Batman, Star Wars, One Piece: Wenn man Fan von etwas ist, dann weisen euch eure Freunde und Familie automatisch darauf hin, wenn sie coolen Merch entdeckt haben (oder Mutti schenkt euch gleich Darth Vader-Socken). Ziemlich praktisch.
So ging es mir vor wenigen Wochen, als mich eine Freundin auf die goldene Teleschnecke aus One Piece aufmerksam machte, die Casetify in Zusammenarbeit mit dem Manga im Shop anbietet. In Wirklichkeit ist es ein Gehäuse für das Case der Apple AirPods.
Und warum denn auch nicht?
Mein weißes Case liegt zu 90 Prozent sowieso auf dem Schreibtisch, warum keine Zierde daraus machen? Außerdem spielt die Schnecke in meinem liebsten Teil der Geschichte eine tragende Rolle, da war der Kauf ein No-Brainer für mich.
Verpackung, die ihresgleichen sucht
68 Euro weniger und zwei Wochen später kam das Paket mit der Schnecke bei mir an - und ich war von der Aufmachung begeistert!
Geliefert wird die Schnecke nämlich wie ein hochgefährliches Gut. Das passt zum Kontext, denn in der Geschichte kann man als hochrangiges Mitglied der Marine mit dem goldenen Weichtier einen sogenannten Buster Call aktivieren, um mehrere Kriegsschiffe zu rufen, die eine ganze Insel versenken.
Die schwarze Kiste ist aus dicker, mehrfach geschichteter Pappe, deren Seiten ineinander gesteckt wurden, was für Verpackungsmaterial echt in Ordnung ist. Für mich ein Bonus, denn das macht sich im Bücherregal echt gut
Optisch ein Hingucker
Erst die guten Eigenschaften und da lasse ich am besten Bilder sprechen:
Auf jemanden, der One Piece nicht kennt, mag diese Schnecke profan wirken, aber als Fan kennt man die Details. Optisch macht das Case echt was her, es sieht aus wie aus dem Manga oder Anime entsprungen.
Kleinlicher Nörgler: Leider kann man den Knopf auf dem Schneckenhaus nicht reindrücken, aber es ist ja nicht jeden Tag Sonntag (und der geneigte One Piece-Fan weiß: Da kommt immer eine neue Folge des Anime).
Meine Apple AirPods Pro 2 (das Gehäuse gibt es noch für die erste Iteration der Pro) passen wunderbar ins Schneckenhäuschen. Kein Spalt bleibt übrig, jede Nut sitzt wo sie soll, hervorragend. Zukunfts-Maxe wird sich freuen, wenn er das Case aus der Schnecke holen muss, denn bisher habe ich noch nicht herausgefunden, wie das geht.
Was Oda-sensei wohl dazu sagen würde? Der Mangaka hat übrigens ChatGPT gefragt, was die KI aus seinem Manga machen würde.
Haptisch ein Reinfall
Ihr kennt das: Man freut sich auf etwas, alle Zeichen stehen auf Erfolg. Doch dann entpuppt sich der Topf am Ende des Regenbogens nicht als nicht aus Gold, sondern billigem Kunststoff.
Meine Mutter würde sagen Kurz vorm Klo in die Hose gemacht
und so habe ich mich gefühlt, als ich die goldene Teleschnecke aus ihrer tollen Kiste rausgeholt habe.
Schaut euch dieses Bild und ihr fühlt es sicher auch.
Das Merch lag so verheißungsvoll in seinem schwarzen Schaumstoffbett, funkelte mich gülden an wie das One Piece selbst, ich nehme es raus und …
… warte, das ist nur Kunststoff?
Der erste Eindruck zählt und der war bei mir billig. Ohne die Schnecke anzufassen, spürt man schon fast das kühle Metall auf der Haut - und dann ist es nur handwarmes Plastik, urgh.
Funktionstechnisch durchdacht?
Ja und nein. Man kann der Schnecke ihr Haus nehmen, um das Case im Case aufzuladen.
Super, wenn man die Kopfhörer nicht normalerweise über den Auflade-Puck der Apple Watch drahtlos lädt. Das geht mit dem dicken Plastik-Trumm nämlich nicht mehr und das frisst mich an. Style over Substance war noch nie mein Leitmotiv.
Zugegeben: Mit dem Gehäuse der In-Ears in der Muschel, wirkt das Schneckenhaus gar nicht so übel. Schön schwer und so. Man möchte fast ein Goldkettchen durch die Öse an der Seite fädeln und das Ding als Taschenuhr tragen. Die Blicke würde ich gerne Sehen.
Doch dann ist das goldene Gehäuse auch wieder zu groß für die Hosentasche, ärgerlich. Man möchte schließlich so wenig wie möglich mit sich herumtragen.
Ohne ihr Haus sieht sie Schnecke ganz schön nackt aus, aber immerhin prangt das Marine-Logo auf der Aussparung, nett
Fazit: War's das jetzt wert?
Maxe Schwind
Die Überschrift stimmt. Ich mag dieses Case und ich mag es gar nicht. Optisch ist es genau so, wie ich es mir vorgestellt habe, es sieht haargenau aus wie im Manga oder Anime.
Das Case passt millimetergenau ins Gehäuse, an der Verpackung werde ich als Dekoelement noch viel Spaß haben und ich schaue die goldene Teleschnecke auf meinem Schreibtisch einfach gerne an.
Wenn ich aber darüber nachdenke, was man hätte besser machen können, macht mich dieses kleine Tierchen sehr traurig.
Man bekommt das Ladecase nicht ohne Weiteres aus dem Schneckenhaus, die Verarbeitung ist leider einfach nur billiger Kunststoff und drahtlos laden kann ich auch nicht mehr. Das eliminiert dieses Merchandise für all diejenige, die ihre AirPods oft in der Hosentasche dabei haben.
Sollte es eine zweite Iteration geben, wünsche ich mir, dass zumindest das Gehäuse der AirPods einfach entnehmen kann. Das macht Laden und Mitnehmen um ein Vielfaches einfacher. Von einer hübschen Metallschnecke wage ich gar nicht zu träumen.
Die One-Piece-Netflix-Serie lief kürzlich an und zerschmettert den einen oder anderen Rekord. Unseren Test zu den Apple AirPods Pro 2 lest ihr hier.
Die goldene Teleschnecke von Castify ist ein auf und ab der Gefühle für mich gewesen. Seid ihr eigentlich anfällig für solches Merchandise? Wenn ja, von was? Was müsste es von eurem Lieblingsfranchise geben, damit ihr zuschlagt? Oder habt ihr euch mal etwas Schönes gegönnt? Ich würd’s gerne wissen, lasst gerne Kommentare da.
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