Dead Effect 2 - Entwickler droht: Keine Review-Codes bei schlechter Wertung

Mit dieser E-Mail sind die Entwickler ziemlich über das Ziel hinausgeschossen: Zum Konsolen-Release von Dead Effect 2 drohten sie den angeschriebenen Journalisten bei einer schlechten Bewertung damit, ihnen keine Review-Codes mehr zukommen zu lassen.

von Tobias Ritter,
20.01.2017 10:32 Uhr

Schlechter Einstand für Dead Effect 2: Zum Konsolen-Release des Shooters drohten die Indie-Entwickler damit, bei schlechten Bewertungen keine Review-Codes mehr zu versenden.Schlechter Einstand für Dead Effect 2: Zum Konsolen-Release des Shooters drohten die Indie-Entwickler damit, bei schlechten Bewertungen keine Review-Codes mehr zu versenden.

Eigentlich war die Aktion ja gut gemeint: Das tschechische Entwicklerstudio BadFly Interactive hat vergangene Woche Review-Keys für seinen gerade auf der Xbox One und der PlayStation 4 erschienenen Shooter Dead Effect 2 an einschlägige Gaming-Webseiten verschickt.

Soweit, so normal für die Promotion eines eher unbekannten Spiels. Auch der einleitende Text der E-Mail war nicht ungewöhnlich: Der Firmen-CEO und -Mitgründer Lubomir Dykast wies die E-Mail-Empfänger darauf hin, dass es sich bei dem Spiel um eine Indie-Produktion eines kleinen Teams handele und sie dies doch bei der Bewertung berücksichtigen sollten.

Entwickler droht mit Blacklist

Dann jedoch schoss Dykast ziemlich über das Ziel hinaus. Er teilte abschließend noch mit, dass sein Team an mehreren anderen interessanten Spielen arbeiten würde - und dass es für die keine Review-Keys mehr geben werde, sollten die Bewertungen für Dead Effect 2 allzu negativ ausfallen.

Es dauerte nicht lang, bis die erste der angeschriebenen Gaming-Webseiten den E-Mail-Text veröffentlichte - und das Entwicklerstudio wohl seinen ersten eigenen »Shitstorm« hatte. Diese Einsicht reifte dann auch bei Dykast - allerdings zu spät, um den Skandal noch aufzuhalten. In einer Stellungnahme zeigte er sich jedoch einsichtig und bat um Nachsicht:

"Die Sache ist, dass uns unser Spiel so dermaßen wichtig ist. Wir haben unseren Traum wahr gemacht und wir wollen damit erfolgreich sein. Die Absicht hinter unserer Nachricht war lediglich, dass man uns als das sieht, was wir sind: Ein kleines Indie-Studio. Nun haben wir den Shitstorm - Lektion gelernt!"

In Zukunft werde man Review-Codes an jeden Spiele-Kritiker verschicken, unabhängig von vorherigen Reviews, gelobt Dykast dann abschließend Besserung.


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