Diablo steht traditionell erst einmal für Dämonen, fetten Loot und möglichst große Schadenszahlen im Programm. Stundenlange Gespräche mit euren Begleitern am Lagerfeuer gehören dagegen eher in eine andere Ecke des Rollenspiel-Genres.
Bei Diablo 5 sollen sich diese beiden Welten nun zumindest ein Stück weit annähern. Denn für ein neues Feature nennt Narrative Director Jennifer Hepler ausgerechnet Baldur's Gate und Dragon Age als Vorbilder. Und das kommt nicht ganz von ungefähr: Bevor Hepler zu Blizzard wechselte, arbeitete sie jahrelang bei BioWare und war unter anderem an der Dragon-Age-Reihe beteiligt.
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Diablo 5 wurde enthüllt und stimmt mit einem Teaser auf die Zeit nach der Apokalypse ein
Eure Karawane wird zum mobilen Zuhause
Der Grund für den ungewöhnlichen Vergleich ist eine der größeren Neuerungen von Diablo 5: eure Karawane.
Die Ausgangslage im nächsten Teil sieht nämlich ziemlich düster aus, selbst für Diablo-Verhältnisse. Die bisherigen Helden sind gescheitert, Diablo hat gewonnen und Sanktuario befindet sich bereits unter seiner Herrschaft. Ihr spielt den Erben von Westmark und zieht durch eine Welt, die vom Herrn des Schreckens aktiv verändert wird.
Entsprechend soll euer Überleben nicht mehr wie gewohnt an Städte oder eroberte Stützpunkte gebunden sein. Stattdessen baut ihr nach und nach eine Karawane aus Überlebenden auf, die gemeinsam mit euch durch Sanktuario zieht.
Dazu gehören Händler, aber auch kampftaugliche Begleiter. Laut Blizzard besitzen diese eigene Geschichten, Ziele und Hintergründe. Als Beispiele wurden bereits eine ehemalige Schwester des Verborgenen Auges sowie ein gestrandeter Schatzgoblin genannt. Dieser bekommt offenbar ein kleines Identitätsproblem, nachdem Gold in der untergegangenen Welt plötzlich nicht mehr allzu viel wert ist.
Hier kommen Baldur's Gate und Dragon Age ins Spiel
Auf der BlizzCon erklärte Hepler gegenüber Gamesradar, dass ihre Erfahrungen mit klassischen Rollenspielen direkten Einfluss auf dieses System hatten. Die Karawane bringe einige »der besten Elemente traditioneller RPGs« in das Action-Rollenspiel-Gerüst von Diablo. Als Vergleich nennt sie ausdrücklich die Camps aus Baldur's Gate und Dragon Age - Orte also, an denen ihr nach euren Abenteuern wieder auf eure Begleiter trefft und mehr über sie erfahrt.
Wer jetzt allerdings schon Romanzen, Moralsystem und einen Kleiderschrank für den Schatzgoblin erwartet, sollte die Euphorie etwas bremsen. Hepler grenzt das System nämlich gleichzeitig klar von Dragon Age ab. Die Begleiter sollen keine vollwertigen Party-Mitglieder werden, deren Fähigkeiten ihr auflevelt und deren Ausrüstung ihr bis ins letzte Detail verwaltet.
Stattdessen geht es vor allem darum, ihnen eigene Persönlichkeiten zu geben und euch zwischen den Kämpfen stärker mit den Figuren eurer Karawane interagieren zu lassen. Das wäre für Diablo trotzdem ein bemerkenswerter Schritt. Zwar gab es auch in früheren Teilen Begleiter und wiederkehrende NPCs, im Mittelpunkt stand aber traditionell eher die Jagd nach dem nächsten besseren Ausrüstungsteil. Oder erinnert sich jemand von euch auf Anhieb daran, wie die drei Begleiter aus Diablo 4 heißen?
Wie umfangreich die Gespräche und persönlichen Geschichten tatsächlich ausfallen, wissen wir bislang allerdings noch nicht. Das gilt ohnehin für vieles rund um Diablo 5. Das Spiel befindet sich laut Blizzard noch in einer frühen Entwicklungsphase. Weitere Einblicke in die Entwicklung sollen ab 2027 folgen, die Veröffentlichung ist für das Frühjahr 2029 geplant.
Was haltet ihr von dem Ansatz? Freut ihr euch über mehr Story oder wollt ihr in Diablo lieber möglichst schnell wieder auf Dämonenjagd gehen?
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