Diskussion um Raytracing-Performance - Titan V ohne RT-Cores gegen Titan RTX mit RT-Cores in Battlefield 5

Benchmarks eines Foren-Nutzers sorgen momentan für Diskussionen über den Nutzen der speziellen Recheneinheiten für das Raytracing auf Nvidias aktuellen RTX-Karten.

von Nils Raettig,
04.01.2019 08:07 Uhr

Die Titan RTX ist genau wie die Titan V nicht primär für Spieler gedacht, grundsätzlich eignen sich beide GPUs aber auch für das Spielen.Die Titan RTX ist genau wie die Titan V nicht primär für Spieler gedacht, grundsätzlich eignen sich beide GPUs aber auch für das Spielen.

Benchmark-Werte des Nutzers TobiWahnKenobi aus dem Forum von 3D Center (#1, #2, #3) haben in den vergangenen Tagen für einige Aufmerksamkeit gesorgt, die auch vor internationalen Seiten wie wccftech nicht Halt macht. Das dürfte vor allem darin begründet liegen, dass die Titan V demnach in Battlefield 5 bei aktivierten Raytracing ohne spezielle Recheneinheiten dafür (RT-Cores) durchaus hohe fps-Werte erzielt. Zumindest in einem Fall liegen sie sogar auf einem ähnlichen Niveau wie bei der Titan RTX mit diesen Recheneinheiten.

Dass Raytracing mit der Titan V in dem Spiel funktioniert, ist an sich keine Überraschung: Grundsätzlich sind die entsprechenden Berechnungen auch per Software-Modus durchführbar, wenn der Treiber es erlaubt, wobei die Titan V auch für die Entwicklung von Raytracing genutzt wurde, als die Turing-Karten noch nicht zur Verfügung standen.

Bevor wir uns die Ergebnisse von TobiWahnKenobi genauer ansehen, muss man allerdings dazu sagen, dass die Werte nur bedingt miteinander vergleichbar sind, was auch der Foren-Nutzer selbst anmerkt. So läuft die Titan RTX laut Nutzerprofil auf einem System mit Core i7 8700K und 32,0 GByte DDR4-3200-RAM, während der Titan V ein etwas langsamerer Unterbau in Form eines Ryzen 5 2600X und 32,0 GByte DDR4-2666-RAM zur Verfügung steht. Außerdem sind die Messungen im Multiplayer-Modus entstanden, der es generell erschwert, möglichst identische Testabläufe zu garantieren.

Titan RTX auf »Rotterdam« klar schneller

In WQHD erreicht die Titan V mit der Detailstufe »Ultra« (Raytracing »Hoch«) auf der Karte Fjell 652 laut TobiWahnKenobi gut spielbare 80 fps, während die Titan RTX nur leicht höhere Werte von circa 87 fps erzielt. Ein klarer Vorsprung ergibt sich dagegen für die Titan RTX auf der Karte Rotterdam, die deutlich mehr spiegelnde Oberflächen vorzuweisen hat: Statt circa 56 fps wie im Falle der Titan V ohne RT-Cores sind es hier mit der Titan RTX und ihren RT-Cores etwa 81 fps.

Die RT-Cores scheinen der Titan RTX also durchaus zu einer höheren Leistung zu verhelfen, zumal beide GPUs mit Taktraten im Bereich von über 2.000 MHz gelaufen sein sollen und die Titan V immerhin über elf Prozent mehr Shader-Einheiten verfügt (5.120 vs. 4.608). Außerdem setzt sie auf HBM2-Speicher (12,0 GByte, 3.072-Bit-Interface), während die Titan RTX GDDR6-Speicher verwendet (24,0 GByte, 384-Bit-Interface).

Momentan befindet sich keine der beiden Grafikkarten in der Redaktion, eigene Messungen zu diesem Vergleich anzustellen ist uns deshalb aktuell nicht möglich.

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