Diablo 3 - Blizzard über die Beta, Balancing & Entwicklung einer Klasse

In einem Interview mit der englischsprachigen Spielewebseite IGN sprach Jay Wilson, Game Director bei Blizzard, über die Beta, Balancing und Entwicklung der Charaktere im Action-Rollenspiel Diablo 3.

von Florian Inerle,
17.11.2011 13:09 Uhr

Die Beta von Diablo 3 umfasst Teile des ersten Aktes.Die Beta von Diablo 3 umfasst Teile des ersten Aktes.

Der Entwickler Blizzard ist mit dem Verlauf der Beta laut Jay Wilson, Game Director von Diablo 3, hochzufrieden. Man habe inzwischen sehr viele Daten sammeln können und nützliche Informationen aus der Community bekommen. Der Beta-Test solle in erster Linie dazu dienen, die Technik zu überprüfen. »Solche Sachen wie Belastungstests der Hardware, Stresstest und Optimierung des Online-Modus«, sagt Wilson im Interview mit IGN.com.

Anhand der Klasse des Barbaren beschreibt Wilson, wie es dem Entwickler in Diablo 3 gelang, viele grundverschiedene Fähigkeiten ins Spiel einzubauen: »Zunächst geht es darum das Spielgefühl zu beschreiben. Also konzentrierten wir uns beim Barbaren zum Beispiel zunächst auf die Fähigkeiten wie "Seismic Slam" und "Bash". Das waren einige der ersten Fähigkeiten, weil sie den Barbaren sehr gut beschreiben. Massive Stärke, harte Schläge, durch die Luft springen«. Nachdem diese grundlegenden Fähigkeiten fertig seien, würden die »Füll«-Fähigkeiten, wie Kontroll-, Verteidungs-, und Reisefähigkeiten sowie Area-of-Effect-Attacken eingebaut. Anschließend beginnt der Entwickler damit Probleme zu beheben. Ein Beispiel dafür sei der Mönch, der zu Beginn der Beta nicht genügend Kung-Fu-Fähigkeiten hatte und darum einige Tritt-Attacken bekam.

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Wenn es darum geht, die Fähigkeiten und Boni der Klassen auszubalancieren, stelle sich der Entwickler immer wieder drei zentrale Fragen: »Was macht diese Klasse aus? Warum will ich diese Klasse zuerst spielen? Was ist die Geschichte dahinter? Dann machen wir uns über Schlüssel-Elemente der Geschichte Gedanken, die sich mit der von anderen Klassen auf keinen Fall überschneiden darf. Wir würden sogar so weit gehen, eine Klasse nicht ins Spiel zu implementieren, wenn sich dessen Geschichte mit der einer bestehenden Klasse überschneidet«.

Auf die Frage hin, wie lange es dauern werde, Diablo 3 einmal durchzuspielen, sagt Wilson, dass man dazu pauschal keine Antwort geben kann. Für die Beta brauchten die meisten Spieler 30 Minuten, jedoch gab es auch Leute, die mehr als zwei Stunden benötigten. Der zweite Akt soll aber etwas länger sein als noch in Diablo 2 , der dritte Akt ist aber ein bisschen kürzer als beim Vorgänger.

Der Wiederspielwert, der laut Wilson schon immer ein Standbein von Diablo war, zeichnet sich im dritten Teil besonders durch »die Schwierigkeitsstufen, bessere Beute, zufallsgenerierte Level und Gegner sowie „Random Events“« aus. Spieler sollen jedes Mal wenn sie durch ein Gebiet gehen neue Events finden, die sie so noch nicht gesehen haben.

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