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Seite 4: Computerspielesucht

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Süchtig! Was nun?

Sabine Grüsser-Sinopoli Sabine Grüsser-Sinopoli

GameStar: Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es gegen Computerspiel-Sucht?
Grüsser-Sinopoli: In der Behandlung „klassischer“ stoffgebundener Abhängigkeitserkrankungen wie dem Alkoholismus hat sich die (kognitive) Verhaltenstherapie als eine Form der Psychotherapie bewährt. Auch bei Computerspielsucht konnten bisher mit dieser Form der Psychotherapie gute Erfolge erzielt werden. Die Therapie fokussiert auf Sensibilisierung für das Problemverhalten (und seine Funktion), die Reduktion dieses Verhaltens und der Aneignung alternativer Stressverarbeitungsmöglichkeiten, so dass der Betroffene – auch in den alltäglichen belastenden Situationen – nicht mehr zum Computerspiel als Gefühlsregulator greifen muss. In unserer modernen Mediengesellschaft ist eine Computerabstinenz undenkbar, daher sollte ein kontrollierter medienkompetenter Umgang mit dem Computer (wieder) erlernt werden.

GameStar: An wen sollen sich Betroffene wenden?
Grüsser-Sinopoli: An örtliche Suchtberatungsstellen. Zunächst sollte geklärt werden, ob ein problematisches Computerspielverhalten objektiv vorliegt oder nicht, welcheStärken der Betroffene mitbringt, warum exzessiv gespielt wird, das heißt welche Funktionalität des Computerspielens zu vermuten ist und welche Einflussmöglichkeiten Erfolg versprechen.

Die Antwort auf diese Fragen sind wichtig, um eine Entscheidung treffen zu können, ob das Problem innerhalb der Familie und mit oder ohne professionelle Hilfe gelöst werden kann.

Die Fachexperten in den Beratungsstellen können dann die Betroffenen entsprechend weiter vermitteln.

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