Mit dem 21. Film der Agenten-Reihe musste sich James Bond neu erfinden. Daniel Craigs 007 war härter und kompromissloser, aber auch menschlicher und verletzlicher als jemals zuvor. Das wurde vor allem in der legendären Folterszene von Casino Royale offensichtlich, in der Bond von seinem großen Widersacher die Eier massiert
bekommt. (Schaut nicht so, das ist ein Filmzitat!)
So eine Bond-Szene hat es vorher noch nie gegeben
Falls ihr euch nicht erinnert: In Casino Royale legt sich 007 (Daniel Craig) mit dem Schurken Le Chiffre (Mads Mikkelsen) an, der als Banker für die kriminelle Unterwelt fungiert und selbst sogar internationalen Terrorismus finanziert. Zuerst duellieren sich Bond und Le Chiffre am Pokertisch, ihre Konfrontation erreicht später aber in einer Folterkammer ihren Höhepunkt.
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Craig und Mikkelsen wollten noch weiter gehen
Dabei ist ein nackter und an einen Stuhl gefesselter Bond seinem Widersacher hilflos ausgeliefert, der immer wieder einen dicken Seilknoten in die Weichteile des Doppelnull-Agenten schwingt. Wäre es nach Craig und Mikkelsen gegangen, hätte die Szene sogar noch härter ausfallen können.
Das verriet Mads Mikkelsen 2021 in einem Interview mit Vulture. Dem Schauspieler zufolge, der mittlerweile sogar Teil von Star Wars und dem Marvel Cinematic Universe ist, musste von Regisseur Martin Campbell regelrecht zurückgepfiffen werden. Mikkelsen erklärt:
Wir haben Bond noch nie nackt und noch nie so verwundbar gesehen. Und dann gibt es natürlich so einige unterschwellige Andeutungen mit dem Seil. Wir [Craig und ich] haben darüber diskutiert, wie wir [an die Szene] herangehen und haben uns immer weiter zu etwas hochgeschaukelt, das richtig brutal und verrückt gewesen wäre. Eine Idee war, dass ich ihn aufschneide und er darunter eine Weile zu leiden hat. An irgendeinem Punkt hat unser Regisseur Martin Campbell nur noch gelächelt und gemeint: Jungs, kommt zurück an den Tisch. Das ist ein Bond-Film. So weit können wir nicht gehen.
Obwohl Casino Royale ein härterer, düsterer und realistischerer Bond-Film wurde, sollte der noch immer ein breites Publikum erreichen. Deswegen dürfte es niemanden verwundern, dass Regisseur Martin Campbell gegen eine (noch) brutalere Folterszene war. In Deutschland war Casino Royale sogar ab 12 Jahren freigegeben.
Die Suche nach Daniel Craigs Nachfolger
Übrigens hat sich Daniel Craig mit dem 25. Bond-Film Keine Zeit zu sterben von 2021 von seiner Rolle als britischer Geheimagent verabschiedet. Wer nach ihm in den Smoking schlüpft, sich mit einer Walther PPK bewaffnet und im Namen der britischen Regierung die Welt rettet, ist aktuell nicht bekannt.
Angeblich gilt Aaron Taylor-Johnson (Kick-Ass, Bullet Train, Avengers: Age of Ultron) als möglicher Favorit für den neuen James Bond. Ob an den Gerüchten etwas dran ist, muss sich erst mit der Zeit zeigen. Mehr zum Thema erfahrt ihr erfahrt ihr im Video unseres Kollegen Marco Risch von Nerdkultur:
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Wie gut hat euch Daniel Craig als James Bond gefallen? Welcher Darsteller und welcher Film ist euer Liebling der 007-Reihe? Welchen Schauspieler würdet ihr gerne als Nächstes in der Rolle des Doppelnull-Agenten sehen? Und was haltet ihr von Craigs, Mikkelsens und Campbells Debatte um die Folterszene aus Casino Royale? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!
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