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Der Mensch strebt zu den Sternen, davon profitieren Weltraumspiele

Was haben Star Citizen, No Man's Sky, Elite: Dangerous und X4: Foundations gemeinsam? Sie befriedigen unser Bedürfnis, über uns selbst hinauszuwachsen.

von Mario Donick,
07.11.2020 15:00 Uhr

  • Was ist der Star-Citizen-Effekt, der Fans von Space-Shootern stundenlang mit Freuden durchs virtuelle Vakuum fliegen lässt?
  • Weltraumspiele begeistern uns auf einer instinktiven Ebene: Raumschiffe, Supernova und Schwarzes Loch sprechen unser Bedürfnis nach Transzendenz an.
  • Was das ist und wie genau einzelne Spiele mit unseren Träumen spielen, lest ihr im großen Hintergrund-Report.

In Weltraumspielen wie Elite: Dangerous, Star Citizen oder Chorus erfüllen ganz elementare Bedürfnisse des Menschen. GameStar Plus geht der Faszination auf den Grund. In Weltraumspielen wie Elite: Dangerous, Star Citizen oder Chorus erfüllen ganz elementare Bedürfnisse des Menschen. GameStar Plus geht der Faszination auf den Grund.

Der Weltraum ist die ultimative Grenze für das natürliche menschliche Leben. Und der Weltraum ist schon immer Handlungsort von Computerspielen. Space Shooter wie Galaxian (1979), Star Raiders (1979), Galaga (1981) und Tempest (1981) gehörten zu den frühesten Spielen überhaupt.

Die wohl erste Echtzeit-Aufbau- und Wirtschaftssimulation, M.U.L.E. (1983), war auf einem fremden Planeten angesiedelt. Elite (1984) vermittelte uns die Freiheit eines unabhängigen Händlers in einem riesigen All. In Master of Orion (1993) errichteten wir erstmals große Sternimperien. Und in Homeworld (1999) erlebten wir den Exodus unseres Volkes auf dem Weg zu seiner lange vergessenen Heimatwelt.

All dies verwundert nicht - in der Science-Fiction-Literatur sowie in Film und Fernsehen haben wir zumindest als Zuschauer schon lange das All bereist; logisch, dass uns Spiele den Weltraum ebenfalls als Ort für eigenes Handeln erschlossen.

Daran geändert hat sich bis heute nichts - im Gegenteil erlaubt unsere Computertechnik immer schönere, immer größere, teils auch immer realistischere Weltraum-Stimmung. Noch immer breiten wir unser Volk über unzählige Sternsysteme aus (Stellaris), treiben Handel (Elite: Dangerous, X4: Foundations) und schießen uns den Weg frei (etwa im kommenden Chorus, das damit auch eine vielversprechende Story verbinden soll).

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Selbst als Unbeteiligte sind wir fasziniert von den riesigen Schlachten zwischen echten Spielern in Eve Online und wir warten mehr oder weniger geduldig auf das hoffentlich ultimative Weltraumerlebnis in Star Citizen.

Einmal abgesehen davon, dass Weltraumbilder in Spielen (oft) schön anzusehen sind und es einfach cool ist, ein riesiges Raumschiff aus der Ego-Perspektive zu befehligen oder mit einem kleinen Jäger Gegnerwelle um Gegnerwelle zu besiegen, trägt der Weltraum selbst zur Faszination bei. Denn er steht für den Wunsch der Menschheit, über sich selbst und ihre Wiege - die Erde - hinauszuwachsen. Er steht für Transzendenz.

Der Autor
Mario Donick ist studierter Kommunikations-Wissenschaftler und mehrfacher Sachbuchautor. In seinen Büchern schreibt er über Künstliche Intelligenz, Technologie und Computerspielen. Sein Hobby ist das Fliegen von Ultraleichtflugzeugen - in der Realität und am PC, etwa im Microsoft Flight Simulator sowie bei X-Plane.

Was bedeutet Transzendenz?

Der Wunsch, über uns selbst hinauszuwachsen, treibt uns Menschen schon immer an - sowohl was unsere individuellen Fähigkeiten, Einstellungen und Ängste angeht, die wir im Laufe des Lebens ständig entwickeln, als auch für das Menschsein als solches.

Für Letzteres war lange Zeit Religion entscheidend (und für viele Menschen ist sie es immer noch): der Wunsch nach höheren Wesen oder Zuständen, die dem banalen Alltag Sinn verleihen oder Hoffnung machen, ihn irgendwann hinter sich zu lassen. Auch Drogen waren und sind ein Werkzeug, Transzendenzerfahrungen zu erreichen. Doch seit einer Weile gehen auch technologische Entwicklungen in diese Richtung.