Star Wars: Rebel Assault (1993)
Im X-Wing Platz nehmen und dem Imperium Saures geben: Wer Anfang 1993 die Rebellion unterstützen wollte, der Griff zu Star Wars: X-Wing. Schon ein halbes Jahr später erschien Star Wars: Rebel Assault und wurde berühmt.
Das Spiel kam ausschließlich auf CD-ROM, was zu technischen Höhenflügen führte. Die CD erlaubte LucasArts die Verwendung von Realfilm-Sequenzen und hochaufgelösten Zwischensequenzen – äußerst selten im Jahr 1993.
Die originale Musik in digitaler Ausgabe und volle Vertonung des Spiels hebten es zusätzlich von der Masse ab.
Den Charakter einer Technik-Demo konnte Rebel Assault aber nicht verbergen: Es war kein klassisches Weltraumkampfspiel, sondern ein Rail-Gun-Shooter (inklusive Bodenkämpfen mit Blaster bewaffnet), wie von alten Arkadeautomaten bekannt.
Wir steuern unser Flugzeug also nicht selbst, sondern schießen auf Ziele, während unser Raumjäger eigenständig an wunderschön gestalteten Sternzerstörern vorbei saust.
So lenken die Entwickler unseren Flug und können uns ihr technisches Meisterwerk von seinen besten Seiten präsentieren. Ein weiterer Trick: Umgebungen waren berechnete Filmsequenzen, die daher optische Leckerbissen waren, denn ein so hochwertiges Rendering schaffte kein Rechner in Echtzeit.
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Star Wars History - Die Geschichte der Star-Wars-Videospiele - Teil 2
Wing Commander 3 - Heart of the Tiger (1994)
Eine populäre Spieleserien erblickte in den 1990ern das Licht der Welt und setzte mit dem dritten Teil einen Meilenstein: Wing Commander 3 - Heart of the Tiger.
Der Titel verzichtete auf animierte Zwischensequenzen, stattdessen wurde es der erste Titel, der ausschließlich bekannte Schauspieler vor die Kamera bat (Mark Hamill verkörpert unsere Hauptfigur). Darum wird es gerne als spielbarer Film bezeichnet.
Das Budget für Entwicklung und Werbung betrug vier bis fünf Millionen US-Dollar, was damals eine unfassbare Summe für ein Videospiel darstellte.
Natürlich waren alle Sequenzen und Dialoge im Spiel vertont und musikalisch unterlegt. Unsere Antworten an andere Figuren hatten dabei Auswirkungen auf unsere Sympathie und beeinflussten sogar die Moral unserer Flügelmänner.
Grafisch hatte Wing Commander 3 allerlei zu bieten. Die Realspace-Engine stellte Spielwelten dreidimensional aus Polygonen dar; die beiden Vorgänger setzen noch auf 2D-Bitmaps. Dementsprechend mussten sich auch die Sprites verabschieden und wurden durch 3D-Polygon-Objekte ersetzt.
Sämtliche Schiffsmodelle der Vorgänger wurden aufgegeben und komplett neu konstruiert – mit völlig unterschiedlichen Designs für die Menschen und die außerirdischen Kilrathi. Hinzu kamen beeindruckende Animationen und Explosionen sowie liebevoll gestaltete Cockpits und Raumstationen.
Entwickler Origin Systems um den berühmten Chris Roberts (hat da jemand »Star Citizen« gesagt?) ging ein hohes Risiko ein, denn die Pracht kostete ihren (Hardware-)Preis: Ein Pentium-I-Prozessor wurde empfohlen, um das Spiel optimal am Laufen zu halten. Damals war das ein sehr teurer Very-High-End-Prozessor.
Wing Commander 3 wurde außerdem ausschließlich auf 4 CD-ROMs verteilt angeboten. Das teure Laufwerk kam also ebenfalls auf die Besorgungsliste unseres neuen Superrechners.
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Wing Commander 3 - Hall-of-Fame-Video zum Weltraum-Actionspiel
Der Publisher hatte große Bedenken, ob so etwas überhaupt erfolgreich werden kann. Doch das Spiel verkaufte sich über eine Million Mal und wurde für EA der erste Millionenverkauf eines CD-exklusiven Titels.
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