Die Reform von Call of Duty: Microsoft-Deal ist die riesige Chance

Meinung: CoD könnte sich unter dem Xbox-Banner so verändern, dass am Ende alle gewinnen, glaubt Phil Elsner.

von Philipp Elsner,
23.01.2022 13:13 Uhr

Sobald der wohl größte Deal der Videospielgeschichte über die Bühne ist, wird Call of Duty zu Microsoft gehören. Und ich sehe das als einzigartige Chance für die Shooter-Marke, endlich die Ketten des alljährlichen Release-Zyklus abzuschütteln!

Entsprechende Bestrebungen gibt es bereits: Wie Bloomberg berichtet, sei eine Abkehr vom 12-monatigen Release-Plan bei hochrangigen Führungskräften von Activision aktuell im Gespräch, heißt es aus Fachkreisen. Dieser Schritt wäre nicht nur logisch, sondern auch die große Chance, die ausgetretenen Pfade zu verlassen.

Ob Activision-Blizzard wirklich die fast 70 Milliarden Dollar wert sind und welcher Plan hinter der Übernahme steht, ist übrigens Thema in unserem Podcast:

Microsofts Activision-Kauf ist Glücksspiel!   84     25

Podcast Folge 140

Microsofts Activision-Kauf ist Glücksspiel!

Während Activision-Blizzard sozusagen mit Call of Duty von der Hand in den Mund lebte, ist Microsoft nicht auf einen CoD-Release jedes Jahr angewiesen. Vor der Übernahme musste alle 12 Monate ein Serienteil kommen – und zwar auf Biegen und Brechen: Was, der neue Teil ist noch nicht soweit? Egal, für Konzernbilanz und Investoren gibt es keine Alternative! Dann lieber Content rausschneiden, Überstunden anordnen oder ein anderes Studio mit draufwerfen, Hauptsache CoD kommt zum Weihnachtsgeschäft in die Läden.

Der Autor: Phil ist Newsroom-Leiter und Shooter-Experte bei GameStar.de und hat mit MW 2019 wieder zu Call of Duty zurückgefunden. Seitdem spielt er jeden neuen Teil ausgiebig, aber schon setzt langsam wieder die CoD-Müdigkeit ein, die ihn einst von der Serie entfremdet hatte. Für ihn braucht die Serie einfach mehr Mut – auch wenn das garantiert die lautstarken CoD-Puristen auf Social Media auf die Barrikaden treiben wird. Aber die Konkurrenz schläft eben nicht und längst dominieren mit Rainbow Six: Siege, Hunt Showdown oder Apex Legends neue Konzepte den Shooter-Markt. Für CoD unter dem Microsoft-Banner wünscht sich Phil deshalb vor allem, dass man die Entwickler endlich mal von der kurzen Leine lässt, die Activision so viele Jahre fest in der Hand hielt.

Microsoft dagegen hat tonnenweise Alternativen und kann mit dutzenden anderen Spielen jonglieren und den Markt sättigen. Ein Jahr ohne Call of Duty wäre sicher keine Katastrophe für Microsofts dicken Geldbeutel! Zumal sich ohnehin abzeichnet, dass die CoD-Produktion auf Pump langfristig nicht funktionieren wird: Black Ops: Cold War verkaufte sich laut Medienberichten bereits deutlich langsamer als Modern Warfare 2019 und CoD Vanguard blieb im Jahr darauf nochmal deutlich hinter Cold War zurück. Klar, wir reden hier immer noch von Milliardenbeträgen. Aber unter Microsoft wäre es endlich möglich, diesen Negativtrend umzukehren.

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