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Seite 7: 15 Stunden gespielt: So gut wird Cyberpunk 2077 wirklich

Langsam, aber sicher nähert sich Cyberpunk 2077 dem Release. Wir haben es schon vorab 15 Stunden gespielt. Langsam, aber sicher nähert sich Cyberpunk 2077 dem Release. Wir haben es schon vorab 15 Stunden gespielt.

Keine. Spoiler. 15 Stunden lang habe ich Cyberpunk 2077 nun am Stück gespielt, und wenn wir bereits in der Zukunft des Open-World-Rollenspiels leben würden, läge ich längst beim Ripperdoc, um meinen Gedächtnis-Chip tunen zu lassen: Alle Infos über die Story und ihre Wendungen werden gelöscht, damit ich nichts verraten kann, nicht mal versehentlich.

Doch weil Ripperdocs und Gedächtnis-Chips noch auf der Zukunftsgeige fiedeln, müsst ihr vorerst mit meinem Versprechen leben: Dieser Artikel verzichtet auf Spoiler. Ich verrate weder den Ausgang von Hauptmissionen noch von wichtigen Nebenquests. Überhaupt erzähle ich so wenig wie möglich von allem, das mit der Story auch nur ansatzweise zu tun hat. Charaktere, konkrete Geschichten und Aufgaben - all das wollt ihr ja eventuell selbst noch erleben.

Dennoch müssen wir über Cyberpunk 2077 reden. Denn CD Projekt hat hier ein Rollenspiel mit Erklärungsbedarf geschaffen, besonders in drei Punkten:

  • Variantenreichtum
    Cyberpunk 2077 gelingt es, Entscheidungen und Konsequenzen derart organisch in die Erzählung zu verweben, dass ich oft nicht mal merke, dass ich auch anders hätte vorgehen können. Das kann ein Problem sein, weil sich das Spiel dadurch »linearer« anfühlt, als es eigentlich ist. Wer Cyberpunk normal durchspielt (also nichts wiederholt, um Alternativen auszuprobieren), wird diese Leistung der Entwickler kaum würdigen können.
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  • Erwartungshaltung
    In euren Kommentaren und in sozialen Medien lese ich immer wieder, dass die Erwartungen an Cyberpunk 2077 weit auseinanderklaffen. Manche wünschen sich eine »realistische« Zukunftssimulation, etwa mit Survival-Elementen wie Essen und Trinken. Andere bevorzugen stattdessen eine Art Cyberpunk-GTA mit Open-World-Gameplay nach Rockstar-Manier. Cyberpunk 2077 erfüllt weder das eine noch das andere, wird dadurch aber keineswegs zum schlechteren Spiel. Nur zu einem anderen, als ihr euch vielleicht erhofft.
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  • Wird Cyberpunk 2077 ein gutes Spiel?
    Nun, das hängt maßgeblich davon ab, was ihr unter einem guten Spiel versteht. Wer den ausführlichen Artikel überspringen will, kann direkt zum Fazit springen.
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Kurzum: Wir müssen besprechen, was euch in Cyberpunk 2077 wirklich erwartet, damit sich in euren Köpfen kein falsches Bild vom Spiel festsetzt. Denn Ripperdocs und nachträgliches Gedächtnis-Tuning sind bekanntlich noch nicht erfunden.

Nach 15 Stunden Spielzeit kann ich das nun viel besser einschätzen als bei meiner letzten Cyberpunk-Preview für GameStar Plus nach vier Stunden, in denen ich nicht mal den Prolog komplett abschließen durfte.

Normalerweise würden wir solche ausführlichen Artikel nur für unsere Plus-Mitglieder veröffentlichen. Weil ihr schon so lange auf Cyberpunk 2077 wartet und Infos zum Spiel regelrecht verschlingt, gabe es diese Plus-Vorschau ausnahmsweise kostenlos - und zwar 20 Stunden und 77 Minuten lang. Seit dem 20.11. um 15:47 Uhr steht sie nur noch Plus-Usern zur Verfügung, die uns solche Artikel mit ihren Beiträgen überhaupt erst ermöglichen.

Für ausschweifende Details zur Spielmechanik (also Charaktersystem, Missionstypen & Co.) verweise ich dennoch auf den damaligen Artikel, am grundlegenden Gerüst hat sich seitdem nämlich wenig geändert - wobei, ein paar Sachen schon, die schauen wir uns gleich genauer an.

Vor allem soll's an dieser Stelle aber um das Spielgefühl gehen, um Fragen wie: Was mache ich eigentlich in Cyberpunk 2077? Welchen Spielertyp spricht das an? Und wie gut hat es CD Projekt letztlich umgesetzt, handwerklich und erzählerisch?

Finden wir's raus!

Ich bin mir übrigens der Ironie bewusst, dass dieser Artikel am 19. November erscheint, an dem bis vor Kurzem noch das eigentliche Spiel hätte erscheinen sollen. Umso interessanter natürlich die Bonusfrage, ob sich die verlängerte Wartezeit weiterhin lohnt.

Und umso erfreulicher die Antwort: Ja, sie lohnt sich!

Zwei Tage lang haben Miles Tost (Senior Level Designer) und Fabian Döhla (PR Manager) von CD Projekt die GameStar-Redaktion mit einer voll spielbaren Version von Cyberpunk 2077 besucht. Die konnte ich insgesamt 15 Stunden lang frei erkunden: Haupt- und Nebenquests, Open-World-Aufgaben oder einfach nur Rumfahren im geklauten Gangschlitten - womit ich die 15 Stunden verbrachte, war komplett mir überlassen. Mir wurden keinerlei Grenzen gesetzt. Miles stand lediglich während der gesamten Spielzeit für Rückfragen zur Verfügung oder gab Hinweise in bestimmten Spielsituationen – etwa, was sich gegenüber einer früheren Version verändert hat.

Ich habe Cyberpunk 2077 komplett auf Deutsch gespielt, inklusive der deutschen Vertonung. Und zwar auf einem von CD Projekt gestellten Highend-Rechner mit Geforce RTX 3090. All meine Aussagen beziehen sich also ausschließlich auf die PC-Version, deren zahlreiche Grafikoptionen wir euch in einem separaten Artikel erklären.

Full Disclosure: CD Projekt hat mir an beiden Tagen mein Mittag- und Abendessen bezahlt.

Viele neue Puzzlestücke

Wenn ihr die bisherige Berichterstattung zu Cyberpunk 2077 verfolgt habt - egal, ob bei GameStar oder anderswo -, könnt ihr vielleicht das Gefühl nachvollziehen, dass wir hier ganz langsam ein Puzzle zusammensetzen. Mit jeder Präsentation und jedem Anspieltermin lässt sich wieder etwas klarer eingrenzen, was euch in Cyberpunk 2077 letztlich erwartet.