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Die größte Angst in Warhammer 40.000: Warum ein Erwachen des Imperators die ultimative Apokalypse wäre

Was passiert, wenn der Imperator von Warhammer 40k endgültig aufwacht oder stirbt? Wir erklären euch drei mögliche Szenarien.

Vom glorreichen Imperator vergangener Tage ist im Grimdark-Universum von Warhammer 40k nicht mehr viel übrig. Vom glorreichen Imperator vergangener Tage ist im Grimdark-Universum von Warhammer 40k nicht mehr viel übrig.

Das Erwachen oder der endgültige Tod des Imperators bedeutet das unausweichliche Ende des Imperiums – darauf deutet die offizielle Lore von Warhammer 40k seit Realm of Chaos: Slaves to Darkness aus dem Jahr 1988 bis hin zum aktuellen Roman The End and the Death Vol. III von Dan Abnett konsistent hin.

Doch warum führt die Rückkehr des mächtigsten Beschützers der Menschheit direkt in eine absolute Katastrophe? Wir dröseln die Quellen, die Bücher und die aktuellen Entwicklungen im Kanon für euch auf.

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Der Status quo auf Terra

Seit der 2. Edition von Warhammer 40k gilt für den Imperator: Er vegetiert in einem Zustand zwischen Leben und Tod. Sein physischer Körper verfällt zu einer leblosen Hülle, mühsam zusammengehalten durch Stasisfelder, bizarre Psi-Fusions-Reaktoren und alchemistischen Nebel auf dem Goldenen Thron.

Sein Geist bleibt währenddessen im Warp hochaktiv. Jeden Tag opfert das Imperium tausend Seelen, damit der Herrscher niemals endgültig vergeht. Der Goldene Thron ist eine uralte Technologie aus einem vergessenen Zeitalter, die dabei aktuell gleich drei absolut essenzielle Funktionen aufrechterhält:

  • Erstens projiziert er das Astronomican, das psychische Leuchtfeuer für sichere Reisen durch den Warp.
  • Zweitens bewahrt er den Imperator vor dem endgültigen physischen Tod.
  • Drittens versiegelt er ein gigantisches Portal ins Webway unter dem Imperialen Palast auf Terra, durch das Dämonen direkten Zugang zur Thronwelt hätten.

Doch der Verfall des Throns ist bereits in vollem Gange: seit dem Jahr 999.M41 weisen die Mechanismen offizielle, irreparable Fehler auf. Selbst das Adeptus Mechanicus steht vor einem Rätsel.

Die verheerenden Konsequenzen eines Ausfalls konntet ihr bereits bei der Noctis Aeterna miterleben. Als sich das Cicatrix Maledictum öffnete, brach das Leuchtfeuer kurzzeitig zusammen. Über eine Million Welten waren plötzlich isoliert, unzählige Space Marines verschollen, und das Imperium Nihilus ist bis heute davon gezeichnet.

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Drei düstere Wege in den Abgrund

Wenn der Goldene Thron endgültig versagt und der Imperator aus seinem zehntausendjährigen Dämmerschlaf erwacht – oder endgültig stirbt –, zeichnen die Lore und aktuelle Romane drei konkrete Szenarien für euch vor:

Szenario 1: Der Imperator stirbt endgültig

Fällt der Thron vollständig aus, verlischt das Astronomican. Ohne dieses psychische Leuchtfeuer werden Navigatoren im Warp blind – interstellare Kommunikation, Truppenverlegungen und Versorgungsrouten brechen zusammen. Was das bedeutet, hat die Noctis Aeterna nur in abgeschwächter Form vorweggenommen.

Parallel dazu bricht die Warp-Barriere unter dem Imperialen Palast auf. Das Webway-Portal, das der Imperator während der Unification Wars ursprünglich als Alternative zur Warpreise mit den Eldar sichern wollte, ist seit dem Verrat von Magnus the Red ein offenes Einfallstor für Dämonen.

Nur die Seele des Imperators hält es seit zehntausend Jahren verschlossen. Fällt sie weg, materialisiert sich auf Terra das, was Fabius Bile einmal als »die Hölle selbst« bezeichnet hat – ein Dämoneneinfall direkt im Herzen der Menschheit.

Szenario 2: Der Imperator erwacht als er selbst

Auf den ersten Blick klingt das wie die vermeintliche Rettung. In der Realität zieht aber auch dieses Szenario nahezu zwangsläufig die Katastrophe nach sich.

Das Problem beginnt schon beim Aufstehen vom Thron: Im selben Moment, in dem der Imperator seine Funktion auf dem Goldenen Thron aufgibt, verlischt das Astronomican und bricht die Webway-Versiegelung, die Chaos von der Thronwelt fernhält.

Dazu kommt ein zweites Problem: Das Imperium, das der Imperator vorfinden würde, ist nicht das, das er gebaut hat.

Das Imperium ist theokratisch, xenophob, technologisch stagnierend und auf seinen eigenen Imperator als zentrale Heilsfigur ausgerichtet – also die exakte Antithese zum säkularen, aufklärerischen Imperium, das der Imperator während des Great Crusade anstrebte. Aus seiner Perspektive wäre jeder Priester des Adeptus Ministorum in gewissem Sinne ein Häretiker gegen sein ursprüngliches Projekt.

Die Black Library hat dieses Dilemma in mehreren Kurzgeschichten angedeutet: Ein erwachter Imperator könnte sein eigenes Imperium als das betrachten, was verhindert werden sollte – und entsprechend handeln.

Ein interner Bürgerkrieg wäre die wahrscheinliche Folge, bei dem sich loyalistische Fraktionen um den Primarchen Guilliman und radikale Imperator-Gläubige gegen eine reformistische Kernfraktion stellen würden. Das Ganze, wohlgemerkt, bei gleichzeitiger Tyranidenplage, Chaos-Einfall, Necron-Erwachen und Ork-Waaaagh.

Szenario 3: Der Imperator erwacht als etwas anderes

Das vielleicht düsterste Szenario stammt aus der jüngeren Lore-Entwicklung: Seit Dan Abnetts Siege of Terra-Trilogie und den Geschehnissen rund um den Dawn of Fire-Zyklus deuten immer mehr Quellen darauf hin, dass der Imperator im Warp nicht unverändert geblieben ist. Zehntausend Jahre Seelenopfer, die Psi-Resonanz eines gesamten Imperiums und die permanente Interaktion mit den Chaos-Göttern verändern jedes Wesen – sogar den scheinbar allmächtigen Imperator.

In Abnetts The End and the Death Vol. III, dem Abschluss der Siege-of-Terra-Reihe, wird dieses Thema besonders explizit: Malcador sitzt brennend auf dem Goldenen Thron, um seinem Meister Zeit zu erkaufen – aber die Zeit läuft ab.

Abnett beschreibt den Duell-Zustand zwischen Horus und dem Imperator als ein Ineinanderfließen von Realitäten, in denen die Grenzen zwischen dem Imperator und dem, was er bekämpft, zunehmend verschwimmen. Wer den Roman gelesen hat, weiß, dass der Imperator für seinen Sieg einen Preis zahlt, der ihn bereits am Ende der Heresy nicht mehr ganz zu dem macht, der er vorher war.

Ein Erwachen tausende Jahre später, nach einer kontinuierlichen »Ernährung« aus Gebeten, geopferten Seelen und Warp-Präsenz, könnte also durchaus ein Wesen zurück in die Materie spülen, das mehr mit einem neuen Chaos-Gott gemeinsam hat als mit dem rationalen Herrscher des 30. Jahrtausends.


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