Für Horror ist ja eigentlich immer ein guter Zeitpunkt, aber besonders der Oktober steht im Zeichen des Gruselns. Deshalb zeigen wir euch im Rahmen unserer Horror-Themenwochen drei Spiele, bei denen nicht nur euch, sondern auch eurer Geldbörse die Knie vor Angst schlackern. Wie, eure Geldbörse hat keine Knie? Dann macht sie sich eben ins Höschen ...
Jedenfalls: Wenn ihr unter die Sammler gegangen seid und euer Playstation-Spielportfolio erweitern wollt, solltet ihr für diese drei Survivalhorror-Klassiker ein bisschen mehr Geld einplanen. Als limitiert erschienene PS2-Titel sind sie nämlich mittlerweile extrem selten und dadurch auch extrem teuer.
Platz #3: Haunting Ground
- Release: 2005
- Entwickler: Capcom
- Preis: 100 bis 800 Euro (via Ebay)
Haunting Ground ist der geistige Nachfolger der bekannten Clock-Tower-Reihe. Darin spielt ihr Fiona Belli, die nach einem Autounfall in einem düsteren Verlies erwacht. Zum Glück trifft sie bald auf einen weißen Schäferhund und ihr beginnt gemeinsam das düstere Schloss zu erkunden.
Sturmfrei habt ihr allerdings nicht. Euch sind die seltsamen Bewohner des Anwesens auf den Fersen und alles, was euch übrigbleibt, ist wegrennen und euren treuen Begleiter auf die Verfolger zu hetzen. Das besondere ist allerdings, dass ihr Fiona nicht komplett kontrolliert. Verfällt sie in Panik, macht die junge Dame einfach, was sie will.
Bei den Kritikern hat Haunting Ground damals nur mäßig abgeschnitten (67 auf Metacritic), konnte sich unter privaten Spielerinnen und Spielern aber eine kleine Fangemeinde aufbauen (8,6 auf Metacritic).
Besonders das passive Verhalten Fionas und die Jagd nach ihr haben einen Nerv getroffen. Diese Aspekte werden vielerorts als Metapher für die Objektifizierung von Frauen gedeutet. Der Spieler fühle sich »wie ein begehrtes und bedrohtes Objekt« (via IGN). Ob das positiv oder negativ auszulegen ist, überlassen wir euch.
Platz #2: Rule of Rose
- Release: 2006
- Entwickler: Punchline
- Preis: 190 bis 1.000 Euro (via Ebay)
Rule of Rose hat bereits vor seinem Release in Europa für Furore gesorgt. Damals wurde viel über übermäßig obszöne und brutale Inhalte spekuliert, sodass das Spiel sogar verboten werden sollte. In Großbritannien wurde der Verkauf abgesägt, in Deutschland ist Rule of Rose nie offiziell erschienen und in Japan und den USA war die Auflage nur sehr gering, was Original-Kopien heute zum Sammlerstück macht.
Aber wie schlimm war Rule of Rose denn nun? Ihr übernehmt ein weiteres Mal die Rolle einer jungen Frau. Dieses Mal legt die 19-jährige Jennifer im England der 1930er ihr Schicksal in eure Hände. In ihrem ehemaligen Waisenhaus trefft ihr auf eine Mädchengruppe, die sich selbst als »Red Rose Aristocracy« bezeichnen und euch zu ihrem niedrigsten Mitglied machen. Jennifer wird fortwährend von den anderen Waisen gequält und versucht zu verstehen, warum sie eigentlich hier ist.
17:40
Die 5 einflussreichsten Horrorspiele - Diese Games haben das Genre umgekrempelt
Rule of Rose geht völlig in seiner symbolischen Erzählweise auf, die Realität und Albtraum auf bizarre Weise vermischt und das Kindheitstrauma der Protagonistin metaphorisch greifbar macht. Bei Kritikern erzielte das Spiel nur mittelmäßige Wertungen (59 auf Metacritic), aber auch dieses Spiel ist unter Spielerinnen und Spielern durchaus beliebt (8,6 auf Metacritic).
Platz #1: Kuon
- Release: 2004
- Entwickler: FromSoftware
- Preis: 300 bis 1.900 Euro (via Ebay)
Kuon hat seinen hohen Preis vor allem dem Erfolg von Demon's Souls zu verdanken. Das Survival-Horrorspiel erschien nämlich einige Jahre vor dem Genre-begründenden Action-Rollenspiel von FromSoftware. Mittlerweile sind die Originalkopien von Kuon sehr gefragt unter Fans des Spielstudios und Sammlern. Durch die geringe Auflage ist der Titel heute so selten wie ein freier Parkplatz in der Innenstadt und kostet dementsprechend.
Inhaltlich geht's in Kuon um japanische Mytholgie während der Heian-Zeit (11. Jahrhundert). Im Fujiwara-Anwesen läuft ein okkultes Ritual schief, was zu einem Yokai-Ausbruch führt. In drei Kapiteln spielt ihr als Utsuki, die ihre Schwester Kureha sucht; Sakuya, eine Exorzistin, die die bösen Geister austreiben soll; und den legendären Magier Abe no Seimei. Dabei wird gerätselt, gekämpft und erkundet.
Während Kritiker das visuelle Design lobten, wurde das Gameplay als ziemlich veraltet und träge wahrgenommen. Auf Metacritic erreicht es bei der Spielpresse nur eine 57, das übrige Spielpublikum vergibt immerhin im Durchschnitt eine 7,9.
Falls ihr also irgendwo im Keller noch ein paar alte PS2-Spiele habt, lohnt es sich vielleicht, einmal zu checken, ob sie einen gewissen Seltenheitswert haben. Gerade Titel, die heute unbekannt sind, könnten von Sammlern gefragt sein.
Wenn es euch nach noch mehr Grusel-Trivia oder Empfehlungen rund um Horror dürstet, dann schaut unbedingt in die oben verlinkten Artikel. Bis zum 31. Oktober veröffentlichen wir täglich schaurige Artikel, um euch für Halloween in Stimmung zu bringen.
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