Als ich die ersten Trailer zu Delta Force: Hawk Ops mit den Massenschlachten auf riesigen Maps mit Infanterie, Panzern und Helikoptern sah, war ich skeptisch. Extrem skeptisch. Ach, da versucht mal wieder ein eher unbekanntes Studio, die Battlefield-Formel zu knacken?
Wie gut das klappt, haben ja World War 3, Beyond the Wire und Co. bewiesen: Die meisten solchen Versuche landen auf dem Steam-Friedhof. Nach meinen ersten Runden in der Alpha muss ich zugeben: Diesmal lag ich sowas von falsch.
Das neue Delta Force ist deutlich mehr als »Battlefield bei Wish bestellt«! Mein erstes Fazit lautet nämlich so:
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Battlefields böser Zwilling
Ich übertreibe nicht: Wenn ich meine Augen nur ein bisschen zusammenkneife, während ich Delta Force spiele, kann ich den Unterschied zu Battlefield kaum mehr erkennen. Was ich damit sagen will: Im Multiplayer ist der Shooter nahezu eine 1zu1-Kopie des großen Vorbilds.
Als ich den Modus Havoc Warfare starte, der den Breakthrough-Modus aus BF2042 imitiert, liegt die Umgewöhnungszeit quasi bei null: Vom Spawn-Menü angefangen, über HUD, Movement, Squad-Management, bis hin zu Level-Zerstörung kommt mir alles extrem vertraut vor.
Erstaunt hat mich dabei allerdings, dass sich Delta Force fast durch die Bank hochwertig anfühlt und nicht wie ein billiger Abklatsch. Die Waffen haben ordentlich Rückstoß und klingen wuchtig, Explosionen sehen toll aus, die Steuerung ist angenehm direkt und präzise und es kommt immer wieder richtig intensive Schlachtfeld-Atmosphäre auf.
Wenn mein Team mit einer Armada Kanonenboote am Strand landet und die Bunkeranlagen der Verteidiger unter lautem Gebrüll und Einsatz von Rauchgranaten stürmt, erinnere mich plötzlich fast wehmütig an die Zeit zurück, als Battlefield noch diese zum Schneiden dichte Stimmung auf den Monitor zaubern konnte.
Billiger Mobile-Mist? Von wegen!
Das Schießen ist mir in Shootern besonders wichtig – immerhin verbringe ich damit den Großteil meiner Ingame-Zeit! Und hier kann Delta Force bei mir punkten, denn die Schüsse haben einen guten Sound, Treffer fühlen sich wirksam an und jeder Abschuss löst einen kleinen Adrenalinkick aus.
Dass ein Studio wie aus dem Nichts plötzlich ganz weit oben in der Gunplay-Liga mitspielt, verdient jedenfalls großen Respekt!
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Delta Force: Hawk Ops zeigt, wie man jetzt enttäuschte Battlefield-Fans wieder an Bord holen will
Generell ist auch der Flow der Matches sehr schön und ich kann – ganz wie in Battlefield – je nach Waffe und Ausrüstung meinen Spielstil in Richtung aggressiver Run&Gun-Soldat, als defensiver MG-Schütze, flinker Aufklärer oder Sanitäter ausleben. Oder ich schwebe am Steuer eines Hubschraubers über der Karte, während Kollege Dimi Halley am Bordgeschütz richtig aufräumt!
Als Medic fühle ich mich aber auch in der zweiten Reihe noch nützlich, indem ich im Sekundentakt Heilungspfeile in meine Kameraden an der Front jage und gefallene Kollegen wieder auf die Beine stelle, während Support-Punkte auf mich einprasseln. Teamwork zahlt sich aus!
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