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Cyberpunk, Singleplayer, Open World: No Law kommt für viele Shooter-Fans wie aus dem Nichts, sieht sensationell aus und wir wissen mehr, als der Trailer verrät

Story-Shooter sind tot? No Law beweist das Gegenteil und zeigt uns eine Cyberpunk-Welt, in die wir am liebsten sofort tief eintauchen wollen.

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Im Trailer-Feuerwerk der Game Awards 2025 wäre eine Enthüllung fast untergegangen. Und das wäre jammerschade gewesen, denn in diesem Spiel soll ein Singleplayer-Traum vieler Cyberpunk-Fans in Unreal Engine 5 wahr werden.

Falls ihr den Debüt-Trailer bisher verpasst habt, macht euch unbedingt erstmal selbst ein Bild:

Video starten 1:33 Deus Ex trifft Doom: Brachialer neuer Cyberpunk-Shooter von den Machern von The Ascend wechselt in die Ego-Perspektive

Die Rede ist von No Law, einem äußerst ambitionierten Open-World-Shooter vom schwedischen Studio Neon Giant. Und falls sich bei diesem Namen etwas im Hippocampus eures Cyberbrains regt: Ja, das sind die Macher von The Ascent, einem von Neonlicht triefendem Action-Rollenspiel, das man am einfachsten als »Diablo mit Cyberpunk-Setting« zusammenfassen kann.

Statt den damals elf Personen arbeiten an No Law jetzt 24 Entwickler - immer noch sehr überschaubar für so ein ambitioniertes Projekt. »Wir wollten bewusst ein kleines Team bleiben und keine Spieleentwicklung im Sinne großer AAA-Studios machen. Und wir wollten diese Herausforderung«, erklärt uns Neon-Giant-Gründer Arcade Berg. Und die Herausforderung ist immens, denn No Law verspricht Großes.

Die neue Perspektive von früher

Zunächst wäre da erstmal eine ganz neue Perspektive: Statt der isometrischen Kamera von The Ascent, wird No Law als waschechter Ego-Shooter aus der First Person gesteuert.

Doch genau dafür haben die Entwickler gleich mehrere Asse im Ärmel: Doom, Bulletstorm, Wolfenstein und Far Cry sind nur einige der Shooter-Referenzen, die das Team vorweisen kann.

In einer zwielichtigen Bar stellen Schlägertypen ihre Cyber-Upgrades zur Schau. In einer zwielichtigen Bar stellen Schlägertypen ihre Cyber-Upgrades zur Schau.

»Wir kommen aus dem First-Person-Genre, das ist unsere DNA. Insofern war eher The Ascent das Experiment. Und weil wir diesmal auf unsere alten Stärken bei Gunplay, Movement und so weiter bauen konnten, wollten wir neue Maßstäbe beim Worldbuilding und der Immersion setzen«, erklärt Creative Director Tor Frick den Wechsel. No Law will also mehr als nur eine Ballerbude. Viel mehr sogar. Storytelling und spielerische Freiheit sollen Hand in Hand gehen.

Von verschiedenen Lösungswegen und Vorgehensweisen für einzelne Missionen bis hin zu unterschiedlichen Enden für die Handlung, sind Story und Gameplay eng verwoben. »Unsere Spielwelt reagiert organisch darauf, wie der Spieler vorgeht. Es gibt Stealth, Waffengewalt und wirklich alles dazwischen«, so Tor Frick. Aber von was für einer Spielwelt reden wir denn überhaupt?

Die volle Cyberpunk-Farbpalette

Die Stadt von No Law heißt Port Desire und ist eine gesetzlose Hafenmetropole der Zukunft – regiert von Verbrechersyndikaten, Gangs und der Miliz eines korrupten Bürgermeisters.

Im Gegensatz zu vielen anderen Großstädten des Genres wie Night City aus Cyberpunk 2077 oder L.A. aus Blade Runner, ist Port Desire keine reine Betonwüste – neben zwielichtigen Bars, düsteren Gassen und klaustrophobischen Labors gibt es hier fast schon gemütliche und farbenfrohe Plätze mit (und jetzt haltet euch fest) echten Bäumen. No Law ist beides, Natur und High-Tech.

Für solche dicken Mech-Gegner hat man besser die richtige Strategie und passende Werkzeuge parat! Für solche dicken Mech-Gegner hat man besser die richtige Strategie und passende Werkzeuge parat!

»Wir haben einen Tag-Nacht- und Wetterwechsel, was für unterschiedliche Stimmungen sorgt, aber es gibt eben auch Orte zum Entspannen in der Stadt. Sie stehen im Kontrast zu den düsteren, bedrohlichen und futuristischen Orten«, erklärt Tor Frick. Diese Gegensätze finden sich sogar in der Musik wieder, wenn sich Jazz und akustische Klänge mit treibenden Synthie-Sounds abwechseln.

Der zurückgezogene Ex-Elitesoldat Grey Harker wollte sich in Port Desire eigentlich zur Ruhe setzen, doch die Stadt hatte andere Pläne und zieht ihn in einen Strudel aus Gewalt und Intrigen. Und Grey Harker, das sind natürlich wir.

Das hier ist nicht Night City

In den alten Militärstiefeln von Harker können wir die Stadt komplett frei erkunden. Wer mag, kann dabei einfach stur der Handlung folgen, verpasst dann aber eine Menge spannender Nebenquests und Infos, die wiederum mit der Hauptstory vernetzt sein können.

»Erkundung ist für uns sehr wichtig und soll sich lohnen. Du könntest zum Beispiel eine neue Waffe finden. Manchmal findest du aber auch eine erzählerische Belohnung - wenn du zum Beispiel etwas Neues über den Protagonisten herausfindest. Wir wollen, dass es sich nachvollziehbar und zusammenhängend anfühlt«, erklärt Arcade Berg das Konzept.

Eiskalt: Der Bürgermeister von Port Desire geht über Leichen, um seine Ziele zu erreichen. Eiskalt: Der Bürgermeister von Port Desire geht über Leichen, um seine Ziele zu erreichen.

No Law bietet keine gigantische Open World wie Cyberpunk 2077 oder die GTA-Spiele - das wäre weit außerhalb des realistischen Möglichkeiten eines so kleinen Studios.

Die Entwickler ordnen es so ein:

Wir wollen, dass unsere Stadt dicht und lebendig wirkt. Es ist keine gigantische Fläche, eher eine überschaubare. Aber sie ist voll mit Leben, fast schon intim.

Was wir tun und wie wir vorgehen, soll dabei konkrete Auswirkungen auf die Port Desire und seine Bewohner haben. Und selbst eine gesetzlose Stadt hat ihre Grenzen: Wer wahllos Leute umbringt, bekommt es mit einer Truppe Peacekeeper zu tun. »Sie sind nicht die Polizei, aber sie werden dich stoppen«, so die Entwickler.

Krieger, Hacker, Detektiv

Die Entwickler von No Law folgen einer klaren Regel: Ein Spieler kann das Spiel niemals »falsch« spielen. Es gibt also keine vorgegeben Lösungswege oder aufgezwungene Stealth-Passagen. »Wir geben dir eine Reihe Werkzeuge und Optionen. Und dann liegt es an dir, dieses Problem zu lösen, wie du es für richtig hältst«, so Arcade Berg.

Man kann also jederzeit die Knarre zücken und einfach drauflos schießen. Allerdings gibt es viele andere Möglichkeiten:

  • Mit dem richtigen Werkzeug kann Harker beispielsweise Schlösser knacken und versperrte Wege öffnen.
  • Per Cyberdeck taucht Harker in die digitale Welt ein und kann bestimmte Sicherheitssysteme überwinden.
  • Durch Detektivarbeit kann Harker an Informationen gelangen, die in Dialogen helfen, etwa durch Bestechung oder Erpressung.

Ähnlich wie in Deus Ex, Prey oder Dishonored versteht sich No Law also als eine Immersive Sim, in der sich Spieler durch Kreativität und eine Kombination von Skills, Waffen, Dialogoptionen und Gadgets selbstständig eine Lösung erarbeiten.

Hier kommen dann auch die Rollenspiel-Elemente von No Law zum Tragen: Als Harker finden wir nicht nur Waffen, Upgrades und Werkzeuge, sondern investieren auch verdiente Erfahrungspunkte in diverse Talentbäume und Spezialfähigkeiten, die dann entsprechend vielfältige Vorgehensweisen ermöglichen.

Natur vs. High-Tech, Reichtum vs. Armut: Das Stadtbild von No Law ist geprägt von Gegensätzen. Natur vs. High-Tech, Reichtum vs. Armut: Das Stadtbild von No Law ist geprägt von Gegensätzen.

Eine Welt der Konsequenzen

No Law ist ein reines Singleplayer-Spiel und verzichtet als solches sehr bewusst auf jegliche Multiplayer- oder Koop-Komponente. Laut Tor Frick war das von Anfang an so geplant:

Unser Spiel ist ein reines Story-Spiel, es hat einen Anfang und ein Ende. Eigentlich sind es mehrere Enden. Aber der Pfad zwischen diesen beiden Punkten kann sehr unterschiedlich sein, je nachdem wie du spielst.

Dieser non-lineare Ansatz steht für die Entwickler an erster Stelle: »Es gibt nicht nur mehrere Lösungswege für eine Mission. Stattdessen führen diese Lösungswege auch zu jeweils anderen Reaktionen in der Welt«, so die Macher.

Durch neueste UE5-Technik ist die Lichtstimmung und Detaildichte von No Law vom Allerfeinsten. Durch neueste UE5-Technik ist die Lichtstimmung und Detaildichte von No Law vom Allerfeinsten.

Noch ist unklar, wie diese Reaktionen im Detail aussehen werden und ob es Neon Giant gelingt, eine spannende Singleplayer-Story mit einer wirklich lebendigen Open World und maximaler Sandbox-Freiheit zu einem guten Gesamtpaket zu vereinen.

Das werden wir erst herausfinden, wenn wir selbst spielen können - und das könnte noch dauern: Einen Release-Termin oder gar einen Preis wollte sich das Team partout nicht entlocken lassen. Angepeilte Plattformen sind PC via Steam, PS5 und Xbox Series-Konsolen. Fest steht aber: No Law ist eine Überraschung, die sich Cyberpunk-Fans dringend nach weit oben auf ihre Beobachten-Liste setzen sollten.

  

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