Doom Eternal: Wie viel Spielzeit drin steckt - und wieso es Verwirrung gibt

Doom Eternal bietet zum Release eine üppige Singleplayer-Kampagne. Doch wie lange beschäftigt die wirklich? Wir haben's durchgespielt.

von Dimitry Halley,
20.03.2020 12:16 Uhr

Doom Eternal ist kein modernes Service Game - also wie lange beschäftigt es? Doom Eternal ist kein modernes Service Game - also wie lange beschäftigt es?

Doom Eternal ist in vielerlei Hinsicht klassisch. Statt riesiger Open World mit unendlichen Sammelaufgaben bekommt ihr eine knackige Singleplayer-Kampagne, durch die ihr euch in wahlweise sechs Schwierigkeitsgraden ballern könnt. Doch ist der Spaß danach automatisch vorbei?

Obwohl die Entwickler für die Spielzeit nämlich satte 50 Stunden Spielzeit angeben, waren wir mit dem ersten Playthrough nach knapp 15 Stunden durch - mit fast 100 Prozent aller optionalen Secrets. Wie kann das sein? Wie viel Spielzeit steckt wirklich in Doom Eternal? Wir klären die Verwirrung.

Was steckt in der Release-Version von Doom Eternal?

Zum Release am 20. März besteht die Vollversion von Doom Eternal aus den folgenden Bereichen:

  • Die Singleplayer-Kampagne: Der Story-Modus von Doom Eternal besteht aus 13 umfangreichen Missionen, die euch beim ersten Durchgang knapp 15 Stunden beschäftigen.
  • Der Battle-Mode-Multiplayer: Der Multiplayer von Doom Eternal wirft zwei Dämonen-Spieler gegen einen Doom-Slayer in insgesamt sechs Arena-Maps.
  • Die Master Levels: In Anlehnung an die Dooms der 90er gibt es sogenannte Master Levels, neu arrangierte, besonders knifflige Varianten der Kampagnen-Missionen. Zum Release stecken hier für Vorbesteller zwei Aufträge im Paket, reguläre Käufer bekommen bloß eine Mission.

Was fehlt in Doom Eternal im Vergleich zu Doom (2016)?

Im Vergleich zu Doom (2016) fallen zwei Bereiche weg, die im Vorgänger vor allem langfristig für mehr Spielzeit sorgten.

  • Der SnapMap-Editor: In Doom (2016) konntet ihr eigene Level bauen. Der Editor entfällt in Doom Eternal.
  • Der klassische Deathmatch-Multiplayer: In Doom (2016) spielte der Multiplayer eine größere Rolle, bot umfangreiche Team Deathmatches. Der neue Battle Mode ersetzt diesen Bereich in einem kleineren Rahmen, der nach Angaben der Entwickler aber mehr taktische Tiefe bieten soll.

Wodurch motiviert Doom Eternal langfristig?

Anders als beispielsweise bei Call of Duty: Modern Warfare sprintet ihr nicht bloß durch die Kampagne, sondern könnt links und rechts am Wegesrand zahlreiche optionale Bereiche, aber auch Mechaniken finden, die für Wiederspielwert und Langlebigkeit sorgen.

  • Slayer Gates und Time Trials: In fast jedem Level finden sich optionale Herausforderungen. Die Slayer Gates werfen euch in eine knüppelharte Arena, die dem Doom Slayer alles abverlangt. Dafür winken wertvolle Upgrade-Punkte als Belohnung. Die Time Trials spawnen kurzzeitig Feinde um euch herum, für deren Ableben ihr in wenigen Sekunden sorgen müsst.
  • Upgrade-Spiralen: In Doom Eternal könnt ihr so ziemlich alles verbessern - eure Waffen, eure Rüstung, euren Slayer. Neue Aufsätze ermöglichen neue Spielstile, und jeder Aufsatz kann nochmal durch bestimmte Challenges verbessert werden.
  • Der Battle Pass: Durch absolvierte Singleplayer- und Multiplayer-Matches sowie diverse Challenges levelt ihr einen Battle Pass auf, der neue Skins für Waffen, Dämonen und Doom Slayer freischaltet. Es gibt zudem Embleme, Name Tags und, und, und. Wollt ihr beispielsweise als Doomguy aus den 90ern rumlaufen? Ist möglich.

Wie hoch ist die Spielzeit nun genau?

Wie bereits erwähnt: Für einen einzigen Playthrough auf hohem Schwierigkeitsgrad mit 90 Prozent aller Upgrades, Slayer Gates und Co. haben wir 15 Stunden gebraucht. Falls ihr ...

  • ... die Master Levels spielt, könnt ihr pro Level knapp ein Stündchen drauf rechnen. Vorbestellern landen dann bei 17 Stunden, reguläre Spieler bei 16.
  • ... den Multiplayer ausprobiert, variiert die Spielzeit natürlich stark. Wir konnten den Modus vor Release noch nicht testen, doch rechnet je nach Engagement mit fünf bis 15 Stunden zusätzlicher Spielzeit.
  • ... noch eine Runde dreht auf höherem Härtegrad, dann erhöht sich die Kampagnen-Spielzeit logischerweise etwa um das Doppelte. Wer erstmal auf Leicht einsteigt und dann auf Nightmare nachlegt, verbringt also alleine mit dem Solo-Modus 30 Stündchen.
  • ... den Iron Man ausprobiert, müsst ihr das komplette Spiel neu starten, wenn ihr sterbt und/oder alle Leben verliert. Das erhöht die Spielzeit natürlich deutlich. Aber kostet auch Nerven.

Wichtig aber auch: Bethesda wird nach Release weitere Inhalte liefern. Es sollen neue Master Levels erscheinen, außerdem wird der Multiplayer erweitert und vielleicht gibt's ja sogar gänzlich neue Modi. Ob ihr Doom Eternal trotzdem schon zum Release kaufen solltet, erfahrt ihr besonders anschaulich im Testvideo:

Doom Eternal - Test-Video zum Ego-Shooter 10:01 Doom Eternal - Test-Video zum Ego-Shooter

Und zum Nachlesen gibt's die ganzen Infos natürlich auch in unserem schriftlichen GameStar-Test zu Doom Eternal. Wir halten euch auf dem Laufenden, sobald es neue Inhalte für Doom Eternal gibt - allem voran neue Master Levels.


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