Dying Light 2 steht offenbar doch kurz vor der Fertigstellung

Techland weist Berichte über Probleme bei der Entwicklung von Dying Light 2 zurück und will Fans mit einem Release-Datum »überraschen«.

von Christian Just,
30.05.2020 17:54 Uhr

Bei der Entwicklung von Dying Light 2 sorgt angeblich Chaos für die Verschiebung. Techland bittet nun um Vertrauen von den Fans. Bei der Entwicklung von Dying Light 2 sorgt angeblich Chaos für die Verschiebung. Techland bittet nun um Vertrauen von den Fans.

Wir hatten berichtet: Die Entwicklung von Dying Light 2 soll laut einem Insiderbericht in der Krise stecken. Die Vorwürfe deuten hin auf Chaos im Produktionsprozess, Missmanagement, Streit unter Kreativen.

Die PR-Abteilung von Techland hatte bereits zuvor zu den Vorwürfen Stellung bezogen, um einige Aspekte zu entkräften. So wurde etwa der Vorwurf, es gebe noch immer keinen "Vertical Slice" (eine Art Demo mit allen wichtigen Bausteinen des Spiels), entkräftet. Der existiere laut Techland bereits »seit Jahren«.

Jetzt nimmt der polnische Entwickler in einem Interview mit The Escapist erneut Stellung. Und verspricht eine »Überraschung« bezüglich des Release-Datums. Die Frage des Interviewers lautet, ob Dying Light 2 noch 2020 erscheine. Der leitende Game Designer Tymon Smektala antwortet:

"Es gibt ein ganzes Team bei Techland, das an der Ankündigung des Release-Termins für das Spiel und an allen dazugehörigen Informationen arbeitet. Ich weiß, dass sie die Spieler überraschen wollen, deshalb möchte ich es ihnen oder unserer Community nicht verderben. Das Einzige, was ich sagen kann, ist: Bitte vertraut uns - es ist die letzte Etappe für dieses Projekt und wir brauchen eure Unterstützung."

Ob die Bezeichnung »letzte Etappe« bedeutet, dass Dying Light 2 noch 2020 erscheint, ist zwar nicht sicher. Die Aussage, dass bereits daran gearbeitet wird - möglicherweise mit einem neuen Trailer und einer Werbekampagne - macht zumindest Hoffnung. Das dürfte für Fans eine gute Nachricht sein.

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Woher kommen die negativen Schlagzeilen?

Smektala und PR-Managerin Ola Sondej geben auch ihre Sicht der Dinge wieder, wie es zu den Berichten über den derzeitigen Entwicklungszustand von Dying Light 2 kommen konnte. Während sie zugeben, dass man auf unvorhergesehene Schwierigkeiten stieß, weisen sie generelles Chaos oder eine fehlende Vision zurück.

Auch der Konflikt zwischen den Kreativköpfen Adrian Ciszewski, Pawe? Selinger und Chris Avellone sei laut Techland zu vernachlässigen. Demnach seien Diskussionen über die Entfaltung der Story und Iterationen bereits produzierter Elemente ein gewöhnliches Unterfangen in der Spieleentwicklung. Auch der bekannte Rollenspiel-Schreiber Avellone hatte diese Version der Geschichte bestätigt:

"Während Adrian Ciszewski und ich die Geschichte diskutierten, hatte ich nie das Gefühl, dass es einen Konflikt gab. Es ist normal, dass alle Gestaltungselemente iteriert werden, nicht nur erzählerisch. Die Geschichte ist ein Schlüsselelement für Dying Light 2, und es ist wichtig für das Team und mich, es richtig hinzubekommen."

Laut Sondej rühren die negativen Schlagzeilen daher, dass der Insiderbericht »zahlreiche Ungenauigkeiten« enthalte, welche die Entwickler im Nachgang versucht hätten, aufzuklären.

Hier könnt ihr euch anschauen, wie Dying Light 2 bereits 2019 in einem Gameplay-Trailer aussah.

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