Ohne dieses Browser Add-on will ich nicht mehr: Wie ein kleiner Helfer meinen PC-Alltag versüßt

Ob im abgedunkelten Raum im Hitzesommer oder in der Nacht beim Zocken auf dem Zweitbildschirm: Helle Webseiten können blenden und sind auf Dauer anstrengend für die Augen. Der Dark Reader hilft euch weiter.

Es ist Mitte August und die Sonne brennt auf meine kleine Mietwohnung im zweiten Stock mitten in der Innenstadt. Das Thermometer steht bei über 30 Grad Celsius und ich versuche, die Hitze mit geschlossenen Rollläden so gut wie möglich draußen zu halten – mit mäßigem Erfolg. Nur meine zwei Bildschirme beleuchten den Raum. Das Problem: Die meisten Webseiten, auf denen ich mich so rumtreibe, strahlen in einem grellen Weiß. 

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie man sich da helfen kann. Den Nachtmodus in Windows aktivieren, zum Beispiel. Was er genau bringt und warum wir ihn euch sehr empfehlen können, könnt ihr in diesem Artikel von GameStar-Tech Autor Nils Raettig nachlesen:

Egal, um welchen PC es geht: Diese Windows-Option empfehle ich jedem von euch

Ich persönlich schwöre aber noch auf eine andere Lösung in Form eines kleinen, aber feinen Browser Add-ons. Wieso das so ist, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Kein Verlass auf Windows und Chrome 

Leider reicht der Nachtmodus in fast kompletter Dunkelheit nicht mehr aus, vor allem, weil ich es einfach nicht einsehe, tagsüber das Licht einzuschalten - mein Ventilator verbraucht schon genug Strom. Und wenn ich dann endlich mal nachts durchlüften kann, ohne Gefahr zu laufen, einen Hitzeschlag zu kriegen, mache ich natürlich auch kein Licht an. Durch das Bildschirmlicht kommen schon genug Fliegen ins Zimmer geschwirrt. 

Eine andere Möglichkeit ist es, den Dark Mode in Windows oder auch in Chrome zu aktivieren. Letzterer ist besonders praktisch, weil er den Dark Mode bei vielen Webseiten automatisch einstellt, wenn sie von sich aus einen solchen Modus anbieten. Aber auch darauf ist kein Verlass. 

Zum einen funktioniert das nicht bei jeder Webseite, die einen Dark Mode anbietet. Zum anderen gibt es ihn auf Webseiten häufig einfach nicht, sehr zum Leidwesen meiner Augen. Mein stetes Verlangen nach Dunkelheit kann also nur durch andere Tools befriedigt werden. Falls ihr übrigens den Dark Mode von Gamestar.de in Aktion sehen wollt, zeigt euch dieser Artikel, wie es geht:

Rettung in zwei Klicks 

Nach kurzer Recherche stoße ich in einem Forum auf die ultimative Lösung: das Browser-Add-on Dark Reader. Einige von euch werden es bereits kennen, trotzdem will ich dieses herrliche Stück Software jedem näherbringen, der es noch nicht benutzt hat und kurz auf die Funktionen eingehen. 

Finden könnt ihr den Dark Reader über die offizielle Webseite darkreader.org, verfügbar ist er für Chrome, Firefox, Safari und Edge. Nach der Installation wird auf Wunsch jede Webseite in einer dunklen Version dargestellt, ob sie nun einen eigenen Dark Mode hat oder nicht.

Simpel aber effektiv 

Der Dark Reader funktioniert im Grunde so, dass er Farben invertiert und den Kontrast anpasst. Das sorgt in den meisten Fällen für ein deutlich angenehmeres Leseerlebnis und für weniger blendendes Licht.

Hinzu kommt, dass ihr wie im Bild unten zu sehen Kontrast und Helligkeit mit einem Regler selbst anpassen und sogar einen Sepia-Effekt hinzufügen könnt. Dieser nimmt Blautöne aus dem Bild und macht das Lesen noch angenehmer für die Augen - perfekt für nachtaktive Menschen wie mich!

Per Klick auf den oberen linken Button mit dem Häkchen und der URL kann man das Add-on auch für einzelne Seiten ausschalten. Der Ein/Aus-Schalter rechts daneben deaktiviert ihn ganz. Wenn ihr den Dark Reader nur für eine einzige Webseite nutzen wollt, ist die Möglichkeit ebenfalls gegeben, wie man am Nur für www.google.com-Button sehen kann. Er befindet sich unterhalb der Schiebregler.

Sehr gut, aber nicht perfekt

Perfektion ist selten und so ist das auch beim Dark Reader. Nicht jede Funktion ist so praktisch, wie man sich das vorstellt, zum Beispiel der Regler für Graustufen. Der verändert das Bild nur minimal und macht sich selbst auf voller Stufe kaum bemerkbar.

Ähnliches gilt für den Hell-Button, der die dunkel gemachten Webseiten wieder etwas heller machen soll. Das funktioniert manchmal ganz okay und manchmal passiert so gut wie nichts.

Leider kann es auch mal vorkommen, dass Elemente, die heller werden sollten, in ihrem dunklen Urzustand bleiben. Andersrum geschieht es auch, dass manche Dinge, die nicht abgedunkelt werden sollten, trotzdem dunkler werden, wie in diesem Beispiel zu sehen:

Zu guter Letzt kann es auch passieren , dass Dark Reader gar nicht funktioniert. Das ist aber die absolute Ausnahme und kam in meinem Test auch nur bei speziellen Seiten wie der Web-Version von Word vor (wobei es mit der Web-Version von Excel interessanterweise funktioniert hat).

Trotz kleinerer Macken ein tolles Tool

Abschließend lässt sich sagen, dass ich heilfroh bin, dieses Add-on entdeckt zu haben, auch wenn es ein paar Macken hat. Endlich kann ich mir die Nächte um die Ohren schlagen, ohne mir die Augen mehr kaputt zu machen als unbedingt nötig.

Aber nicht nur Add-ons, sondern auch Webseiten können sich als sehr praktisch erweisen. Eine Liste mit vielen Empfehlungen, die unser Autor Sören Diedrich noch nicht kannte, findet ihr hier:

13 nützliche Websites für den Alltag, die ich gerne schon viel früher entdeckt hätte

Kanntet ihr das Tool schon? Habe ich euch mit dieser Empfehlung geholfen? Welche Browser-Add-ons würdet ihr empfehlen? Schreibt es gerne in die Kommentare!

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