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Seite 2: Der Babadook in der Kinokritik - Angst essen Seele auf

Feuer frei für Analogien

In Deutschland sammelte der Babadook bereits 2014 beim Fantasy Film Fest viel Lob, wohl auch, weil er so weit weg vom klassischen Mainstream-Horrorfilm angesiedelt ist. Und sicherlich auch dank seiner Anspielungen auf Genre-Klassiker, unter anderem The Shining. Badadook ist ein Film für Fans expressionistischer Filme, die ihren Psycho-Horrorfilme gerne subtiler mögen.

Geräusch- und Klangfetischisten werden zudem ihre Genugtuung darin finden, dass der Babadook vor allem auf eine unfassbar gruselige Geräuschkulisse setzt. Knarzende Dielen, Spannungsmomente in der Musik und nicht zuletzt die Stimme von Samuel und des Babadooks drücken uns vor Angst in den Kinosessel. Dabei wird im Laufe des Films immer klarer, dass der Babadook für viel mehr, als nur das nackte Grauen steht.

Die Emotionen kochen hoch, die offensichtliche Handlung verschmilzt mit den versteckten Bedeutungen. Das alles ist eingebettet in einen verstörenden und irritierenden Horrorfilm mit starkem Psycho-Thriller-Einschlag. Leider sieht man so etwas viel zu selten im Kino.

Fazit

Sarah Schindler: Der Babadook hat mich komplett aus der Bahn geworfen. Nur selten bekommt man eine so tiefschürfende Psycho-Horror-Perle im deutschen Kino zu sehen. Natürlich lädt der Kontext der Beziehung von Mutter und Sohn, sowie die recht offensichtliche Metaphern-Thematik zu bis weilen abstrusen Interpretationen ein.

Aber der Babadook ist auch ohne bedeutungsschwangeres Nischengefasel ein absolutes Genre-Highlight, fernab vom Holzhammer-Horror. Das Geräusch des Babadooks am Telefon wird mich noch lange begleiten und mir immer wieder die Nackenhaare aufstellen. Ab jetzt werde ich wieder regelmäßig unter meinem Bett nach Monstern Ausschau halten!

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