Diablo 5 beginnt an einem Punkt, für den andere Spiele vermutlich 30 Stunden Story gebraucht hätten: Diablo hat gewonnen, Sanktuario liegt in Trümmern und die Helden der Vergangenheit sind gescheitert. Der Herr des Schreckens persönlich sitzt jetzt in der Westmark und benutzt die Seelen der Bevölkerung für seinen Krieg gegen die Himmel.
Damit ihr nicht einfach in einer kompletten Apokalypse aufwacht und euch fragt, was zum Teufel hier eigentlich passiert ist, soll die Spielwelt gleich drei Geschichten gleichzeitig erzählen.
Vergangenheit, Gegenwart und eine ziemlich fiese Zukunft
Im Gespräch mit TechRadar erklärt Senior Game Director Joe Shely, dass Blizzard in Diablo 5 mit drei zeitlichen Ebenen arbeitet. Die erste beschäftigt sich mit der Vergangenheit und damit, wie Diablo und seine Schreckenskommandanten überhaupt nach Sanktuario kamen und die Welt eroberten.
Die zweite Geschichte seht ihr direkt vor euch: die Gegenwart nach Diablos Sieg. Sanktuario ist weitgehend entvölkert, Städte als sichere Rückzugsorte gibt es nicht mehr und nur wenige Menschen haben überlebt. Einige von ihnen könnt ihr unterwegs auflesen und eurer Karawane anschließen, die in Diablo 5 eure mobile Heimat ersetzt.
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Diablo 5 wurde enthüllt und stimmt mit einem Teaser auf die Zeit nach der Apokalypse ein
Und dann wäre da noch die Zukunft. Die sieht erwartungsgemäß nicht viel freundlicher aus. Diablos sogenannte Schreckenskommandanten verwandeln eroberte Gebiete nach und nach in ihre ganz persönliche Version der Hölle. Intern bezeichnet Blizzard diesen Prozess als »Terror Forming«. Je nachdem, welcher Kommandant gerade ein Gebiet kontrolliert, sollen sich Umgebung und Gegner verändern.
Narrative Director Jennifer Hepler nennt als Beispiel einen Kommandanten des Untodes: Übernimmt der eine Region, tauchen dort entsprechend Zombies und andere untote Schrecken auf. Kehrt ihr später zurück, könnte dasselbe Gebiet allerdings wieder von Menschen zurückerobert worden sein oder inzwischen einem anderen Kommandanten gehören. Dann soll es entsprechend völlig anders aussehen.
Auch die Welt selbst erzählt, was Diablo angerichtet hat
Die Spielwelt soll sich dynamisch verändern: Gelände, wichtige Orte, Monster und sogar Belohnungen können bei einer späteren Rückkehr anders ausfallen.
Dabei erfüllen diese Veränderungen offenbar gleich zwei Aufgaben. Einerseits sorgen sie spielerisch dafür, dass bekannte Regionen nicht immer gleich aussehen. Andererseits erzählen sie die Geschichte von Diablos Eroberung.
Gerade weil Blizzard mit Diablo 5 einen ziemlich großen Zeitsprung und einen noch größeren Wechsel der Ausgangslage wagt, könnte das wichtig werden. Diablo wartet diesmal schließlich ausdrücklich nicht irgendwo am Ende der Kampagne als finaler Boss darauf, dass ihr nach dutzenden Stunden endlich seine Tür eintretet. Laut Blizzard soll er »vom ersten Moment« an präsent sein.
Wie genau Diablo Sanktuario unter seine Kontrolle gebracht hat und wie viel davon wir tatsächlich selbst erleben werden, bleibt vorerst offen. Ausreichend Zeit zum Erklären hat Blizzard allerdings noch: Diablo 5 befindet sich weiterhin in einer frühen Entwicklungsphase und soll erst im Frühjahr 2029 erscheinen. Ab 2027 will das Studio regelmäßigere Einblicke in die Entwicklung geben.
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