Nachdem das Indie-Studio Gaze in Games mit Hellmart einen Horror-Supermarkt-Simulator auf den Markt gebracht hat, ist der nächste logische Schritt offensichtlich: Ein niedliches Spiel mit Katzen muss her!
Das scheint auch bitter nötig zu sein, denn bereits nach drei Tagen ist Cat Parents auf über 100.000 Steam-Wunschlisten gelandet. Allerdings ist die Vergangenheit des Entwicklers nicht ganz unproblematisch.
»Das sind ... VIELE«
In einem Post an die Community verkünden die Entwickler die frohe Botschaft:
Wir wissen ehrlich gesagt gar nicht, wie wir das sagen sollen… 100.000 Wunschlisten in 3 Tagen?? Das sind… viele! Wir freuen uns riesig, dass so viele von euch unsere Werte, unsere Träume und unsere Liebe zu Katzen teilen.
Darum soll's in Cat Parents gehen: Auf dem Plan steht ein Simulator, in dem ihr verlassene Streunerkatzen rettet, sie aufpeppelt und ihnen ein neues Zuhause baut. Dafür macht ihr sie zunächst ausfindig und radelt auf eurem Fahrrad zu ihren Standorten. Verschiedene Tools sollen euch dabei helfen, die Katzen aus Brunnen oder von Bäumen zu bergen.
Nach ausgiebigen Waschgängen und einer gründlichen medizinischen Versorgung, zimmert ihr euren Schützlingen ein neues Dach über den Kopf, mit Kratzbäumen, Klettermöglichkeiten und Schlafplätzen.
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In Cat Parents rettet ihr Straßenkatzen und schenkt ihnen ein neues Zuhause - doch irgendetwas ist komisch am Trailer
Katzen gehen immer, aber ...
Wie bereits erwähnt, steckt hinter dem Spiel das Studio, das auch für Hellmart verantwortlich ist. In dem Supermarkt-Simulator bedient ihr bizarre Kunden, arbeitet an euren Verkaufszielen und verteidigt euch gegen Monster.
Für viele der Käufer ließ die Qualität des Spiels aber zu wünschen übrig und auch die zu kurze Spieldauer rechtfertige damit den Preis von knapp 15 Euro nicht. Der Trailer für Hellmart sah ähnlich produziert aus, wie der von Cat Parents. Dennoch steht Hellmart aktuell bei einer Wertung von immerhin 76 Prozent. Das kann ein anderes Spiel nicht von sich behaupten.
Zwar listet Gaze in Games nur zwei Spiele auf seiner Webseite, der Gründer des Studios, Oleg Gaze, hat mit dem Studio Clapperheads aber schon das Horrorspiel Zoochosis veröffentlicht. Auch dieses Spiel wurde den Erwartungen nicht gerecht, kam mit etlichen Bugs und schlechter Steuerung. Zoochosis wurde mit einer Gesamtwertung von 59 Prozent abgestraft und sein Trailer zeigte sich genauso cineastisch wie die anderen beiden Spiele.
Ist hier KI am Werk?
Ein weiterer Zweifel an Cat Parents macht sich aktuell im Community-Hub auf Steam breit. Viele User glauben, dass ihnen ein Spiel aufgetischt wird, dass großzügigen Gebrauch von generativer KI macht.
Ein User fragt sich, ob es überhaupt möglich ist, Spiele in dem Tempo zu veröffentlichen, ohne auf KI zurückzugreifen. Die Katzen im Trailer und auf den Screenshots sehen laut ihm unheimlich aus, wie man es von einem KI-Tool erwarten würden.
Auf der Steam-Seite von Cat Parents wird die Nutzung von generativer KI jedenfalls nicht eingeräumt und auch der Entwickler dementiert, dass im Spiel KI zum Einsatz gekommen ist.
Es könnte auch sein, dass lediglich der Trailer Gebrauch von künstlicher Intelligenz gemacht hat und diese im fertigen Spiel keine Rolle spielt. Oder es ist alles händisch kreiert worden. Was auch immer der Fall ist: Die Vergangenheit von Gaze in Games hat uns gelehrt, dass man die aufpolierten Trailer nicht unbedingt für bare Münze nehmen sollte.
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