Crytek vs. Star Citizen - CIG: Diese Klage hätte niemals eingereicht werden dürfen

Mit klaren Worten wehren sich die Star-Citizen-Entwickler gegen den Vorwurf des Vertragsbruchs.

von Johannes Rohe,
08.01.2018 11:20 Uhr

Verstößt die Entwicklung von Squadron 42 gegen das Lizenzabkommen zwischen Crytek und CIG? Unsinn, sagen die Star-Citizen-Entwickler.Verstößt die Entwicklung von Squadron 42 gegen das Lizenzabkommen zwischen Crytek und CIG? Unsinn, sagen die Star-Citizen-Entwickler.

Das Jahr 2017 endete für Cloud Imperium Games mit einer bösen Überraschung. Das deutsche Studio Crytek reichte im Dezember Klage gegen die Entwickler von Star Citizen ein, weil diese gegen das gemeinsame Lizenzabkommen verstoßen hätten.

Unter anderem habe CIG Vertragsbruch begangen, als man von der (von Crytek entwickelten) Cryengine auf die Lumberyard-Engine wechselte. Zudem sei das Lizenzabkommen nur für ein Spiel abgeschlossen worden, mit Star Citizen und dem eigenständigen Singleplayer-Ableger Squadron 42 seien aber nun zwei Spiele in Entwicklung. Nun reagierte Cloud Imperium mit deutlichen Worten auf diese Vorwürfe.

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Schriftliche Ohrfeige für Crytek

Die offizielle Stellungnahme, die von CIGs Anwälten vor Gericht eingereicht wurde und die hier einsehbar ist, beginnt mit den Worten:

"Diese Klage hätte niemals eingereicht werden dürfen. Sie entbehrt rechtlicher Grundlagen zugunsten großer medialer Aufmerksamkeit. "

Laut dem Schreiben werden nahezu sämtliche Vorwürfe von Crytek durch das Lizenzabkommen widerlegt, dass die Kläger dem Gericht bislang bewusst vorenthalten hätten. So werde dort klar, dass der Vertrag die Nutzung der Cryengine für Star Citizen und ein damit verbundenes "Space Fighter Game" erlaube. Die Abkopplung von Squadron 42 sei also gar kein Problem.

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Auch der Wechsel auf eine andere Engine sei rechtens. Das Abkommen gewährt Cloud Imperium ein exklusives Nutzungsrecht für die Cryengine. Das Wort "exklusiv" bedeutet aber keinesfalls, dass CIG nur diese Engine verwenden darf, sondern lediglich, dass eine Weitergabe der Technik verboten ist, argumentieren die Anwälte. Nach der kompletten Umstellung auf die Lumberyard-Engine sei auch die vertraglich zugesicherte Einblendung der Crytek-Logos nicht mehr notwendig. Jegliche Schadensersatzforderungen durch Crytek seien zudem durch den Lizenzvertrag ausgeschlossen.

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Einige Vorwürfe ungeklärt

Einige Vorwürfe lassen die Anwälte allerdings unter den Tisch fallen. Crytek beschuldigt CIG, in einer Videoreihe namens Bugsmashers teile des Source-Codes der Engine offengelegt zu haben. Außerdem sollten Bugfixes, die CIG an der Engine vornimmt, mit Crytek geteilt werden. Das ist scheinbar nicht geschehen. Die Auseinandersetzung dürfte also noch in eine weitere Runde gehen.

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