Die Herr-der-Ringe-Filme von Peter Jackson gehören zu den besten Romanverfilmungen aller Zeiten. Hier wurden einfach extrem viele richtige Entscheidungen gefällt. Allen voran natürlich, welche Darsteller welche Rolle spielen. Doch natürlich gab es wie bei allen großen Filmen einen Casting-Prozess, und es hätte gut sein können, dass einige Charaktere von völlig anderen Menschen gespielt worden wären. Auch wenn man sich das heute kaum vorstellen kann.
Insbesondere ein alternatives Casting ist berühmt, denn es betrifft einen der bekanntesten Darsteller der Welt. Die Rede ist natürlich von Russell Crowe als Aragorn! Dass es so weit beinahe hätte kommen können, hat der neuseeländische Darsteller bereits 2011 enthüllt. Doch wusstet ihr, wie viel Geld ihm dabei offenbar durch die Lappen gegangen ist? Etwa 100 Millionen Dollar.
1:17
Der Herr der Ringe: The Hunt for Gollum - Im ersten Teaser gibt's einen motivierten Andy Serkis und eine erste Kulisse zu sehen
Darum wollte Russell Crowe nicht Aragorn sein
Hält man sich diese Zahl mal vor Augen sowie den Ruf, den die Ringe-Trilogie bei den Fans genießt, wirkt Crowes Absage natürlich vollkommen schräg. Doch weder das eine noch das andere hätte Crowe damals vorhersehen können. Die 100 Millionen Dollar wurden ihm natürlich nicht als reales Gehalt vor Augen gehalten.
Laut Crowe hatten ihm Peter Jackson und die Studios eine Gewinnbeteiligung in Höhe von zehn Prozent angeboten. Crowe wollte lieber ein festes Gehalt, weshalb er die Rolle als Aragorn ablehnte. Aber es gab noch einen anderen Grund.
Link zum YouTube-Inhalt
In einem Interview mit Howard Stern von 2019 sprach Crowe etwas tiefergehend darüber, weshalb er nicht bei Der Herr der Ringe dabei sein wollte:
Ich dachte nicht, dass Peter Jackson mich tatsächlich für den Film haben wollte. Ich glaube, er wurde gezwungen, mit mir zu reden. [...] Ich hatte das Gefühl, dass er nicht weiß, was ich so gemacht habe. Mein Instinkt hat mir gesagt, dass er jemand anderen haben wollte, der sich dann als Viggo Mortensen herausstellte. Es sollte ihm erlaubt sein, die Darsteller zu casten, die er will.
Hätte Russell Crowe als Aragorn funktioniert?
Höchstwahrscheinlich war es auch am besten für alle, dass Crowe das Angebot ausgeschlagen hat. Gut, Crowe hätte sich über die 100 Millionen Dollar sicher gefreut und meint in dem Interview auch scherzhaft, dass das Geld sicher »nicht geschadet hätte«. Allerdings kann man sich wohl kaum jemand anderen als Viggo in der Rolle vorstellen und gerade Crowe wäre womöglich nicht so effektiv gewesen. Auch wenn einige Fans den Gladiator-Star stattdessen als Boromir überzeugend fänden.
Spannenderweise war Russell Crowe nicht einmal der einzige Darsteller, der anstatt Viggo Mortensen die Rolle hätte übernehmen können. So wurden neben Crowe auch noch Nicolas Cage (Next, Im Körper des Feindes), Daniel Day-Lewis (There Will Be Blood, Lincoln) und Stuart Townsend (Chaos Theory, Battle in Seattle) gefragt. Letzterer bekam die Rolle anfangs sogar und es wurden einige Szenen mit ihm gedreht, bevor er doch noch durch Viggo Mortensen ersetzt wurde.
Falls ihr euch überhaupt niemanden sonst als Aragorn vorstellen könnt, wird es wohl schwer für euch, den nächsten Mittelerde-Film im Kino zu verfolgen. Für The Hunt for Gollum wurde die Rolle nämlich tatsächlich neu besetzt. Dort verkörpert Jamie Dornan (Fifty Shades of Grey, Belfast) eine junge Version des Waldläufers und zukünftigen Königs. Mehr zum neuen Film erfahrt ihr in der obigen Linkbox.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Dein Kommentar wurde nicht gespeichert. Dies kann folgende Ursachen haben:
1. Der Kommentar ist länger als 4000 Zeichen.
2. Du hast versucht, einen Kommentar innerhalb der 10-Sekunden-Schreibsperre zu senden.
3. Dein Kommentar wurde als Spam identifiziert. Bitte beachte unsere Richtlinien zum Erstellen von Kommentaren.
4. Du verfügst nicht über die nötigen Schreibrechte bzw. wurdest gebannt.
Bei Fragen oder Problemen nutze bitte das Kontakt-Formular.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Nur angemeldete Plus-Mitglieder können Plus-Inhalte kommentieren und bewerten.