Deutschland - Deutsche Spieleindustrie hat im eigenen Land nur etwa 5 Prozent Marktanteil

Der Branchenverband game vermeldet, dass der Marktanteil deutscher Spiele-Entwicklungen in Deutschland im Jahr 2017 auf unter sechs Prozent abgerutscht ist.

von Christian Just,
14.08.2018 16:27 Uhr

Ohne Krücken läuft nichts: Der game veröffentlichte aktuelle Zahlen zur deutschen Games-Wirtschaft.Ohne Krücken läuft nichts: Der game veröffentlichte aktuelle Zahlen zur deutschen Games-Wirtschaft.

Deutschland hinkt laut Branchen-Verband game weiterhin hinterher, was den Marktanteil deutscher Spiele-Produktionen betrifft. Obgleich der Umsatz des gesamten Spiele- und Peripherie-Markts im Jahr 2017 auf nunmehr 3,3 Milliarden Euro anwächst, schrumpft der Marktanteil deutscher Spiele auf lediglich 5,4 Prozent. Somit setzen deutsche Spiele-Studios nur einen Anteil von 119 Millionen Euro von gesamten 2,2 Milliarden Euro im Markt um (ohne Hardware, Gebühren für Online-Netzwerke und Hybrid Toys).

Der Marktanteil deutscher Entwickler sinkt immer weiter, während auf der anderen Seite der Umsatz der Games-Branche kontinuierlich wächst. Waren es 2014 noch 6,9 Prozent von 1,9 Milliarden Euro, kamen 2015 nur noch 6,5 Prozent von 1,9 Milliarden und 2016 6,4 Prozent von zwei Milliarden zusammen.

Wettbewerbsgleichheit schaffen

Die deutsche Politik hat sich nach der letzten Bundestagswahl das Thema Spiele-Förderung auf die Fahnen beziehungsweise die To-Do-Liste geschrieben. Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung findet sich (ab Zeile 1951) erstmals das Versprechen, einen deutschlandweiten Förderfonds für deutsche Computerspiele ins Leben zu rufen.

Dazu äußerte der Geschäftsführer des game-Verbands, Felix Falk:

"Der weiter fallende Marktanteil deutscher Spiele-Entwicklungen zeigt, dass es dringenden Handlungsbedarf gibt. Deshalb sollte der von der Bundesregierung geplante Games-Fonds zur Unterstützung deutscher Entwickler jetzt umgesetzt werden. Unser Vorschlag dafür liegt auf dem Tisch. Positive Beispiele wie Elex oder The Surge zeigen, dass Games 'Made in Germany' eine echte Erfolgsgeschichte sein können. Das kulturelle und wirtschaftliche Potenzial ist riesig. Hierfür müssen jedoch die immensen Wettbewerbsnachteile im Vergleich zu anderen Ländern endlich abgebaut werden."

Zwar existieren hierzulande bereits Förderangebote, allerdings mit Schwerpunkt auf regionaler Förderung, beispielsweise durch das Medienboard Berlin-Brandenburg oder den Film- und Fernsehfonds Bayern. Mehr zu diesem spannenden Thema lesen Plus-Nutzer in unserem großen Report, den ihr durch Klick auf die grüne Schaltfläche unten erreichen könnt.

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