EA will den Spielern mehr Wahl beim Battle Pass lassen

Einem Patent zufolge will EA den Battle Pass in Zukunft flexibler gestalten. Das neue System ist nicht mehr linear, sondern verzweigt.

von Mathias Dietrich,
10.03.2020 08:37 Uhr

Die besten Skins eines Battle Passes schaltet ihr meist erst ganz zum Schluss frei. Die besten Skins eines Battle Passes schaltet ihr meist erst ganz zum Schluss frei.

Nachdem Fortnite das Battle-Pass-System bekannt machte, wurde das in den meisten Spielen nahezu identisch umgesetzt: Über Gameplay verdient ihr Erfahrungspunkte, die das Level eures Passes erhöhen und so linear neue Belohnungen freischalten. EA patentierte jetzt aber ein System, das den Spielern mehr Freiheit geben soll.

So funktioniert der neue Battle Pass

Dieses Bild veranschaulicht die Idee von EA. Dieses Bild veranschaulicht die Idee von EA.

EAs Plan sieht es vor, en Fortschrittssystem zu entwickeln, bei dem ihr verschiedene Pfade wählen könnt. Die werden euch zunächst auf einer Karte angezeigt. Jeder der einzelnen Wege verfügt dann über ein individuelles Set an Belohnungen.

An bestimmten Punkten im Battle Pass könnt ihr abbiegen. Ihr versperrt euch damit jedoch keine Belohnungen: Wer später noch einen anderen Pfad wählen will, kann Backtracking betreiben und nach wie vor sämtliche Belohnungen freischalten.

Battle-Pass-Systeme an sich sind eine durchdachte Methode, um Spieler dauerhaft an einen Titel zu binden. Denn wer auf eine Belohnung hinarbeitet, spielt in der Regel natürlich auch regelmäßig. In unserem Video zu dem System von Fortnite erklären wir, wie clever entsprechende Mechaniken sind:

Wie verdient Fortnite eigentlich so viel Geld? - Video: Und was am Battle Pass so "clever" ist 10:03 Wie verdient Fortnite eigentlich so viel Geld? - Video: Und was am Battle Pass so "clever" ist

Bisher hat EA nur das Patent angemeldet. Ob sie es wirklich umsetzen werden, ist eine andere Frage. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Firmen oftmals Ideen patentieren, ohne diese später wirklich einzusetzen. So schützte sich der Publisher bereits eine Art des unfairen Matchmakings, um Mikrotransaktionen anzukurbeln. Bisher wurde jedoch noch nicht nachgewiesen, dass dieses System wirklich eingesetzt wird.

Mathias Dietrich

Mathias Dietrich
@kawaraban5

Nachdem ich mit dem Aufkommen der Battle-Pässe selbst auch häufig am grinden war, um Kosmetik freizuschalten, fragte ich mich irgendwann: Wofür tue ich das? Da der Grind so lange dauert, fühlte ich mich gezwungen, ein Spiel zu spielen. Zudem wirken die meisten Belohnungen eher wie ein Hindernis auf mich. Und damit ging der Spaß flöten. Also fing ich an, kosmetische Belohungen einfach zu ignorieren. Am Spiel ändern sie eh nichts.

Von daher bin ich etwas zwiegespalten, was das neue Patent von EA angeht. Wenn es den Spielern erlaubt, schneller an ihre gewünschte Kosmetik zu kommen, dann ist es ein lobenswertes Unterfangen. Doch ich bin zynisch: Irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass diese neue Art des Battle Passes den Grind nur verlängern wird.


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