Intel Core i9 10900K gegen AMD Ryzen 9 3900X: Benchmark-Ergebnisse geleakt

Gelingt Intel mit Comet Lake-S der Ryzen-3000-Konter? Ergebnisse aus 3DMark zeigen, wie sich Intels Zehn- gegen AMDs Zwölfkerner schlägt.

von Alexander Köpf,
03.03.2020 12:21 Uhr

Das Duell zwischen Intels Core i9 10900K und AMDs Ryzen 9 3900X fällt in 3DMark je nach Test unterschiedlich aus. Das Duell zwischen Intels Core i9 10900K und AMDs Ryzen 9 3900X fällt in 3DMark je nach Test unterschiedlich aus.

Update, 03. März: Es gibt neue Werte des Hardware-Leakers _rogame zu Intels kommenden CPU-Flaggschiff Core i9 10900K, diesmal in 3DMark Firestrike und mit einem Z490-Mainboard von ASrock (via Wccftech).

Sein Ergebnis von 28.940 Punkten im Physik-Test liegt sehr nahe an den 28.462 Punkten, die vor einigen Wochen bereits der Twitter-Nutzer Apsiak angegeben hatte (siehe den ursprünglichen Artikel unten).

Damit deutet weiterhin viel auf ein knappes Duell mit AMDs aktuellen Ryzen-3000-CPUs wie dem Ryzen 9 3900X hin. Der 10900K verfügt über zwei Kerne weniger als der 3900X (zehn statt zwölf), taktet dafür aber voraussichtlich höher.

Neben der Leistungsaufnahme wird auch der Preis ein weiterer wichtiger Faktor sein. Der 3900X liegt momentan bei etwa 460 Euro, während Intels aktuelles Top-Modell mit acht Kernen in Form des Core i9 9900K ab etwa 530 Euro zu haben ist.

Ursprünglicher Artikel, 05. Februar: Intels Comet Lake-S-Prozessoren scheinen immer näher zu rücken, denn zuletzt häuften sich die Leaks zu der Reihe Core-i-10000, so auch zum neuen Mainstream-Flaggschiff Core i9 10900K.

Zu dem Prozessor finden sich gleich mehrere aktuelle Einträge in der Benchmark-Datenbank von 3DMark.

Ryzen in Time Spy Extreme vorn

In 3DMark Time Spy Extreme stellt Twitter-Nutzer und Hardware-Leaker _rogame Core i9 10900K und Ryzen 9 3900X einander gegenüber.

Die Ryzen-CPU verfügt dabei über zwei Kerne und vier Threads mehr, der Intel-Prozessor taktet dafür höher und wurde auch mit etwas schnelleren RAM getestet.

Der Testaufbau:

  • Core i9 10900K: 10C/20T, 3,7/5,1 GHz, 4x16 GByte DDR4 @2.666 MHz
  • Ryzen 9 3900X: 12C/24T, 3,8/4,6 GHz, 4x8 GByte DDR4 @2.400 MHz

Im reinen CPU-Vergleich schlägt der 3900X den 10900K um 7,3 Prozent - 6.570 versus 6.124 Punkte. Auch was die durchschnittliche Frametime anbelangt - also wie lange es dauert, ein Bild (in dem Fall) via CPU zu berechnen - hat AMDs Zwölfkerner die Nase um 6,8 Prozent (53,3 ms gegen 57,1 ms) vorn.

Benchmark

Time Spy Extreme

avg. Frametime

Core i9 10900K

6.124 Punkte

57,1 Millisekunden

Ryzen 9 3900X

6.570 Punkte

53,3 Millisekunden

Fire Strike und Time Spy sprechen für die Intel-CPU

Die Ergebnisse in 3DMark Fire Strike und Time Spy fallen dagegen zugunsten des 10900K aus, wie der in Hardware-Kreisen bekannte Twitter-Nutzer Apsiak darlegt.

Benchmark

Fire Strike Physics

Time Spy CPU

Core i9 10900K

28.462 Punkte

13.142 Punkte

Ryzen 9 3900X

27.137 Punkte

12.624 Punkte

Zumindest in der Klasse bis 500 Euro (3900X rund 480 Euro, 10900K angeblich 495 US-Dollar) scheint der Kampf um die Leistungsspitze vorerst nicht entschieden. Ein Zünglein an der Waage könnte der Energiebedarf sein.

Faktor Verlustleistung

AMD gibt für den Ryzen 9 3900X eine Leistungsaufnahme (TDP) von 105 Watt an. Insgesamt gelten die Ryzen 3000-Prozessoren dank der 7-nm-Fertigung als sehr energieeffizient.

Anders dürfte das beim Core i9 10900K mit einer TDP von 125 Watt aussehen. Ebenso wie sein Vorgänger Core i9 9900K(S) (95/125 Watt TDP) wird auch er im betagten 14-nm-Verfahren gefertigt und taktet dabei sogar etwas höher. Daher ist anzunehmen, dass auch Energiebedarf und Abwärme steigen.

Bis zu 5,3 GHz soll der Core i9 10900K in der Spitze liefern - auf einem Kern. (Bildquelle: Informatica Cero) Bis zu 5,3 GHz soll der Core i9 10900K in der Spitze liefern - auf einem Kern. (Bildquelle: Informatica Cero)

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