Destiny 2: Beyond Light macht Probleme, hat aber trotzdem viele Spieler

Die neue Erweiterung Beyond Light für Destiny 2 sorgt für einen rasanten Anstieg der Spielerzahlen bei Steam. Aus der Community gibt es jedoch schon reichlich Kritik.

von Sören Wetterau,
11.11.2020 15:09 Uhr

Eisige Temperaturen gibt es in Destiny 2: Beyond Light. Die Spieler hält das aber nicht auf. Eisige Temperaturen gibt es in Destiny 2: Beyond Light. Die Spieler hält das aber nicht auf.

Seit gestern Abend hat das nächste Kapitel von Destiny 2 begonnen: Mit Beyond Light ist die dritte Erweiterung erschienen. Diese führt die Hüter erstmals auf den Jupiter-Mond Europa. Das frostige Klima vor Ort hat zumindest zu Beginn unzählige Spieler mobilisiert.

Alle Infos zum Release von Destiny 2: Beyond Light und dessen Neuerungen findet ihr übrigens in unserem ausführlichen FAQ:

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Spielerzahlen so hoch wie lange nicht mehr

In den Monaten vor der Erweiterung schwankte Destiny 2 auf Steam zwischen 50.000 bis 70.000 Spielern, die gleichzeitig online waren. Ein durchaus solider Wert, den die Erweiterung aber toppen konnte.

Nur der Launch war noch beliebter: Über 240.000 Spieler waren laut Steam-Charts zwischenzeitlich zur selben Zeit online. Ein Wert, den Destiny 2 in der Vergangenheit nur einmal übertreffen konnte: Zum Start auf Steam vor etwa einem Jahr waren über 290.000 Spieler mit dabei.

Zum aktuellen Zeitpunkt platziert sich Bungies Ego-Shooter in den Top 5 der aktuell meistgespielten Spiele bei Steam. Damit liegt es nicht weit hinter den Dauerbrennern Counter-Strike: Global Offensive, Dota 2 und Playerunknown's Battlegrounds.

Serverprobleme bereiten Frust: Die hohen Spielerzahlen sorgen aber auch für Probleme. Zum Release um 18 Uhr kam es zu etlichen Serverschwierigkeiten, wodurch sich viele Spieler gar nicht erst einloggen konnten. Die Wartungsarbeiten wurden deshalb kurzfristig seitens Bungie verlängert, aber mittlerweile vollständig abgeschlossen. Zu Einschränkungen kann es aber immer noch kommen.

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Erste Spieler-Fazits fallen verhalten aus

Wer von den Serverproblemen kaum oder nur teilweise betroffen war, konnte anschließend das nächste Destiny-Kapitel angehen. Die erste Eindrücke auf Reddit und in den Steam-Reviews fallen jedoch recht gemischt aus. Wir haben einige häufig getroffene Aussagen gesammelt:

Lob für Europa: Das meiste Lob gibt es für das neue Spielgebiet. Der eisige Jupiter-Mond Europa kommt überwiegend positiv an. Die grafische Gestaltung mitsamt den neuen Wettereffekten und die Abwechslung zwischen der frostigen Oberwelt und der dystopisch angehauchten Forschungsabteilung im Untergrund sei dem Entwicklerteam sehr gelungen.

Kritik an Story und Loot: Kritischer wird es hingegen bei der Kampagne. Diese würde zum wiederholten Male recht kurz ausfallen und lediglich einem Standard-Schema folgen. Vor allem Schurkin Eramis und ihre Absichten seien eindimensional und zu vorhersehbar.

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Darüber hinaus ärgern sich etliche Spieler über den zusammengeschrumpften Loot-Pool. Mit dem sogenannten Sunsetting hat Bungie einen Großteil der bisherigen Waffen in ihrer zukünftigen Leistungsfähigkeit stark eingeschränkt. Diese können nicht mehr auf das höchste Power-Level gebracht werden. Eine Änderung, die laut Bungie notwendig war, um Spieler aus ihrer Komfortzone zu locken.

Kaum neue Waffen: Statt aber den Wegfall mit neuen, spannenden Waffen zu kompensieren, geht es laut Meinung einiger vielbeachteter Reddit-Beiträge in die andere Richtung: Es würde viel zu wenige neue Schießeisen geben - und das ausgerechnet in einem Loot-Shooter.

In den Nutzerbewertungen bei Steam steht Destiny 2: Beyond Light derzeit bei 72 Prozent positiven Reviews (»größtenteils positiv«). Allerdings gibt es bisher nur 125 abgegebene Rezensionen, was das Meinungsbild ein Stück weit einschränkt.

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