Sanktuario kommt nicht zur Ruhe. Nachdem wir uns im Dschungel von Nahantu durch die Vessel of Hatred-Kampagne gekämpft haben, steht nun der nächste, vielleicht entscheidende Konflikt bevor.
Die zweite große Erweiterung für Diablo 4 trägt den Titel Lord of Hatred und rückt Mephisto, den Herrn des Hasses, in das Zentrum des Geschehens. Doch das ist bei weitem nicht alles. Wir liefern euch den vollständigen Blick über alle wichtigen Fakten und Infos zum kommenden Addon:
Update vom 30. März: Wir haben die Übersicht auf Aktualität überprüft und weitere Details zu Story & Setting ergänzt.
Schnallnavigation
- Release & Plattformen: Wann erscheint Lord of Hatred?
- Die neuen Klassen: Heiliger Zorn und dunkle Pakte
- Story & Setting
- Gameplay-Systeme
- Editionen & Vorbesteller-Boni
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Lord of Hatred: Neue Klasse, neues Gebiet & jede Menge Fragen - Preview zum Diablo 4-Addon
Release & Plattformen: Wann erscheint Lord of Hatred?
Die wichtigste Information vorab: Diablo 4: Lord of Hatred erscheint am 28. April 2026. Der Release erfolgt gleichzeitig auf allen unterstützten Plattformen:
- PC (Battle.net & Steam)
- PlayStation 5
- PlayStation 4
- Xbox Series X/S
- Xbox One
Die neuen Klassen: Heiliger Zorn und dunkle Pakte
Der Paladin
Lange haben Fans spekuliert, gefleht und gehofft – nun ist er zurück. Der Paladin kehrt als spielbare Klasse zurück und füllt die Lücke des heiligen »Schwert-und-Schild«-Kämpfers, die seit dem Release von Diablo 4 offen klaffte.
Der Paladin ist ab sofort für alle Spieler verfügbar, die Lord of Hatred digital vorbestellen. Ihr müsst also nicht bis April 2026 warten, um den gesegneten Hammer kreisen zu lassen.
Im Gegensatz zum Kreuzritter aus Diablo 3, der oft als schwer gepanzerter Tank dargestellt wurde, lehnt sich der Diablo-4-Paladin stärker an sein Vorbild aus Diablo 2 an. Er kombiniert wuchtige Nahkampfangriffe mit heiliger Magie und Support-Auren.
Die zentrale Klassenmechanik des Paladins ist das Eid-System: Ähnlich wie die Geistersegen des Druiden oder das Buch der Toten des Totenbeschwörers, erlaubt dieses System eine Spezialisierung des Charakters. Ihr schwört einen heiligen Eid, der euren Spielstil fundamental verändert und besondere Talente gewährt.
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Diablo 4: Belial ist zurück, aber unser Paladin macht mit ihm kurzen Prozess
Der Hexenmeister
Während der Paladin das Licht verkörpert, bringt die zweite Klasse, der Hexenmeister, die absolute Dunkelheit nach Sanktuario. Diese Klasse wird zum Launch am 28. April 2026 verfügbar sein.
Falls ihr euch jetzt fragt: »Brauchen wir noch eine Beschwörer-Klasse?« Blizzard zieht hier eine klare Trennlinie. Während der Totenbeschwörer eine Armee von willenlosen Skeletten und Golems befehligt, ist der Hexenmeister ein Einzelkämpfer, der Dämonen aus der Hölle bindet oder deren Essenz raubt.
Die Entwickler bezeichnen den Warlock als die »Heavy Metal«-Klasse von Diablo 4. Sein Design ist geprägt von Ketten, Höllenfeuer und roher, destruktiver Magie. Er nutzt die Waffen der Hölle gegen sie selbst.
- Mechanik »Binden & Konsumieren«: Der Kern des Gameplays dreht sich um das Ressourcen-Management von Dämonen.
- Binden: Ihr könnt Dämonen (wie Ziegenmenschen, Tainted oder Defiler) beschwören, die an eurer Seite kämpfen.
- Konsumieren: Der Clou ist die Möglichkeit, diese Dämonen zu »fressen« bzw. ihre Essenz zu absorbieren. Dies gewährt temporäre, massive Buffs (z.B. Angriffsgeschwindigkeit, Skills, Auren).
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Frisch enthüllt für Diablo: So sieht der neue Warlock aus!
Story & Setting
Die Geschichte von Lord of Hatred knüpft direkt an die dramatischen Ereignisse von Vessel of Hatred an. Der Cliffhanger, in dem Mephistos Seelenstein eine zentrale Rolle spielte, wird nun aufgelöst.
Mephisto, der Herr des Hasses, ist der titelgebende Schurke. Sein Ziel ist es nicht nur, Sanktuario zu unterwerfen, sondern auch, die Teiche der Schöpfung zu erreichen. Sollte ihm dies gelingen, könnte er die Realität selbst nach seinem hasserfüllten Abbild neu formen.
Für Lore-Fans gibt es noch ein spannendes Detail aus der begleitenden Comic-Reihe Dawn of Hatred: Mephisto tarnt sich in der Vorgeschichte als Akarat, vollbringt Wunder und heilt Kranke, um die Loyalität der Barbaren vom Fuchsstamm zu gewinnen. Die Zakarum-Kirche versucht derweil verzweifelt, ihn als falschen Propheten zu entführen, ohne ihn zu einem Märtyrer zu machen.
Der wohl größte Story-Twist ist die Rückkehr von Lilith: Die »Mutter«, die wir im Hauptspiel bekämpft haben, kehrt zurück – aber nicht als Feindin, die wir sofort vernichten müssen, sondern als notwendige Verbündete.
Neue Region: Skovos
Der Schauplatz der Erweiterung ist die Inselgruppe Skovos. Lore-Fans kennen diesen Namen seit Jahrzehnten, doch betretbar war die Region in einem Diablo-Spiel noch nie.
- Skovos ist die Heimat der Amazonen und gilt als Wiege der ersten Zivilisation von Sanktuario. Es war einst auch die Heimat von Lilith und Inarius.
- Die Entwickler versprechen für die neue Region viel optische Abwechslung:
- Vulkanische Küstenlandschaften im Westen.
- Sturmgepeitschte Wälder im Osten.
- Versunkene Ruinen und Tempel, die an eine antike Zivilisation erinnern.
- Neben Mephistos Dämonenhorden erwarten uns verdorbene Amazonen-Kriegerinnen, Meeresungeheuer und Kultisten.
Gameplay-Systeme
War Plans
Das Endgame erhält mit den War Plans eine völlig neue Struktur. Bisher arbeiteten Spieler oft zufällige Aktivitäten ab. War Plans erlauben es euch, eine eigene »Playlist« von bis zu fünf Endgame-Aktivitäten zu erstellen.
- Ihr wählt Aktivitäten (z.B. Albtraumdungeons, Höllenfluten) und reiht sie aneinander.
- Ihr könnt Modifikatoren hinzufügen (z.B. »Ein Butcher spawnt garantiert«), um die Schwierigkeit und die Belohnungen zu erhöhen.
Echoing Hatred
Für Spieler, die ihre Builds an die absolute Belastungsgrenze bringen wollen, führt Blizzard Echoing Hatred ein.
- Was ist es? Ein Horde-Modus mit unendlichen Wellen von Gegnern.
- Die Intensität steigt mit jeder Welle, es können mehrere Bosse gleichzeitig spawnen.
- Ihr benötigt ein seltenes Item (»Trace of Echoes«), um den Modus zu betreten.
- Je länger ihr überlebt, desto besser der Loot. Dies dürfte der neue Maßstab für Leaderboards und Build-Guides werden.
Der Horadrim-Würfel
Das legendärste Crafting-Tool der Diablo-Geschichte kehrt zurück. In Lord of Hatred übernimmt der Horadrim-Würfel eine zentrale Rolle im Item-Management.
- Funktionen:
- Zufälliges Neuauswürfeln von Affixen (ähnlich dem Chaos Orb in Path of Exile).
- Aufwerten von gewöhnlichen Items zu Uniques (mit entsprechenden Kosten).
- Gezieltes Entfernen von negativen oder ungewollten Affixen.
- Dies wertet »schlechte« Drops massiv auf, da sie als Basismaterial für den Würfel dienen können. Es reduziert die Abhängigkeit von reinem RNG beim Finden von Items (»Brick«-Schutz).
Talisman & Sets
Blizzard löst das »Set-Problem« (Sets, die zu mächtig sind und Build-Vielfalt töten) mit dem neuen Talisman-System.
- Das Problem bisher: In D3 belegten Sets 6 Ausrüstungs-Slots, was die Nutzung von Uniques blockierte.
- Die Lösung: Ihr erhaltet einen Talisman (ein eigenes UI-Element, ähnlich dem Inventar, aber separat). In diesen Talisman sockelt ihr Charms (Zauber).
- Set-Boni: Wenn ihr mehrere Charms desselben Sets in den Talisman legt, aktivieren sich die Set-Boni.
- Vorteil: Eure Rüstungsslots bleiben frei für Uniques und Legendaries. Ihr könnt also die mächtigen Effekte von Sets nutzen, ohne auf eure Lieblings-Rüstung zu verzichten.
Skill-Tree Rework
Alle Klassen erhalten Überarbeitungen an ihren Fertigkeitsbäumen. Blizzard verspricht »40 überarbeitete Entscheidungen und 80 zusätzliche Optionen«.
- Skills können nun drastisch verändert werden (z.B. wird eine Feuer-Hydra zur Frost-Hydra).
- Besitzer der Erweiterung erhalten exklusiven Zugriff auf 20 »transformative« Skill-Varianten.
Loot Filter & Angeln
Zwei oft gewünschte Features finden ihren Weg ins Spiel:
- Loot Filter: Ein integriertes Tool erlaubt es endlich, bestimmte Items (z.B. »Alles unter Item-Level 800«) automatisch auszublenden.
- Angeln: In den Gewässern von Sanktuario könnt ihr nun fischen.
Editionen & Vorbesteller-Boni
Wie gewohnt bietet Blizzard verschiedene Editionen an. Hier ist der Überblick, damit ihr wisst, wofür ihr euer Geld ausgebt.
Wichtiger Hinweis: Alle Editionen beinhalten auch die erste Erweiterung Vessel of Hatred. Wer diese noch nicht hat, bekommt sie quasi »geschenkt« dazu. Andersherum funktioniert das Ganze natürlich nicht.
| Inhalt | Standard Edition (40 Euro) | Deluxe Edition (60 Euro) | Ultimate Edition (90 Euro) |
| Lord of Hatred Erweiterung | ✅ | ✅ | ✅ |
| Vessel of Hatred Erweiterung | ✅ | ✅ | ✅ |
| Paladin Early Access (Sofort) | ✅ | ✅ | ✅ |
| 2 Zusätzliche Char-Slots | ✅ | ✅ | ✅ |
| 1 Extra Stash Tab | ✅ | ✅ | ✅ |
| WoW Deko-Items | ✅ | ✅ | ✅ |
| Pet & Reittier | ❌ | ✅ | ✅ |
| Premium Battle Pass | ❌ | ✅ | ✅ |
| Rüstungs-Set (Alle Klassen) | ❌ | ❌ | ✅ |
| 3.000 Platin | ❌ | ❌ | ✅ |
| Stadtportal & Flügel | ❌ | ❌ | ✅ |
Mephisto als großer Gegenspieler, eine neue Region mit Skovos und dazu Systeme wie War Plans und der Horadrim-Würfel: Lord of Hatred wirkt wie ein Addon, das Diablo 4 einmal kräftig durchschütteln will. Jetzt seid ihr dran: Welche Erwartungen habt ihr an Lord of Hatred – und was muss Blizzard liefern, damit ihr am 28. April 2026 wirklich wieder voll drin seid? Schreibt es uns in die Kommentare!


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