Destiny 2 streicht Storys, Raids & Planeten: Was ihr nur noch kurz spielen könnt

Bungie verkleinert schon bald Destiny 2 auf drastische Art und Weise: Mit dem Start der nächsten Erweiterung fliegen unzählige Inhalte raus, die dann nicht mehr spielbar sind.

von Sören Wetterau,
06.10.2020 17:50 Uhr

Destiny 2: Beyond Light führt neue Inhalte ein, aber gleichzeitig müssen andere gehen. Destiny 2: Beyond Light führt neue Inhalte ein, aber gleichzeitig müssen andere gehen.

Am 10. November erhält Destiny 2 mit Beyond Light seine bislang dritte große Erweiterung, die sich in einem wichtigen Punkt von all den vorherigen Addons unterscheidet. Nicht wegen der neuen Inhalte. Hier gibt sich Bungie recht klassisch und fügt mit dem Jupiter-Mond Europa ein neues Gebiet, eine neue Story-Kampagne, einen neuen Raid und vieles mehr hinzu.

Die Einzigartigkeit liegt im Verlust: Mit Destiny 2: Beyond Light wird der Online-Shooter um unzählige Inhalte beschnitten - genauer gesagt um seine ersten beiden Jahre. Gleich mehrere Planeten, Kampagnen, Strikes, Raids, Waffen, Rüstungen und vieles mehr packen die Entwickler in den neuen »Destiny Inhaltetresor«.

Das Feature funktioniert im Kern so: Ältere Inhalte verschwinden und können nicht mehr gespielt werden, bis die Entwickler sie eventuell in Zukunft wieder auspacken.

Was bedeutet das? Wer noch Story-Kampagnen abschließen möchte oder auf der Jagd nach einer bestimmten Waffe ist, muss sich beeilen. In etwas mehr als einem Monat ist Schluss und unzählige Inhalte werden konsequent entfernt. Wir zeigen euch deshalb jetzt schon welche.

Vier Orte verschwinden

Zum aktuellen Zeitpunkt verfügt Destiny 2 über neun Patrouillen-Gebiete und dem Turm als zentralen Anlaufpunkt. Sobald Destiny 2: Beyond Light erscheint, müssen sich vier davon verabschieden:

  • Io
  • Titan
  • Mars
  • Merkur

Die Faustregel: Wandert ein Planet in den Inhaltetresor, verschwinden auch sämtliche Aktivitäten auf diesem Planeten. Das beinhaltet Strikes, PvP- und Gambit-Maps, öffentliche Events, Abenteuer-Einsätze und exotische Questreihen.

Im Oktober 2020 sieht der Orbit in Destiny 2 noch so aus. Ab November fällt die linke Seite weg. Im Oktober 2020 sieht der Orbit in Destiny 2 noch so aus. Ab November fällt die linke Seite weg.

Kampagnen verschwinden ebenfalls: Die vier Planeten sind essentieller Bestandteil der Story-Missionen in Destiny 2. Aus diesem Grund streicht Bungie zeitgleich die ersten drei Kampagnen des Online-Shooters. Die Original-Kampagne um den Einfall der roten Legion sowie die Story-Missionen aus den beiden ersten DLC-Erweiterungen Fluch des Osiris und Kriegsgeist sind ab dem 10. November nicht mehr spielbar.

Ungewöhnlich: Die drei Kampagnen wurden von Bungie erst letztes Jahr bei der Umstellung auf das Free2Play-System kostenlos allen Spielern zur Verfügung gestellt. Nach nur einem Jahr sind sie bereits wieder weg. Mit Start von Jahr 4 soll es eine neue Einführung für Einsteiger geben.

Raids und exotische Waffen betroffen

Nicht nur Planeten verabschieden sich, sondern auch ganze Raids. Die fünf folgenden Endgame-Aktivitäten inklusive deren Loot werden eingemottet:

  • Leviathan
  • Weltenverschlinger
  • Sternenschleuse
  • Geißel der Vergangenheit
  • Krone des Leids

Dabei handelt es sich um die Raids der ersten beiden Jahre von Destiny 2 mit Ausnahme von Letzter Wunsch. Wer diese bisher nicht gespielt hat oder unbedingt noch auf der Jagd nach einem Gegenstand ist, sollte die Hüter-Beine schnell in die Hand nehmen. Im Rahmen der Feierlichkeiten zu den Momenten des Triumphs 2020 erhaltet ihr aktuell zusätzliche Belohnungen beim Abschließen der Raids.

Exotische Waffen verschwinden nicht für immer: Nicht jeder Gegenstand, der mit den Planeten oder den Raids in Verbindung steht, geht verloren. Die folgenden exotischen Waffen könnt ihr später immer noch verdienen:

  • Sturm
  • MIDA Multi-Werkzeug
  • Rattenkönig
  • Legende von Acrius
  • Schläfer-Simulant
  • Polaris-Lanze
  • Weltlinie Null
  • Pikass
  • Das Letzte Wort
  • Le Monarque
  • Jötunn
  • Izanagis Bürde
  • Dorn
  • Lumina
  • Wahrheit
  • Schlechtes Karma

Das exotische Archiv: Mit Jahr 4 von Destiny 2 führt Bungie einen neuen Denkmal-Händler ein. Über diesen könnt ihr die »verlorenen« exotischen Waffen ohne die zugehörigen Quests erhalten. Details zu dem System stehen noch aus.

Wie steht es um die exotischen Quests? Das Wispern und Stunde Null mitsamt ihren beiden exotischen Waffen und Katalysatoren werden hingegen komplett entfernt. Sie werden anschließend auch nicht über das exotische Archiv verfügbar gemacht.

Saisonale Inhalte aus Jahr 2

Die Inhalte von Destiny 2: Forsaken und Shadowkeep bleiben vom Inhaltetresor unberührt. Das gilt allerdings nicht für die drei DLC-Erweiterungen, die im Laufe von Jahr 2 erschienen sind:

  • Ada 1, die Schwarze Waffenkammer und die Schmieden
  • Gambit Prime, Abrechnung und Quests der Saison des Vagabunden
  • Benedict 99-40, Werner 99-40, Menagerie, Tributhalle und Quests der Saison der Opulenz

Für die Spitzen- und Auftragswaffen von Jahr 2 wird es eine alternative Methode geben, diese freizuspielen. Wie diese aussieht, wollten die Entwickler bisher nicht verraten.

Bungies Gründe

Destiny 2 soll kleiner werden: Mit allen Erweiterungen wiegt Bungies Online-Shooter mittlerweile fast 100 Gigabyte. Damit das keine Ausmaße wie bei Call of Duty: Modern Warfare und Warzone annimmt, ziehen die Entwickler die Reißleine. Durch eine überarbeitete Technik und dem Entfernen von älteren Inhalten schrumpft Destiny 2 mit Beyond Light auf 59 bis 71 Gigabyte, je nach Plattform.

Kein Destiny 3 in Sicht: Eigentlich war Destiny 2 bereits wie sein Vorgänger nur für drei Jahre geplant. Anfang 2019 kam es jedoch zur Trennung zwischen Activision und Bungie, woraufhin sich der US-Entwickler nun selbstständig um die Marke kümmert. Die Pläne für ein Destiny 3 sind mittlerweile vom Tisch. Stattdessen wird Bungie noch mindestens bis 2022 Erweiterungen für Destiny 2 veröffentlichen.

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Nicht für immer verloren: Die Inhalte, die verschwinden, sind nicht zwingend für immer weg. Stattdessen dient der Tresor als eine Art Pool, aus denen die Entwickler jederzeit Inhalte zurückbringen können - sogar aus dem ersten Destiny. So werden in Destiny 2: Beyond Light der Kosmodrom als Patrouillen-Zone und der Raid Die Gläserne Kammer ein Comeback feiern.

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