanes springen kann, aber die Karten von Black Ops 7 benötigen deutlich mehr spielerische Vielfalt.

Und das macht Spaß?

Und nach diesen ganzen Ausführungen fragt ihr euch vielleicht zurecht: Warum schreibt Dimi denn in der Einleitung, dass er einen Heidenspaß mit einem CoD hat, an dem es so viel zu kritisieren gibt?

Die Antwort ist simpel: Weil der eigentliche Gameplay-Loop von Call of Duty einfach immer noch hervorragend funktioniert. Wenn ich einen Tempo-Shooter zum Kopfabschalten suche, der mir in 10 Minuten pro Runde ein paar coole Actioneinlagen serviert, dann bietet Black Ops 7 genau das. Die Fights sind intensiv, rasant, die Waffen haben Wumms, Headshots fühlen sich an, wie sich Headshots anfühlen sollen und so weiter.

Ihr könnt weder Waffen, noch Operatoren aus Black Ops 6 in die Fortsetzung übertragen. Activision reagiert hier auf das Feedback der Fans. Ihr könnt weder Waffen, noch Operatoren aus Black Ops 6 in die Fortsetzung übertragen. Activision reagiert hier auf das Feedback der Fans.

Nur ist das langsam einfach nicht mehr genug. Ich habe in den letzten Jahren Hunderte Stunden in Call of Duty versenkt, um jede Tarnung zu ergrinden und im Ranked-Multiplayer mein Alter zu spüren. Und so alt der Joke von Haha, CoD ist jedes Jahr gleich auch sein mag, er hat sich noch nie so wahr angefühlt wie aktuell.

Call of Duty vs. Battlefield

2022 hatten wir Modern Warfare 2, im Jahr drauf das Quasi-Addon Modern Warfare 3, dann Black Ops 6, jetzt wieder ein Quasi-Addon mit Black Ops 7 – und in jedem dieser neuen CoDs konntest du die inkrementellen Änderungen mit der Lupe suchen.

Klar, im Skin-Shop und bei der Preisentwicklung der Mikrotransaktionen sehen wir große Sprünge ... leider ..., aber abseits davon fühlen sich CoD-Matches jetzt seit mindestens drei Jahren absolut gleichförmig an.

Vergleichst du das mit derzeitigen Multiplayer-Platzhirschen wie Marvel Rivals oder sehr wahrscheinlich auch Battlefield 6, dann erklärt sich eben, warum so viele Leute abwandern. Dort steckt die echte Match-Dynamik, dort stecken die Multiplayer-Geschichten, an die man sich noch Jahre später erinnert, dort finde ich Innovationen und Ingame-Monetarisierungen, die meinen Geldbeutel respektieren.

Ich werde das neue Call of Duty nach Release spielen, weil ich prinzipiell viel Spaß mit Black Ops 7 habe. Eben genau wie mit den CoDs der letzten Jahre. Nur bleibe ich sehr skeptisch, ob sich das Ding bei mir und auch bei anderen gegen Battlefield und Co. durchsetzen kann.

2027 soll mit Modern Warfare 4 allen Gerüchten zu Folge der nächste wirklich große Schritt nach vorne erfolgen. Und den hat Call of Duty auch dringend nötig.

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