Exklusiver Content & monatliche Vollversionen

Exklusiver Content & monatliche Vollversionen

Dragon Ball: Sparking Zero spielt sich gerade so fantastisch wie nie, aber meine Güte, müsst ihr dafür in die Tasche greifen

Mit dem neuen DLC Super Limit-Breaking Neo wird Dragon Ball: Sparking Zero zwei Jahre nach Release zum absoluten Fan-Traum. Doch der hat seinen Preis.

Dimi wollte als Kind immer Haare wie Son-Goku. 30 Jahre später ist er froh, überhaupt noch Haare zuhaben. Dimi wollte als Kind immer Haare wie Son-Goku. 30 Jahre später ist er froh, überhaupt noch Haare zuhaben.

Dragon Ball: Sparking! Zero galt schon zum Release vor zwei Jahren als wonniger Wunschtraum für jeden Fan von Son Goku, Vegeta und Co. Mit über 180 Charakteren konntet ihr so ziemlich alle Konstellationen der Serien und Filme nachstellen, im Multiplayer anderen Gokus den Scheitel bürsten – allerdings war das Spiel vor allem ein Baukasten.

Dem Multiplayer fehlte eine vernünftige Balance, um die Leute langfristig bei der Stange zu halten, und dem Singleplayer mangelte es schlicht an Modi. Abseits der Story-Episoden und halbgaren Turniere gab es nur Custom Battles, für die Spieler wie ich über Zeit einfach zu faul und/oder unkreativ sind.

Zum Glück hat sich seit Launch so einiges getan, nicht zuletzt durch den just erschienenen Mega-DLC Super Limit-Breaking Neo (diese Namen immer), der dem Spiel einen neuen Roguelite-Modus, 30 frische Charaktere sowie vier neue Arenen spendiert. Also haben Kollege Fabiano und ich uns reingestürzt und die Genkidamas britzeln lassen, um ein schnelles Fazit zu ziehen: Ja, Sparking! Zero ist mit dem neuen DLC ein unglaubliches Dragon-Ball-Erlebnis. Aber ob es euch so viel Geld wert ist, müsst ihr selbst entscheiden.

Lasst mich dabei helfen.

Was hat sich im Hauptspiel seit Release getan?

Die gute Nachricht zuerst: Nicht für alle Neuerungen müsst ihr blechen. Seit Release wurde Sparking! Zero in Richtung Singleplayer erweitert:

  • Im Modus Mission 100 tretet ihr in 100 handgebauten Herausforderungen gegen alle möglichen thematischen Gegner-Ensembles an, also zum Beispiel die komplette Bardock-Familie (Goku, Radditz, Bardock), den Daima Cast oder die Ginyu Force. Ich liebe diesen Modus, weil ich hier einfach mal mit meinem eigenen Team einen Gauntlet durchlaufen kann.
  • Im Survival-Modus haltet ihr möglichst lange gegen möglichst viele Gegner durch. Ihr könnt euch durch den kompletten Cast prügeln; ebenfalls ein cooler Modus.
  • Im Multiplayer wurde fleißig an der Balance geschraubt. Einzelkämpfe verzichten jetzt auf das DP-Ranking, also auf an den Anime/Manga angepasste Stärkewerte, damit nicht alle bloß als Ultra Instinct Goku durch die Gegend fliegen. Auch Exploits wie Yajirobis Senzu-Bohne wurden generft.

Video starten 3:33 »Ein massiver Dopamin-Boost« - Dragon Ball: Sparking Zero enthüllt einen gewaltigen DLC und stürzt die ausgehungerten Fans damit in einen puren Freudentaumel

Sparking! Zero bleibt aber insgesamt ein Casual Fighter, erwartet also noch immer keine turniertaugliche Balance. Im Umkehrschluss haben die Entwicklerinnen und Entwickler aber mittlerweile wohl verinnerlicht, dass viele Fans das Spiel vor allem solo zocken wollen, um ihre Anime-Fantasien auszuleben. Und hier kommt der DLC Super Limit-Breaking Neo ins Spiel.

Dimitry Halley
Dimitry Halley

Als Kind war Dimi wie so viele Gleichaltrige völlig besessen von Dragon Ball. Im Schulunterricht malte er heimlich Son-Goku und Co., im Comic-Laden kaufte er so viele Sammelkarten, wie sein Taschengeld hergab (er war Krillin-Sammler), jeder Manga landete im Regal (danke, Mama!). Nur Action-Figuren und Videospiele waren damals rar gesät, sein erstes Spiel war Legendäre Superkämpfer für Game Boy Color. Googelt es mal. Wir hatten es damals nicht leicht. Heute sieht das zum Glück anders aus.

Das bietet der DLC: Neue Fighter

In den letzten Jahren erschienen diverse DLC-Packs für Sparking! Zero, die vor allem neue Kämpfer ins Spiel bringen:

  • In Hero of Justice bekommt ihr das Ensemble des Kinofilms Dragon Ball Super: Super Hero, also Gamma 1 und 2, Cell Max sowie die neuen Beast- und Orange-Transformationen für Son-Gohan und Piccolo.
  • In den beiden Daima Packs stecken wenig überraschend die Charaktere aus dem 2024er Anime Dragon Ball Daima, also neue Kinder-Varianten von Goku und Vegeta, Panzy, Glorio, Majin Kuu, Gomah und natürlich besonders sexy: Vegeta als Super-Saiyajin 3 sowie Son-Gokus kanonische Verwandlung zum Super Saiyajin 4!
  • Für 3 Euro könnt ihr euch außerdem Shallot aus Dragon Ball Legends gönnen, aber der DLC ist ein ziemlicher Zonk. Shallot kann sich als Saiyajin nicht mal verwandeln.
  • Das größte Upgrade des Charakter-Pools bietet aber der neueste DLC Super Limit-Breaking Neo: Mit über 30 Neuzugängen bekommt ihr hier einige der sehnlichsten Fan-Wünsche – Super 17, Dragon Ball GT Vegeta, außerdem diverse Fighter aus dem originalen Dragon Ball, darunter Eighter, Tao Bai Bai, Dämonenkönig Piccolo. Und die eine arme Socke in der Community darf endlich aufhören, seit über 1.000 Tagen aus Protest Nam in Budokai Tenkaichi 3 zu spielen, denn auch der landet nun in Sparking! Zero.

Ein paar Highlights: SSJ3 Vegeta Seit Dragon Ball Daima offiziell Teil des Kanons: Super Saiyajin 3 Vegeta.

Teenie-Goku Nicht nur Bulmi, Krillin und Co. klappte vor Staunen die Kinnlade runter, als Son-Goku plötzlich »erwachsen« aussah. Jetzt könnt ihr Teenie-Goku selbst spielen.

SSJ Bardock In einem »Was wäre wenn«-Szenario wird Son-Gokus Papa Bardock zum Super Saiyajin. In Sparking! Zero könnt ihr ihn sogar spielen.

Tai Bai Bai Dass Tao Bai Bai nur mit seiner Zungenspitze töten kann, hat uns als Kinder alle verstört. Jetzt könnt ihr den Profikiller selbst spielen.

GT Vegeta Endlich könnt ihr ein Team aus GT Goku und GT Vegeta bauen und beide bis zu Super-Saiyajin-Stufe 4 hochtreiben.

Super 17 Nicht nur Super 17 aus Dragon Ball GT ist neu, wenn ihr C17 und sein Hellfigter-Pendant in euer Team packt, könnt ihr sogar die komplette Fusion durchziehen.

SSJ4 Goku (Daima) Nach so vielen Jahren ist der Super Saiyajin 4 nun endlich offiziell Teil des Kanons. Also ... zumindest so halb, denn in Super fehlt weiterhin jede Spur von ihm.

Mit allen DLCs lässt das Figuren-Ensemble von Sparking! Zero fast keine Wünsche mehr offen. Theoretisch könnt ihr euch jetzt ein großes Turnier aus dem Original-Dragon-Ball zusammenbauen, inklusive Teenager-Varianten von Goku, Chichi und Tenshinhan. Oder ihr zieht mit der GT-Truppe aus Kid Goku, Trunks und Pan aus, um Baby und Omega Shenlong zu verkloppen. Die neuen Fighter wurden über weite Strecken mit viel Liebe zum Detail umgesetzt; Anime-Fans werden sich über die ganzen Anspielungen auf bestimmte Folgen freuen, wenn die Neuzugänge ihre Special Moves zücken.

Der neue Solo-Modus: Limit-Brecher Reise

Der brandneue, DLC-exklusive Singleplayer-Modus Limit-Brecher Reise ist ... nett. Er lehnt sich ein bisschen am Roguelike Game Loop an: Ihr wählt irgendeinen Charakter, startet auf Level 1 und pickt euch auf einer Weltkarte zufällig generierte Fights heraus. Je stärker der Gegner, desto fetter die Belohnung. Hier und dort stoßt ihr auch auf Ereignisse, beispielsweise Erfahrungsboni oder Fights mit besonderen Siegbedingungen.

Nach zehn Kämpfen erwartet euch ein Bosskampf. Falls ihr den gewinnt oder irgendwo auf dem Weg verliert, startet der Run von vorne – verdiente Level-Ups bleiben aber erhalten, ihr investiert damit Punkte in alle möglichen Stat Boosts.

Im neuen Modus Limit-Brecher Reise wählt ihr selbst euer Reiseziel. Je höher der SP-Wert, desto gefährlicher der Gegner. Aber auch die Belohnung steigt. Im neuen Modus Limit-Brecher Reise wählt ihr selbst euer Reiseziel. Je höher der SP-Wert, desto gefährlicher der Gegner. Aber auch die Belohnung steigt.

Die Limit-Brecher Reise gibt euch also im Prinzip einfach einen weiteren Grund, allen möglichen Gegnern auf die Rübe zu hauen; die Drumherum-Upgrade-Spiralen sind ganz spaßig, allerdings wurde es mir beim Testen recht schnell langweilig, den immer gleichen Charakter zu spielen – Sparking! Zero glänzt schließlich mehr in der Breite als in der Tiefe.

Trotzdem: Mit all diesen Optionen und Charakteren ist Sparking! Zero zwei Jahre nach Release mit all seinen DLCs ein noch besserer, vielseitigerer Sandkasten, um Dragon Ball in all seinen Formen und Farben zu zelebrieren. Und jetzt reden wir über den Elefanten im Raum: den Preis.

Was kostet der Spaß?

Sparking! Zeros Monetarisierung ist aggressiv. Im Spiel selbst gibt's zwar keine Mikrotransaktionen, doch die DLC-Preise haben es in sich. Allein um die Soundtracks (!) aus dem Anime zu hören, zahlt ihr satte 30 Euro! Sowas gehört in anderen Spielen zur Grundausstattung. Die kleineren Charakter Packs wiederum erwerbt ihr entweder durch den Season Pass für insgesamt 35 Tacken oder einzeln. Im Bundle spart ihr 5 Euro.

Und der Neo-DLC schlägt nochmal mit 35 Euro zu Buche. Addiert ihr all das zum Grundpreis von 50 Euro, landet ihr bei weit über 100 Euro. Wer alles auf einmal erschlagen möchte, greift zur 120 Euro teuren Sparking! Zero Legendary Edition. Da ist der DLC Super Limit-Breaking Neo mittlerweile mit im Paket. Blöd nur, wenn ihr diese Super-Duper-Edition schon vor zwei Jahren gekauft habt, dann müsst ihr Neo separat erwerben.

Was ich mit all dem sagen will: Das volle Programm von Sparking! Zero ist ein teurer Spaß – keine Abzocke (außer vielleicht beim Soundtrack), ihr bekommt schon guten Gegenwert, aber falls die Charaktere des Hauptspiels reichen, dann würde ich den Neo-DLC nur für den neuen Solo-Modus alleine auf keinen Fall empfehlen.

Ich hoffe, das hilft euch ein bisschen.


Kommentare(0)
Kommentar-Regeln von GameStar
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.