Morgen ist es endlich so weit. Am 28. April 2026 erscheint mit Lord of Hatred die nächste große Erweiterung für Diablo 4 und wir alle bereiten uns darauf vor, erneut in die Tiefen von Sanktuario abzutauchen.
Während viele über neue Klassen, Gebiete oder die Fortführung der Geschichte rund um Mephisto sprechen, hat sich ein Detail fast still und heimlich in das Spiel geschlichen. Es ist eine Funktion, auf die ich persönlich seit dem Release im Jahr 2023 gewartet habe.
Blizzard hat die Automap zurückgebracht.
Dungeon crawlen wie damals
Noch im Januar dieses Jahres habe ich mich an dieser Stelle in einer Kolumne lautstark darüber gewundert, warum Blizzard eines der nützlichsten Werkzeuge der Seriengeschichte konsequent ignoriert.
Ich schrieb damals, wie sehr es mich nervt, ständig mit den Augen zwischen der Action in der Bildschirmmitte und der winzigen Minimap oben rechts hin- und herzuspringen. Dieses visuelle Pingpong war für mich einer der größten Immersionskiller in einem ansonsten atmosphärisch dichten Spiel.
Doch mit Lord of Hatred gehört dieses Problem der Vergangenheit an.
Ganz ohne großes Marketing-Trommelfell oder eine prominente Erwähnung in den großen Trailern ist das klassische Karten-Overlay nun endlich Teil des Spiels. Wer die ersten beiden Teile der Serie oder Konkurrenten wie Path of Exile liebt, weiß genau, warum das eine Nachricht wert ist.
»Vielen Dank an die NASA, dass sie dies ermöglicht hat!« (Reddit-User machine4891, sarkastisch)
Ein neues Gefühl für Sanktuario
Es ist faszinierend zu sehen, wie ein so simples Feature den Spielfluss massiv aufwertet. In meiner Zeit mit der Vorabversion von Lord of Hatred habe ich bemerkt, wie viel entspannter das Erkunden der neuen Gebiete abläuft.
Ich muss den Blick nicht mehr vom Geschehen abwenden, um zu sehen, ob ich in einer Sackgasse gelandet bin oder wo der nächste Durchgang zum tieferen Level liegt. Es wirkt fast so, als hätte Diablo 4 damit erst jetzt seine finale Form gefunden.
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Diablo 4: Mit der transparenten Overlay-Karte korrigiert Lord of Hatred eine drei Jahre alte Ungerechtigkeit
In den Optionen lassen sich sowohl der Kontrast der Karte als auch ihre Größe stufenlos einstellen. Das ist ein Segen für alle, die auf einem PC mit einem großen Monitor oder gar im Ultrawide-Format spielen.
In meiner Kolumne vom Januar hatte ich noch kritisiert, dass das Fehlen dieser Funktion bei modernen Bildschirmen zu echter Augenmüdigkeit führen kann.
Blizzard hat sich Zeit gelassen
Es bleibt natürlich die Frage, warum wir drei Jahre auf etwas warten mussten, das in Diablo 2: Resurrected oder sogar im ersten Teil von 1996 zum Standard gehörte. Vielleicht war es der interne Design-Glaube, dass ein Overlay die Grafik verdecken würde.
Doch die Praxis zeigt nun das Gegenteil. Gut, dass Blizzard hier auf die Community (und mich natürlich!) gehört hat. Wenn ihr morgen eure Reise in Lord of Hatred antretet, kann ich euch nur eines raten: Geht sofort in die Einstellungen und aktiviert die Automap.
Es mag wie eine Kleinigkeit wirken, aber für mich schließt sich bei Diablo 4 damit erfolgreich der Kreis zu seinen Vorgängern.

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