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»Es ist unfair, Spieler beschweren sich zu Recht« - Entwickler hinter kontroverser CoD-Mechanik packt aus

Das Skill Based Matchmaking ist ein leidiges Thema, das über die Grenzen von Call of Duty hinaus eine Menge Service Games betrifft. Der Schöpfer dieses Features übt nun ebenfalls Kritik.

Wie sich Skill Based Matchmaking für manche Spieler anfühlt. (Symbolbild) Wie sich Skill Based Matchmaking für manche Spieler anfühlt. (Symbolbild)

Schon seit mehreren Jahren wird das Skill Based Matchmaking (kurz SBMM) von der Community kritisiert. Das System ist natürlich auch im neuesten Teil, Black Ops 6, zu finden, ist aber tatsächlich in seiner Grundform seit Infinite Warfare ein fester Bestandteil von CoD.

Den zugrunde liegenden Algorithmus hat damals Charlie Olson, als Entwickler bei Raven Software, geschrieben. Im Gespräch mit dem Branchen-Insider Tom Henderson verrät der ehemalige CoD-Entwickler, warum er das System heute für unfair hält.

SBMM ist notwendig, hat aber ein Problem

Im Interview stellt Olson klar, dass SBMM für die Langzeitbindung von Spielern bei Call of Duty und Titeln mit ähnlichem Live-Service-Konzept absolut nötig ist.

Er geht davon aus, dass ein Call of Duty, das komplett auf das System verzichtet, gut die Hälfte der Spieler verlieren würde. Olson stellt aber auch klar: »Aber, das bedeutet nicht, dass jeder einfach die Klappe halten und SBMM mögen sollte.«

Perfekt ist das System nämlich nicht, der Entwickler ist der Meinung, dass SBMM vor allem gute Spieler bestraft.

Das große Problem bei SBMM ist jedoch, dass man nicht mehr weiß, in welcher Liga man spielt. SBMM nimmt einem das Gefühl von Skill und Geschicklichkeit. Es gibt weniger Feedback zu den Fähigkeiten, die Statistiken sind nicht so wichtig, KD ist weniger etwas zum Angeben; es ist wirklich ein ernsthaftes Designproblem.

Spieler, die gut sind, werden nicht belohnt, sondern mit härteren Gegnern bestraft. »Es ist unfair, Spieler beschweren sich zu Recht«, erklärt Olson.

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Wie sieht die Lösung aus?

Olson denkt, dass Spieler beispielsweise mit mehr Erfahrungspunkten belohnt werden sollten, wenn sie besonders gut spielen. Zudem sollte mehr Transparenz herrschen.

In Modi außerhalb der Rangliste muss das zwar nicht bis ins kleinste Detail erfolgen, aber ein durchschnittliches Skill-Level der Lobby sollte angezeigt werden. Dazu kommt, dass Spieler laut Olson in der Lage sein sollten, ihr Matchmaking-Rating (MMR) stets einsehen zu können.

Diese Ideen versuchte er schon bei der Entwicklung von Modern Warfare (2019) einzubringen, blieb damit allerdings erfolglos.

Bis Juni 2024 war nicht mal klar gewesen, wie das Matchmaking im Detail funktioniert. Publisher Activision veröffentlichte ein Dokument, welches konkrete Informationen zu den Faktoren des SBMM enthielt und erstmals enthüllte, wie das System eigentlich arbeitet. Olson bestätigt übrigens die Richtigkeit der Angaben. Mehr dazu erfahrt ihr im Artikel oben in der Box.

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