Gefälschte Hacks führen Cheater aufs Glatteis, Ergebnis ist zum Totlachen

Ein Programmierer führt mit einem gefälschten Cheat CS:GO-Hacker aufs Eis und macht daraus ein urkomisches Video. Zuschauer zweifeln jedoch an dessen Echtheit.

von Dennis Zirkler,
06.07.2020 12:40 Uhr

Der Programmierer schlägt CS:GO-Cheater mit ihren eigenen Waffen. Der Programmierer schlägt CS:GO-Cheater mit ihren eigenen Waffen.

Auf Cheater hat wohl niemand Lust - auch der Programmierer und YouTuber ScriptKid nicht. Um es den Betrügern heimzuzahlen, hat er sich eine kreative Lösung einfallen lassen: Er schlägt sie einfach mit ihren eigenen Waffen, indem er eine gefälschte Cheat-Software veröffentlicht.

Teamkills statt Aimbot

Counter-Strike: Global Offensive ist auch bei Cheatern ein beliebtes Spiel, im Jahr 2016 traf man in der Regel alle vier bis fünf Partien auf einen Hacker. Daran hat sich bis heute anscheinend nichts geändert, denn ScriptKids Köder-Software wurde in einem Zeitraum von zwei Wochen über 1000 Mal heruntergeladen - womöglich weil er versprach, dass der vermeintliche Hack nicht von Valves Anti-Cheat erkannt werden würde.

Doch statt die Betrüger mit gängigen Cheats wie Aimbots oder Wallhacks zu unterstützen, hielt er sie zum Narren: Bei Nutzung der Software werden im Verlauf des Spiels zufällige Bestrafungen ausgelöst, um die Effizienz der Hacker zu sabotieren. Diese sorgen beispielsweise dafür, dass die Betrüger automatisch auf ihre Teamkameraden schießen, sich selbst mit Granaten in die Luft sprengen oder ihre Waffe beim Abfeuern wegwerfen.

Dieses Spektakel wurde dabei als Replay-Datei aufgezeichnet, die nach dem Spiel automatisch an den Programmierer geschickt wurden - im Video könnt ihr euch selbst ein Bild des entstandenen Chaos machen:

Link zum YouTube-Inhalt

Zweifel an Echtheit des Videos

Auch wenn das Video äußerst witzig ist, werfen viele Zuschauer dem YouTuber vor, dass sein Video gestellt sein soll - als Hauptargument nutzen sie die Tatsache, dass man im Video bei 4:07 eine Abstimmung über den Rauswurf aus einer laufenden Partie zu sehen bekommt - diese Votes sind in den Replay-Dateien normalerweise nicht zu sehen.

Ein Kick-Vote wird in der Regel nicht von Replays aufgezeichnet. Ein Kick-Vote wird in der Regel nicht von Replays aufgezeichnet.

Außerdem halten viele Zuschauer es für unwahrscheinlich, dass potentielle Cheater sich die Troll-Software länger als wenige Minuten antun würden. Im Video sieht man aber, dass einer der vermeintlichen Betrüger über elf Runden mit der Software gespielt haben soll.

Zumindest die (Anti-)Cheat-Software existiert tatsächlich: ScriptKid veröffentlichte auf seiner GitLab-Seite den kompletten Quellcode des Programms. Er entfernte lediglich die Passagen im Quellcode, mit denen man die App durch die Änderungen einer Zeile in einen echten Hack hätte umwandeln können.

Was wir im Video sehen, wird also tatsächlich durch den gefälschten Cheat ausgelöst - ob es sich dabei aber um Aufnahmen von echten Opfern handelt - oder ScriptKid diese selbst anfertigte - lässt sich nicht sagen.

zu den Kommentaren (51)

Kommentare(51)

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.

Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklärst du dich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen oder schließen