Mein E-Mountainbike-Tipp: Trek Powerfly kombiniert Leistung und Qualität mit extrem viel Spaß im Gelände

Marinus hat an seinem geliebten E-Bike einiges seine Ansprüchen entsprechend angepasst – und das solltet ihr auch tun. Also ... an eure Ansprüche anpassen. Nicht an Marinus'. Es sei denn, ihr tickt so ähnlich wie er. Lest in seinem ausführlichen Bericht, was genau er gemacht hat.

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Marinus' Tipp: Trek Powerfly 4, aber aufgemotzt

Ich liebe mein Trek Powerfly 4, auch wenn einiges an zusätzlicher Zeit und auch Geld drinsteckt. (Bildquelle: Marinus Martin GameStar Tech) Ich liebe mein Trek Powerfly 4, auch wenn einiges an zusätzlicher Zeit und auch Geld drinsteckt. (Bildquelle: Marinus Martin/ GameStar Tech)

  • Vollständiger Name: Marinus Martin
  • Position bei Webedia: Senior Editor Tech
  • Was mir besonders wichtig ist: Qualität und Leistung
  • Sternebewertung: ⭐⭐⭐⭐

Marinus: Ich habe mir 2021 während Corona mein erstes E-Bike zugelegt, ein Trek Powerfly 4. Warum ich mich für genau das Modell entschieden habe? Ich bin zuvor viele Jahre ein »normales« Mountainbike von Trek (Modell von 2001) gefahren, welches mir gute Dienste geleistet hat.

Die Räder des Herstellers sind hochwertig verarbeitet und robust, was mir bei meinem Körpergewicht von knapp unter 100 kg wichtig war. Da ich mit Trek gute Erfahrungen gemacht habe, wollte ich also dabei bleiben.

Mein Budget lag bei rund 3.000 Euro – der Einstiegsbereich bei Trek mit den Hardtails und jenem Powerfly 4.

Das E-MTB mit bietet eine solide Ausstattung:

  • Bosch Performance Line CX Gen 4-Mittelmotor mit 85 Newtonmeter
  • Akku mit 500 Wattstunden
  • Shimano Deore-Schaltung mit 10 Gängen

Bei den Komponenten gewinnt Trek allerdings keine Medaille für das Preis-Leistungs-Verhältnis. Bei Herstellern wie Cube bekommt man mehr fürs Geld und darf sich beispielsweise über eine bessere Federgabel oder Bremsen freuen.

Allerdings bin ich Bastler und hatte in der Pandemie sowie in vielen Wintermonaten danach Zeit und Langeweile, in der ich einiges an meinem E-Bike gemacht habe. Inzwischen entspräche mein Powerfly 4 eher einem teureren, besser ausgestatteten Powerfly-Modell.

  • Die vorhandene Suntour-Federgabel mit Stahlfeder habe ich gegen eine höherwertige RockShox Pike Ultimate mit etwas mehr Federweg (140 mm statt 120 mm) getauscht.
  • Die sehr günstigen Tektro-Bremsen wichen Shimano Saint (vorne) und Shimano SLX (hinten). 
  • Die Kunstoffpedale habe ich mit Metallpedalen von Shimano Saint ersetzt, von denen ich heute noch begeistert bin – man klebt einfach daran.
  • Aufgrund kleiner Wehwehchen habe ich die Griffe und den Sattel zudem gegen Varianten von SQlab beziehungsweise Ergon getauscht, dank denen ich keine Schmerzen mehr in Handgelenken und Co. habe.
RockShox Pike Ultimate 140mm
RockShox Pike Ultimate 140mm
1.145 €
Shimano Saint BL-Bremshebel
Shimano Saint BL-Bremshebel
60 €
Shimano SLX Bremshebel
Shimano SLX Bremshebel
30 €

Das Powerfly 4 kam mit dem sehr einfachen Bosch Purion-Display. Hier wollte ich unbedingt ein Upgrade und habe das System auf den Bosch Smartphone Hub umgebaut, was ich im Nachhinein allerdings bereue und (zumindest für ruppige Geländefahrten) nicht empfehlen kann.

Der Smartphone-Hub ist an sich cool, man kann das Handy für alles am E-Bike inklusive Navigation und Co. nutzen und es während der Fahrt mit dem E-Bike-Akku laden. Allerdings ist die Halterung alles andere als robust und ich musste mehrfach Ersatzteile bestellen, die Bosch inzwischen nicht mehr liefert und die nun ein kleines Vermögen bei eBay kosten.

Heute würde ich daher eher auf Kiox oder Nyon wechseln, selbst wenn Bosch das Modell mit dem »SmartphoneGrip« im aktuellen, smarten System weiterentwickelt hat.


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Kann ich das Powerfly 4 trotzdem empfehlen und würde ich alles noch einmal so machen? Die Antwort fällt differenziert aus. Die Powerfly-Reihe im unteren Preissegment bei Trek ist grundsolide und sollte vielen ausreichen, selbst wenn es in härteres Gelände geht. Wer allerdings mehr Preis-Leistung sucht, fährt beispielsweise mit Cube besser.

Bei den Upgrades ist es so: Ich hätte einige davon sicher nicht machen müssen, aber ich hatte Spaß am Basteln und kleinen Optimierungen. War das schlau? Nö. Für einzelne Komponenten wie eine hochwertige Federgabel oder Bremsen zahlt man im Handel oft mehr als bei einem entsprechend vorkonfigurierten Rad.

Etwas Zeit und Geld in sein E-Bike zu stecken, kann sich lohnen. (Bildquelle: Marinus Martin GameStar Tech) Etwas Zeit und Geld in sein E-Bike zu stecken, kann sich lohnen. (Bildquelle: Marinus Martin/ GameStar Tech)

Allerdings muss man auch ehrlich sein: Mein Budget war begrenzt und ich hätte mir nicht mal eben ein Trek für 2-3 Tausend Euro mehr kaufen können. Die eigenen Upgrades waren daher einerseits Spaß, andererseits ein Kompromiss.

Bei Trek haben sich die Modellreihen in den letzten Jahren leicht geändert, noch heute bietet der Hersteller aber mit dem Powerfly+ 4 Gen eine ähnliche Variante für 3.300 Euro (UVP) an – mit 600-Wattstunden-Akku und 85-Newtonmeter-Bosch-Motor der fünften Generation. Damit bleibt selbst das Powerfly-Einstiegsmodell im Herstellervergleich preislich Premium.

Hardtail oder Fully? Ich habe mich vor allem wegen des Preises für ein Hardtail entschieden, würde das aber wohl wieder tun. Ich komme mit dem Hardtail auch im Gelände bestens zurecht und brauche nicht unbedingt ein Fully – ich hatte allerdings auch noch nie eines. Da ich Wartung und Co. selbst mache, ist es so auch immerhin ein Dämpfer weniger, um den ich mich kümmern muss.

Auf der nächsten Seite geht es mit Patricks gewichtiger E-Bike-Liebe weiter.

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