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Seite 2: Dredd 3D - Dümmer als die Polizei erlaubt

Süchtig nach Zeitlupe

In einigen wenigen Action-Szenen greifen die Macher zu einem visuell und erzählerisch tollen Kniff: So sorgt die von den Gangstern hergestellte Droge »Slo-Mo« dafür, dass die Charaktere die Welt verlangsamt und in schillernden Farben wahrnehmen.

Als Dredd und Anderson etwa eine Wohnung stürmen, läuft die folgende Schießerei aus der Perspektive der Junkies in Super-Zeitlupe und fast schon Comic-artiger Farbgebung ab. Besonders wichtig ist Dredd 3D dabei die Farbe rot: Der Gewaltgrad ist – getreu der Comic-Vorlage - durch dutzende Kopfschüsse, eine angedeutete Vergewaltigung und einige Häutungen über die vollen 95 Minuten Laufzeit enorm hoch.

Die sehenswerten Slo-Mo-Schießereien gehören zu den Highlights des Films.Die sehenswerten Slo-Mo-Schießereien gehören zu den Highlights des Films.

Trotzdem hält sich Dredd selbst enorm zurück. Hauptdarsteller Karl Urban hat für seine Rolle eigenen Aussagen nach intensiv die Comics studiert. Getreu des Originals setzt der Hauptdarsteller deshalb auch den ganzen Film über nie seinen Helm ab und darf nur mit dem Kinn und seiner Stimme »schauspielern«.
Die überlebensgroße Darstellung der Figur durch seinen Vorgänger Silvester Stallone habe Urban mit Absicht ignoriert. Was bleibt, sind (in der deutschen Fassung) bemüht witzige One-liner und eine konstant grimmige Mundpartie.

Damit setzt sich Dredd 3D aber zwischen die Stühle: Weder Fans übertriebener Action-Einlagen, noch Liebhaber überzeugender Charakterdarstellung werden vom Film begeistert sein.

Sie haben das Recht zu Schweigen

Schlimmer wird’s, wenn die Figuren in Dredd 3D mit mehr als Einzeilern um sich werfen. Dann gibt’s Dialog-Gold der Marke »Wenn ich sie zuerst sehe, erschieße ich sie. Und wenn sie mich zuerst sieht und zögert,…dann erschieße ich sie!«.

Anderson kann die Gedanken ihrer Mitmenschen hören – und ahnt Feinde voraus, bevor sie sie sehen kann.Anderson kann die Gedanken ihrer Mitmenschen hören – und ahnt Feinde voraus, bevor sie sie sehen kann.

Dazu gesellen sich eine Handvoll haarsträubender Logikfehler: So jammern Dredd und Anderson beispielsweise über Munitionsknappheit, stehen aber knietief in den Leichen gut bewaffneter Feinde. Lawgiver-Kugelidentifikation hin oder her: In einer Notsituation hätte man sich durchaus im Gegner-Arsenal bedienen dürfen.

Als Dredd nach mehreren blutigen Schießereien im abgeriegelten Turm über Funk Meldung in der Zentrale macht und Verstärkung anfordert, schickt man lediglich zwei Kollegen - die sich zu allem Überfluss auch noch an der Gegensprechanlage des Gebäudes mit der Ausrede »Unsere Türsteuerung ist kaputt« abwimmeln lassen.

Nach etwas mehr als eineinhalb Stunden läuft bei Dredd 3D der Abspann und (abgesehen von den schicken Zeitlupen-Einstellungen) bleibt kaum etwas von den müden Schießereien, der verschenkten Lena Headey oder der simplen Story im Gedächtnis. Ganz anders also als die Geschichte des Vorgängers – die wird wenigstens heute noch von Fans gehasst.

Fazit:

Michael Obermeier: »Zwar finden sich in meiner Comic-Sammlung einige wenige Dredd-Hefte, als beinharten Fan des Originals würde ich mich aber nicht bezeichnen. Deshalb finde ich die trashige Verfilmung von 1995 – trotz aller Abweichungen vom Ursprung – auch heute noch unterhaltsam. Mit Dredd 3D werde ich dagegen nicht so richtig warm: Der ›glaubwürdigere‹ Look wirkt auf mich eher billig und der Urban-Dredd zu unscheinbar. Immerhin: Die wenigen Slo-Mo-Sequenzen waren richtig klasse und auch in 3D ein sehenswertes Spektakel – für einen teuren Kinobesuch ist mir das aber eindeutig zu wenig.«

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