Seid mir willkommen, werte Mitleidende! Wenn ihr auf diesen Artikel geklickt habt, gehört ihr zur selben Spezies wie ich: Wir brauchen erstmal zwei Stunden im Charakter-Editor, bevor wir ein neues Spiel überhaupt starten.
Fast schon zwanghaft klicken wir mehrmals alle Optionen durch und schrauben so lange an Reglern, bis auch der Außenrand der Iris genau die richtige Farbe hat. In Dragon Age: The Veilguard sieht man das Gesicht des eigenen Charakters andauernd, da ist Perfektion besonders wichtig!
Damit ihr zumindest halbwegs fix zum Spielen kommt, habe ich ein paar Tipps für euch, mit denen ihr schneller schönere Charaktere erstellt. Bonus-Tipp zum Start: Ihr müsst euch nicht zu sehr verrückt machen, das Aussehen von Rook lässt sich das gesamte Spiel über ganz einfach ändern. Auch cool, wenn ihr Narben hinzufügen oder eure Frisur ändern wollt!
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- Tipp 1: Die smarteste Reihenfolge
- Tipp 2: Das Kopfdreieck erklärt
- Tipp 3: Sommersprossen und Muttermale
- Tipp 4: Das Farbsystem verstehen
- Tipp 5: Lange Haare gewinnen
- Tipp 6: Körpergröße nicht vergessen
- Tipp 7: Tattoos anpassen
- Tipp 8: Wie ihr den Inquisitor halbwegs ähnlich hinbekommt
- Tipp 9: Eure eigene Vorlage erstellen
Tipp 1: Die smarteste Reihenfolge
Meistens klicke ich mich einfach der Reihe nach durch sämtliche angebotenen Optionen. In The Veilguard ergibt es aber mehr Sinn, anders vorzugehen – sonst stellt man am Ende wahrscheinlich fest, dass die Frisur ganz komische Schatten wirft und man das Gesicht nochmal neu modellieren darf.
Geht am besten stattdessen so vor:
- Wählt ein Preset
- Stellt die grundlegenden Gesichtszüge im Kopfdreieck ein (kommen wir gleich zu)
- Springt dann oben in der Leiste ans Ende bis zur Frisur und wählt eure Haartracht
- Jetzt könnt ihr wieder zurückgehen und in Ruhe alle Details anpassen. Die Haare lassen sich zwischendurch ein- und ausblenden.
Tipp 2: Das Kopfdreieck erklärt
Mit diesem ungewöhnlichen System erzeugt ihr schnell völlig unterschiedliche Gesichter, die ihr dann weiter anpassen könnt. Je stärker ihr den Regler in eine Richtung schiebt, desto mehr sieht die Visage aus wie das eingestellte Preset. Für diese Vorlagen habt ihr richtig viel Auswahl!
Ihr könnt in beliebiger Kombination 3 aus 30 Gesichtern wählen und zwischen ihnen herumregeln. Und wenn euch ein Detail nicht gefällt, keine Sorge, das lässt sich alles feinjustieren. Stellt einfach ein Gesicht ein, das ungefähr in die Richtung geht, die ihr gut findet.
Tipp 3: Sommersprossen und Muttermale
Diese Merkmale findet ihr nicht als eigene Einstellungen, sondern unter »Teint« und dann nochmal »Teint«. Klickt euch hier durch, bis ihr bei den entsprechenden Hauttypen landet. Leider lassen sich Sommersprossen und Muttermale nicht kombinieren, da müsst ihr euch entscheiden. Auch die Farbe lässt sich nicht umstellen.
Tipp 4: Das Farbsystem verstehen
Erstmal sehen die angebotenen Farben ziemlich kläglich aus. Das liegt allerdings daran, dass ihr hier nur Grundtöne seht, die ihr mit zwei Reglern (»Sättigung« und »Helligkeit«) individuell anpasst.
Bei den Hauttönen habt ihr zusätzlich die Wahl aus kaltem, warmen oder neutralen Teint. Make-Up-Experten wissen schon, was das bedeutet, für alle anderen: Kalte Haut hat bläuliche oder rosafarbene Untertöne, warme Haut dagegen gelbe. Neutral ist ein Mix aus beiden.
Bei Augen funktionieren die Regler etwas anders, hier stellt ihr drei Farben ein, aus denen sich eure Augenfarbe zusammensetzt. Probiert ein bisschen rum, es sind durchaus auch exotische Farben wie violett oder rosa möglich. Oder ihr nehmt eine der wirklich hübschen vorgefertigten Farben!
Haare sind etwas trickreich, manche Farbtöne sind nicht möglich – zum Beispiel habe ich einfach kein Platinblond hinbekommen, nur hellgrau. Dunkle Farben sehen in meinen Augen besser aus – wer tiefes Schwarz will, wählt Blau und schiebt beide Regler auf 0 Prozent. Wo wir gerade bei Haaren sind:
Tipp 5: Lange Haare gewinnen
So schön wie in The Veilguard bewegen sich Haare nur selten. Meine nicht mal im echten Leben. Lange Strähnen fallen verspielt über die Schultern, wehen majestätisch im Wind – ich würde euch deshalb dringend zu einer mindestens mittellangen Frisur raten. Ist natürlich Geschmackssache, aber diese tolle Haarphysik hat verdient, voll ausgekostet zu werden.
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Dragon Age: The Veilguard zeigt sich im Launch-Trailer von seiner düsteren Seite
Tipp 6: Körpergröße nicht vergessen
Nicht viele Spiele bieten die Option, zusätzlich zur Breite auch die Größe eurer Spielfigur anzupassen. The Veilguard schon! Mir gefällt das richtig gut, es macht auch einen deutlich sichtbaren Unterschied in den vielen Cutscenes, eure Begleiter sind auch sehr unterschiedlich groß. Nutzt dieses Feature also ruhig mal bewusst aus!
Natürlich gelten hier gewisse logische Grenzen – auch ein großer Zwerg wird nie an einen kleinen Qunari heranreichen. Wäre auch ungünstig in den ganzen Tunneln.
Tipp 7: Tattoos anpassen
Ich könnte The Veilguard dafür knutschen, dass ich endlich meine Tätowierungen anpassen kann – zumindest mehr als in fast allen anderen Spielen. Der Körperschmuck wird in einzelne Bereiche aufgeteilt und ich kann entscheiden, wie stark die zu sehen sein sollen. Gefällt mir vielleicht das Arm-Motiv super, das auf der Brust aber gar nicht? Dann stelle ich die Deckkraft eben auf 0 Prozent und schon ist es unsichtbar.
Tipp 8: Wie ihr den Inquisitor halbwegs ähnlich hinbekommt
The Veilguard stellt euch nicht nur einmal, sondern auf Wunsch zweimal vor die Editor-Herausforderung. Wer Inquisition gespielt hat, bekommt so die Möglichkeit, Inky nachzubauen – aber aufgrund des neuen Grafikstils ist es nicht perfekt möglich, das muss ich gleich dazusagen. Allein wegen der anderen Frisuren.
Damit es sich trotzdem nach eurem Charakter anfühlt, würde ich euch raten, den Fokus auf die wichtigsten Elemente zu legen: Augen, Nasen- und Lippenform, Haarfarbe. Zusammen mit der Originalstimme fühlt es sich dann durchaus vertraut an, auch wenn manche Details anders aussehen.
Tipp 9: Eure eigene Vorlage erstellen
Habt ihr es geschafft, den perfekten Charakter zu erstellen? Soll Rook für euch immer so aussehen, auch wenn ihr einen zweiten Durchgang mit anderer Klasse und anderer Fraktion startet? Kein Problem, das Aussehen lässt sich einfach aus einem vorhandenen Speicherstand importieren!
So spart ihr euch den mühsamen Nachbau. Und natürlich lassen sich Details auch wieder manuell ändern, vielleicht hat euer zweiter Rook ja Lust auf eine andere Barttracht!
Es gibt ja solche und solche Leute: Angeblich klicken manche von euch einfach auf den erstbesten vorgefertigten Charakter und legen direkt los. Beeindruckend und für Menschen wie mich völlig unverständlich! Zu welcher Fraktion gehört ihr, »Aussehen egal« oder Nasenflügelanpassungsspezialisten? Schreibt es uns!
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